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) Benjamin' 235 i) Paul
Todes unbekannt). Er blühte in der
zweiten Hälfte des achtzehnten Jahr«
Hunderts. Biographische Nachrichten
über ihn fehlen gänzlich, eS ist nur be-
kannt, daß er zu Holdmezö.Väsä.rhely
als reformirter Prediger wirkte und
durch feine geistlichen Gesänge, nament«
lich seine „Oqther der Heiligen", allgemeine
Aufmerksamkeit erregte. Außerdem schrieb
er noch etliche Kinder- und Andachts-
b'ücher. Die Titel derselben sind: „<3^s)-.
NlsüsH FVslAa/a. . .«, d. i. Kinderphysik
(Preßburg 1774, 3<>.). eine Uebersetzung
der Naturlehre für Kinder von Charles
R o l l i n , wahrscheinlich nach der
deutschen Bearbeitung des I . A. E.
Götze übersetzt;— „/Mckclsa^o^ «n«H-
FHFH, ava^?/ a ösFsssöö. . . " , d. i. Das
Gebet der Gebete u. s. w. (ebd. 1774, rischen überseht von Gustav Ste ina l ler
(Pesth 1863. Gust. Heckenast, s".) S. 3l3.
^<522st, d. i. Ungarische Schriftsteller. Samm«
lung von Lebensbeschreibunssen. Von Jacob
Ferenczy und Joseph Daniel ik (Pestb
1846, Gust Emich. 8^.). Zweiter (den ersten
ergänzender) Vand, S. 327. — ^07'««?!'
, Usmoria HunsarorniQ st?lo>
1777, H. s, 8°.) III, x. 373.
", d.,i. Die
Cyther 5er Heiligen oder heilsame neue
Gesänge (Klausenburg 4776. 42".,
406 S.. neue verm. Aufl., Preßburg
und Pesth 1804. Fr. Ios. Pcchkä, 12".,
674 S.); — „/slsnnsH ilT-oinölrti/a")
d. i. Trompete Gottes (Ofen 1791. 8<>.)
und „Zns/bsH 6«sHs«) d. i. Gesang der
Gesänge (Preßburg 1792. 8<>.). Szö«
nyi rivalisirt in seinen geistlichen Ge-
sangen mit Paul Rad ay j^Bd. XXIV,
S. 174. Nr. S), dem besten prote-
stantischen Liederdichter Ungarns im
18. Jahrhundert. Seine Lieder besitzen
echt christlichen Geistes, und Gedanken-
reichthum; aber die mitunter wahrhaft
poetischen und auch der Form nach
glücklichen Stellen seiner Gesänge werden
nur zu oft durch platte Prosa deS Aus«
drucks und unharmonische Versisication
beeinträchtigt.
Geschichte der ungarischen Dichtung von
den ältesten Zeiten bis auf Aler. Kisfaludy.
Von Dr. Franz Toldy. Aus dem Unga, Szönlji, Paul (Schulmann, geb.
zu Debreczin am 22. December 1808,
gest. zu Pesth 17. Juni 1878). Die
Studien beendete er in seiner Vaterstadt,
wo er dann auch Vorträge über Mathe«
matik in ungarischer Sprache hielt. Als
Erzieher in ungarischen Familien fand er
Gelegenheit zu Reisen ins Ausland, auf
welchen er renommicte ErziehungS»In«
stitute besuchte, um sich in seinen pada»
gogischen Studien zu vervollkommnen.
In dieser Richtung gründlich gebildet,
arbeitete er zur Reform deä ungarischen
UntercichtswesenS einen Plan aus. nach
welcbem auch im Jahre 1340 das einst
so berühmte Debrecziner Collegium,
dessen Einrichtung aber bereits gegen«
über den Forderungen des Unterrichts in
der Gegenwart veraltet war, neu orga«
nisirt wurde. Von dieser Anstalt erhielt er
später den Preis für eine Naturlehre und
Chemie, welche er in ungarischer Sprache
verfaßt hatte. I n der Revolutionszeit
fungirte er als Rath im Culius« und
Unterrichtsministerium. Nach Bewälti«
gung des Aufstandes dieser Stellung
verlustig, widmete er flch fortan wieder
der Pädagogik und gründete 1830 in
Pesth eine höhere Erziehungsanstalt,
welche bald einen gedeihlichen Fortschritt
nahm. Im Jahre l832 wurde er zum
provisorischen Schulrath der protestan«
tischen Schulen ernannt. Szönyi war
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Szedler-Taasse, Band 42
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Szedler-Taasse
- Band
- 42
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1880
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 356
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon