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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Szedler-Taasse, Band 42
Seite - 230 -
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Kodtfried 230 Aodtfried b o S z l a i'S vielfache Verdienste um Kirche und Staat durch Verleihung des kaiserlichen Rathstitels. 1834 durch jene des Ordens der eisernen Krone. kloxasäi^'a, d. i. Die Gegenwart. Politische und Real-Encyklopädie (Pesth 1838, Gustav Heckenast, gr. 8<>.) S. 239. — Nlaß^ vauislilc ^623sl, d.i. Ungarische Schriftsteller. Sammlung uon Le, bensbeschreibungen. Von Jacob Ferenczy und Joseph Danielik (Pesth 1856, Gustav Emich, 8".). Zweiter (den ersten ergänzender) Band. S. 322. Vasälnax i uHsäs, d. i. Sonntageblatt (Pesth. 4«.) 24. August 1836. Nr. 34: „82obo82lai I>ax IstvaQ«. Vortrat. Holzschnitt ohne Angabe des Zeichners und Xylographen im vorbenann« ten Blatte. — Ein anderes Bildniß befindet sich als Titelbild vor seinen „DisM xrsäi- Szodtfried, Ferdinand (ungarischer R e v o l u t i o n s o b e r s t , geb. zu Raab 1820.) Frühzeitig trat er als Cadet in das k. k. Pioniercorps, been» dete mit ausgezeichnetem Erfolge den damals noch vierjährigen Curfus der Corpsschule zu Tulln und wurde sodann Lieutenant im Corps. I n dieser Charge 1846 als Professor in die Corpsschule commandirt, lehrte er daselbst den Feld» dienst, die allgemeinen Pionierverrich« tungen und das Geometralzeichnen; 1848 zum Oberlieutenant befördert, blieb er in seiner Professur bis Ende Mai genannten Jahres, wo er noch auf legalem Wege durch die beiden Kriegs« Ministerien sein Avancement zRm Haupt» mann in der eben errichteten ungarischen LandeSvertheidigungSarmee erhielt. AlS Görgey später den Oberbefehl über die ungarische Hauptarmee übernahm, machte dieser seinen alten CorpSschul» kameraden zum Oberbrückenmeister der» selben, mit dem Range eines Obersten. Als solcher war Szodt f r ied äußerst thatig, und da es dem Revolutionsheere anfangs an nöthigen BrückeN'Equipagen und hiezu erforderlichem Material fehlte, hatte er mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen; so mußte er mittels Fässer, auf welchen er Nothbrücken construirte^ Görgey's Corps über die Stromnetze und Schlüfte der riesigen Karpathen fast bis in die MarmaroS hinüberheben, und mancher Antheil an den Erfolgen deS Feldherrn gebührt sicher dessen, altem Corpsschulkameraden und genialem Landsmanne. Nach der Katastrophe von Vilägos, in welcher Szodt f r ied das Schicksal der G ö r g e y'schen Armee theilte, wurde er zu mehrjähriger Fe. stungshaft verurtheilt. Nachdem er die- selbe in Arad verbüßt hatte, wirkte er !833 als Bauingenieur in Wien, später in Linz. Dann verließ er Oesterreich, lebte einige Zeit in Genf, darauf in Italien, 1860 aber wieder in Genf, wo er eine von ihm gemachte Geschütz« erfindung an die Schweizer Armee ver- kaufte. Nun begab er sich von Neuem nach Italien, trat daselbst in die könig« liche Armee, wurde 1862 zum Obersten und Commandanten der Ofsiciersschule in Cuneo ernannt, aber schon 1863, wie es hieß, wegen Unterschleifes verhaftet. Seine ferneren Schicksale find nicht be- kannt. Kameraden, die mit ihm gedient haben, bezeichnen ihn nicht nur als tüch« tigen praktischen Fachmann, sondern auch als einen durch theoretisches Wissen und Genialitat hervorragenden Ofsicier, der mit dieser Eigenschaft die Beliebtheit eines guten Kameraden und einneh- mende Nmgangsformen verband. T h ü r h e i m (Andreas Graf), Aicht. und Schattenbilder aus dem Soldatenleben und der Gesellschaft. Tagebuch'Fragmente und Rück. blicke eines ehemaligen Militärs (Prag und Teplitz 1876. H. Dominicus. gr. 8".) S. 32.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Szedler-Taasse, Band 42
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Szedler-Taasse
Band
42
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
356
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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