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Siolnan (Huszar) 242 Szollllly (ßllszar)
tisches Gemälde (Pesth 1862, Gustav
Emich, 8<>.), davon erschien in kurzer
Zeit eine zweite Auflage-, —
^ ^ ) d. i. Buntes Buch. Hu-
moristische Erzählungen und Lebens«
bilder, 2 Bände (Pesth 1862, G. Cmich,
d. i. Lavater und Gall. Physiognomik
und Phrenologie. Für Leser aller Stände
und mic Erläuterungen (Pesth 1864,
Hartleben, 8".); — „^ä^os 5i5s6.
^s^sTNT-a/soH <3ö?-^6l>6^) d. i. Der
Held von Vilä.gos. Charakterskizzcn über
Görgey (Pesth 1868, G. Smich. 8<>.);
— ^^. ^ch?ck^ öiinsl" 3 Köter, d. i.
Die Sünden der Päpste. 3 Bände (Pesth
1870. N. Pfeiffer. 8".)' — „
^ 3 köttzt) d. i. Die Ge.
heimniffe der Tyrannen. Von Christi Ge»
burt bis auf die neueste Zeit, 3 Bände
(Pesth 1871. Pfeiffer. 8".).
8°.) S. 89. ii-o^c 5
(Vscs 1838, I^eop.
Szoldlltich, siehe: Soldlltich. Franz
sBd. XXXV, S. 246).
Szolnay, (Huszar. in Un-
gärn geb., Ort und Jahr seiner Ge«
burt unbekannt), Zeitgenoß. Als 1839
der Krieg gegen die Franco«Sarden
ausbrach, befand sich das 10. Huszaren-
Regiment, damals Friedrich Wilhelm IV.
König von Preußen, in welchem
Szolnay als Gemeiner diente, in
dem von dem Feldmarfchall»Lieute«
nant Fürsten S chwarzenberg
commanoirten dritten Armcecorps in
Italien. I n der Schlacht bei Ma- genta am 4. Juni bewährte es feinen
alten in den französischen Kriegen von
1793—1809 erkämpften. Ruhm. unter
seinem nachmals als Reitergeneral be-
rühmt gewordenen Obersten Freiherrn
von Edel heim, der am genannten
Schlachttage sich den Maria Theresien«
Orden erfocht. Zu den Helden des
Tages zählte der gemeine Huszar Szol-
nay, dessen Kriegsthat bleibender (3r>
innerung würdig ist. Mit unbeschreib«
lichem Ungestüm, seine nachststehenden
Kameraden durch feurige Worte ermun«
lerno, stürzte er sich an der Spitze einer
kleinen Schaar auf die vor ihnen auf»
gestellten feindlichen Chaffeurs. durch»
brach ihre Linien und richtete nun im
Rücken derselben Furcht und Verwir»
rung an. Mitten im Kampfe gewahrte
Szolnay den Rittmeister Eduard
Grafen Walde rdorf in großer Ge-
fahr. Ungeachtet der weit überlegenen
Zahl des Feindes sprengte er auf diesen
los, bahnte mit seinem Säbel dem um-
riligten Grafen den Weg durch die
Masse und verfolgte noch einen feind«
lichen Officier. bis er selbst von den ihm
nacheilenden Chasseurs trotz Helden«
müthigen Widerstandes vom Pferde
gehauen ward. Die Franzosen aber. in
deren Gefangenschaft er nun gerathen
war, achteten den tapferen auS 13 Wun-
den blutenden Huszaren und brachten ihn
auf ihren Verbandplatz. Als er daselbst
den Rittmeister Baronkay und Ober«
lieutenant Baron Henneberg seines
Regiments ebenfalls blessirt sah, vergaß
er die eigenen viel schwereren Wunden
und pflegte seine Vorgesetzten mit ruh'
render Sorgfalt. Erst nachdem er ihnen
Umschlage gemacht und sie mit einem
Schlucke erquickt hatte, dachte er daran,
sich verbinden zu lassen. Die von seiner
Löhnung ersparten Kreuzer theilte er mit
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Szedler-Taasse, Band 42
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Szedler-Taasse
- Band
- 42
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1880
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 356
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon