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Atäray (Genealogie) 262 Adalbert
Comitates. 1725 in den Freih errenstand,
sein Sohn Gmerich in den Grafe nstan
erhoben. Die Angaben ĂĽber den Zeitpunk
ocr letzteren Standeserhöhung sind sehr ab'
weichend; nach Ivan Nagy's ungarischen'
Adelsweike l^Bd.^ , S. 866) wäre die Ver
leihung der GrafenwĂĽrde schon 1747 erfolgt.
Das „Histoiisch-Heraldische Handbuch zum
genealogischen Taschenbuch der gräflichen
Häuser" (Gotha 4855. Just. Perthes, 32<>.)
gibt auf S. 982. ĂĽbereinstimmend mit dem
' „Genealogischen Taschenbuch der gräflichen
Häuser für 1855", das Iabr 479? an, wäh«
rend das letztere Wert in seinen folgenden
Jahrgängen wieder von 1730 spricht. Ueber
dies finden wir die Stäray in ältester
Zeit schon als Grafen des Ungher und des
Zempliner Comitates, aber auch später, so
zu Ende des vorigen Jahrhunderts als
Obergefpäne des Ungher, Zempliner und
Szabolcser Comitates. — WaS die Sprossen
des Hauses betrifft, so glänzen sie meistens
im Waffendienste und zählen zu den
hervorragendsten Helden ihres Vaterlandes,
als solche nicht selten Gut und Blut fĂĽr
ihren König lassend, wir nennen nur bei»
spielsweise Adalbert, Andreas, den Com»
mandeur deS Maria Therefien» Ordens,
Anton, Gregor, Michael, Rado, und
den Stammvater des Hauses Wenzelin;
auch unter den Staatsmännern sind als
hervorragend der treue Gefährte des Königs
S i g i s m u n d , der Malteser Comthur
Adalbert, Franz der Vicegespan des
Zempliner EomitateS, Johann der treue
Vertreter der verwitweten Isabella Z a<
volya anzuführen. Die Familie ist katho«
lisck, nur bleibt es auffallend, daĂź sie ihrer
Kirche keinen nennenswertben Sprossen ge»
weiht hat. Dagegen tritt in den Tagen, als
die lutherische Kirche in Ungarn nicht nur
bei dem Volke, sondern bei vielen Edlen
des Landes Eingang und mitunter mächtige
UnterstĂĽtzung fand. ein Sztsray als
ebenso entschiedener wie energischer Ver»
fechter deS Protestantismus auf, es ist der
durch feine Gelehrsamkeit berĂĽhmte pro<
testantische Prediger und Liederdichter Mi«
chael Sztä iay , der. wenn auch seine
Einstellung in die Stammfolge seines Ge<
schlechts ob Mangels an Daten zur Zeit
noch undurchführbar, doch als ein zur Fa«
milie gehöriger Sproß anzusehen ist. —
Als Kämpen des Geistes und Freunde der
Kunst sind Graf Albert, dann der vor» benannte Mich ael und noch ein Sztäray
zu verzeichnen, dessen Taufname mir unbe»
kannt ist. Ersterer als Publicist thätig
während der Landtage der Jahre 1825.
4336 und 1840; Letztere als Freunde der
Musik, als welche sie. Michael durch
einige noch heute gesungene protestantische
Kirchenlieder, der Andere durch mehrere
TonstĂĽcke, wie sie zu Beginn des laufenden
Jahrhunderts Mode waren, in weiteren
Kreisen sich bekannt gemacht haben. — Was
die ehelichen Verbindungen des Hauses
anbelangt, so haben die männlichen Sprossen
ebenso aus den edelsten Familien ihre
Frauen heimgeholt, als die Töchter des
Hauses in die ersten Häuser der Heimat und
der Fremde hineingeheiratet; wir nennen
nur beispielsweise die Namen: Barkaczy,
Csäty. Apponyi . Dessewffy. P e«
rsny i , Sem sey, Eszterhäzy, Mi«
gazzi, Hal ler , Szschenyi. Vecsey.
ss nOmsskrenäi täbläkkal, d. i.
Die Familien Ungarns mit Wappen und
Stammtafeln (Pesth 1863. M. Räth. gr. s<>.)
Bd. X , S. 857—871. — K a p r i n a i
(Stephan) im XXIX. Bande, S. 32 u. f.
seiner in der Ofener Universitätsbibliothek
aufbewahrten historisch>numismatischen Ma<
nuscripte. — luäouiäu^os ß^üHts»
nasn?, d. i. Wissenschaftliche Sammlung
1336. Bd. IX, S. 7l. — Koller (Franz
Joseph) Nistoria, N^iscovatus HuingUO
NllQisLwrnm (?oäonii, 1782 u. f., 4<>.)
Bd. V, S. 417 u. f. — Fuckal, ?ol3äri
Lsxilco^ Bd. I I I , S. 365. — Oesterrei.
chische Nat ional 'Encyklopädie von
Gräffer und Ezitann (Wien i837. 8«.)
Nd. IV, S. 261 u. f. — Taschenbuch
für die vaterländische Geschichte, herauS«
gegeben durch die Freiherren von Hor«
mayr und von Mednyansty (Wien,
120) I I . Jahrg. (1821) S. 13 u. f.)
I. Kesonders denkwĂĽrdige sprossen des Grasen-
Hauses ZMran. 1. Adalbert, der im
15. Jahrhunderte lebte, ist eine der glän«
zendsten Gestalten des Geschlechtes der
Szt^ray, und des Nitterthums über»
Haupt. Sein voller Name und Charakter ist
Adalbert von Nagy M iha l y und
Sztära, Vrior von Aurana, Ban von
Croatien und Dalmatieli. Mit der ersteren
WĂĽrde hat es folgende BewandtniĂź. Aurana
oder Wrana, in Dalmatien gelegen, wurde
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Szedler-Taasse, Band 42
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Szedler-Taasse
- Band
- 42
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1880
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 356
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon