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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Szedler-Taasse, Band 42
Seite - 261 -
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Anton 261 SMray (Genealogie) und stets mit Erfolg bewiesen, verband er raschen Ueberblick, Umsicht in seinen Anordnungen und wenn cs eine Ent« scheidung galt, auch eine Ausdauer, die durch nichts erlahmte. Sein Angriff auf Iourdon 'S Stellung vor Würzburg war ebenso verwegen, ja gewagt, als er ein glänzender Beleg für seine Feldherrn« einstcht ist. Zu dem fluchtartigen Rückzüge unserer Truppen bei Kehl kam eS nur in Folge seiner eigenen schweren Verwun» düng. In seinem Wesen vornehm, war er doch herzensgut. Man erzählt sich von ihm eine schöne That. werth nicht vergessen zu werden. Als im Kriege gegen die Türken (1788 und 1789) die Armee den Rückzug von Szadowa (10. September) antrat, vergaß eine Walachin so ganz gegen alle Weiblichkeit ihre Mutterpsticht, daß sie, um ft-berer fortzukommen, ihren zweijährigen Kna< ben wegwarf. Kaum hatte Sztä.ray, damals Oberst, mitten im Quarr6 ste« hend diese Unthat gesehen, als er auS demselben heraussprengte, daS verlassene Kind aufhob und cs in sichere Ob- Hut gab. Baur (Samuel). Allgemeines historisch»bio< graphisch-literarisches Handwörterbuch aller merkwürdigen Personen, die in dem ersten Iahrzehent des 19. Jahrhunderts gestorben sind (Nlm 1816. Stettini. gr. 8°.) Bd. I I , Sp. 571. — Moderne B iograph ien oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen seit dem Auöbruche der französischen Revolution. Aus dem Französischen überseht und vermehrt von St. Reicharot (Wien 181t, Ant. Doll lseipzig. Ernst Fleischer), gr. 8<>.) Bd. VI , S. 93. — Bornschein (Adolph), Oester. leichiscder Cornelius Nepos u. s. w. (Wien 1812, kl.80.) S. 217. — Hir ten feld (I.). Der Militär-Maria Theresien«Orden und seine ! Mitglieder (Wien l857, Staatsdruckerei, Ler>so.) Bd. I, S. 503. — Thürheim (Andreas Graf), Gedenkblätter aus der Kriegsgeschichte der t. t. österreichischen Armee (Teschen 1880, Prochaska, Ler.»80.) Bd. I, S. 24 und 220. — ViotiouQHirV dioFra.pb.igU6 st ki5toriy.NO 6s8 koinuiss mHra.U2Nt2 äs 1» 5u äu äix-duitiZiQv LiZo!« st xws xartiQuiisi-smeut äs csui a.ui out ü^urs äau3 Ia i-svolutiou trünoaiso (I.Hnäi-68 1800, 80.) i>omo I I I , i>. 390. !. Znr Genealogie der Vrasen SMray. Die Familie S tä ray zählt zu den ältesten Adelsgeschlechtern Ungarns, sie führt ihre Stammregister bis in das zehnte Jahr- hundert, in die Zeiten König Stephan's des Heili.ien zurück, der durch das Christen» thum und Berufung deutscher Mönche und Ritter seinem Lande die Pforte der Gesittung und des geistigen Schaffens eröffnete. Ein Deutscher Namens Wenzel in von Wasser« bürg, welcher im Gefolge Gi se la s , der zur Gemalin Stephans erkorenen Tochter des deutschen Kaisers Ot to I I I . , nach Ungarn kam. wird als der Stammvater der Sz läray angesehen. Aber erst We nz ei s Urenkel, die Söhne des unter dem Namen Nagy Mi» häly (Michael der Große) noch heute im Gedächtniß lebenden Kriegshelden: Iako l l . , Andreas und Ladislaw führten den Na» men Sztäray (Sztära) von der Ort. schaft Sztära, welche sie zugleich mit dem Dorfe Pecse — beide in der Zempliner Gespanschaft gelegen — in Würdigung ihrer dem Könige Lad i s l aus IV. ge- leisteten Dienste zum Geschenke erhielten. Wählend die Nachkommenschaft Ja kos I I . Grafen von Zemplin schon in der dritten Generation mit Ianss gegen Anfang deS 12. Jahrhunderts erlosch, blühte jene des Andreas Grafen von Ungh fort, dessen Enkel und Urenkel, die alle zur'Bezeichnung ihres Ursprungs den Namen Nagy «Mi» häly beibehielten, welchen die Familie Sz täray noch heute als Präoicat führt, die Stammeltern mehrerer berühmter Ge- schlechter wurden, so der P o n g räez , Eödön f f y , B ä n f f y . Eördöghuno T iday . Diese Geschlechter sind sämmtlich erloschen, nur die Lztäray sprossen noch in zwei von Emerichs Söhnen Johann Phi l ipp und Michael gebildeten Linien, von denen die des Ersteren sich überdies in mehrere Zweige gespalten hat ^vergleiche die Stammtafel). Was die Würden und Aemter des Hauses betrifft, so erhielt die Familie schon im Jahre 1418 von Kaiser S i g m u n d einen Wappenbrief, dann wurde Franz, Vicegespan des Zempliner
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Szedler-Taasse, Band 42
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Szedler-Taasse
Band
42
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
356
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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