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. Johann 258 SMray, Anton
zum Infanterie. Regiments Erzherzog
Rainer Nr. 39. Beim Ausbruch des Klie«
ges stand er bei der Brigade General»
Major L'ppert im achten vom Feldmar«
schall'Lieutenant von B en ed e k befehlig«
len Armeecorps. I n den mehrtägigen
Gefechten bei Pancanora that sicb der
jlinge Genieofsicier durck eine Waffen»
lhat so rühmlich hervor, daß ihm der
Kaiser dafür den Orden der eisernen
Krone dritter Classe verlieh. Eine
zweite ebenso glanzende Waffenthat am
Schlachtcage von Solferino, 24. Juni,
sollte dem jungen, mittlerweile zum
Hauptmanne vorgerückten Helden daS
Leben kosten. Dreimal hatte er mit
seiner Compagnie ein von dem Feinde
besetztes Haus gestürmt. Scbon war von
den Kugeln der Vertheidiger seine Mann»
sckaft sehr geliHiel, da unternahm er mit
dem Reste derselben den vierten Sturm.
Bei diesem ward ihm durch einen Schuß
der Arm zerschmettert. Kampfunfähig
gemacht, kam er in das Spital von
Verona, wo er ungeachtet der sorgsam,
sten Pflege seiner eigenen Mutter, wenige
Tage danach in den Armen der Eltern,
erst 26 Jahre alt seine Heldenseele aus«
hauchte.
Oesterreich i scher Militär'Kalender.
Herausgegeben von Hirtenfeld (Wien.
kl. i>o.) XII . Jahrgang (1860), S. 159. —
Wiener Zeitung, 1868, Nr. 96, S. 261.
Ein Johann SztankovicK (geb. zu Sza»
kolcs in Ungarn l391, aest. zu Oedenburg
1673) widmete sich dem geistlichen Stande
und empfing zu Olmütz die Priesterweihe.
Seiner ausgezeichneten Eigenschaften wegen
wurde er bereits im Altec von 28 Jahren
Canonicus von Gran und Pfarrer zuTyrnau
Aber schon nach wenigen Jahren, 1624, er»
bat er sich vom Crzbischof von Gran Car-
dinal Peter Pazman die Bewilligung,
seine Pfarre aufgeben zu dürfen, um in den
Orden der Gesellschaft Jesu einzutreten. In
Leoben legte er Profeß ab, dann wirkte er
zwölf Jahre hindurch als Missionär in der asiatischen Türkei. Im Jahre l652 nach Un«
gärn zurückgekehrt, wurde er von seinen
Ordensobern im Predigtamte verwendet,
welchem er oon 1652 bis 5687. im Ganzen
durch 35 Jahre, oblag. Noch im hohen Alter
übernahm er das Rectorat des Collegiums
zu Oedenburg. In dieser Stellung feierte er
das 50jährige Priesterjubiläum und starb im
Alter von 92 Jahren. Im Druck erschien
von ihm: „ I^utksr 65 Oalvin pui>ß»>
t.orwNHUlck disou^itäsk", d. i. Luther's
und Calvin'S Beweis des Fegefeuers (3o»
retto 1670). ^as^s?- <^o
(Visnuas 1833, Lex. 8°.) p. 326. — N 2 352?
irolc. Asti-a^-F^HtoiQsu?. 65ÜMK I's-
i-sü 027 ?akad 6s Dani olilc F<528bk, d. i.
Ungarische Schriftsteller. Sammlung von
Lebensbeschreibungen. Von Jacob F er enczy
und Joseph Daniel ik (Pesth 1846. Gustav
Emich, 8".). Zweiter (den erstm ergänzen»
der) Theil. S.
Sztankovics, siehe auch Stancovich,
Peter sBd. XXXVII, S. 126) und
Stankovio, Cornel sebenda. S.
Szckllly, Anton Graf (k. k. Feld-
zeugmeister. Commandeur des
Maria Theresien»OrdenS, geb. zu Ka-
sckau 1740, gest. zu G ratz am
23. Jänner 1808). AuS der altadeligen
ungarischen Familie der Sztaray von
Nagy-Mihä ly und Sztä.ra, über
welche die Quellen S. 261 Näheres be-
richten. Er ist ein Sohn Emer ichs,
ersten Grafen von Sztäray. Ioh. Nep.
von Szöl lösy gibt in seinem in den
Quellen bezeichneten Werke den 16. No»
vember 1781 als Geburtsdatum Sztä-
ray'S an. Nun aber trat derselbe 1739
als Fähnrich bei Leopold Pä.lffy.
Infanterie ein und hätte somit diese
Charge schon im Alter von acht Jahren
bekleidet! Nach Hir tenfe lds Werke
über den Maria Theresien»Orden starb
er 1808 im Alter von 76 Jahren. Er
wäre sonach 1732 geboren und bei
einem Eintritt in die kaiserliche Armee
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Szedler-Taasse, Band 42
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Szedler-Taasse
- Band
- 42
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1880
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 356
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon