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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Szedler-Taasse, Band 42
Seite - 264 -
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Seite - 264 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Szedler-Taasse, Band 42

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Andreas 264 ) Eödön sagten: nur für kurze Zeit. denn noch im nämlichen Jahre erlangte der Palatin Omodeus mit der Schenkung der ganzen Ungher Gespanschaft auch die mit dem Be- sitze derselben verbundene Grafenwürde. Wenn man die politischen Ereignisse ge« nannten Jahres (1290) betrachtet, in welchem die Ermordung Ladislaus' IV. und die Thronbesteigung Andreas' I I I . stattfand, ist solche Aenderung persönlicher Verhält» nisse. die jeder Regentenwechsel in bald größerem bald geringerem Maße mit sich bringt, eben leicht zu erklären. — 4. An- dreas lebte in der zweiten Hälfte des <6. und in der ersten des l?. Jahrhunderts, Sein Vater, ebenfalls Andreas mit Vor» namen, war mit 5usanna Aatafalussj^ ver« mält, welche demselben zwei Söhne, An« dreas und Franz, gebar. Der Letztere, nachmaliger Zempliner Vicegespan, pflanzte mit Margarethe Taros den Stamm fort. Die Nachkommenschaft seines älteren Bruders erlosch bereits in dessen Sohne Ladislaus. Andreas ist eine edle ritterliche Erschei» nung seiner Zeit. und seine Treue gegen den angestammten König erinnert an römische Tu» gend. Es war die Zeit. da Sigmund Ja» polya mit seinem zahlreichen Anhange Ungarn in zwei 3ager theilte; das eine hielt zum Rebellen, das andele zu dem recht» mäßigen Könige Ferdinand. Alle Mittel wendete der Empörer an, um auch An< dreas für sich zu gewinnen, dieser aber widerstand allen Versuchungen, und als er allein gegen die Uebermacht der Rebellen nicht länger sich zu halten vermochte, nahm er einen Theil von Lazar Schwendi's deutschen Söldnern als Besaßung in seine Burg auf. Um diese Zeit rüstete sich Z a» polya zur Belagerung von Tokai und auf seinem Marsche machte er Halt vor An. dreas Sztäray's Burg. zum Angriffe schreitend. Andreas wieS die Belagerer tapfer zurück, und Zapo lya . der im cffenen Kampfe keine Aussicht sah, nahm seine Zuflucht zur Bestechung. Gewonnene Verräthec suchten Andreas zu überreden, die Burg zu übergeben, dessen sich der wactere Schloßberr standhaft weigerte. AlS Bitten und Vorstellungen über ihn nichts velmochten. warfen sich die Werräther über ihn her. fesselten ihn an Händen und Füßen und schleppten ihn unter Mißhandlungen auf den Wall. Von da riefen sie den Be. lagere.n zu: dieser einzige Mann bade bis jetzt Niderstand geleistet, sie wollten sich. nun unter annehmbaren Bedingungen er< geben. Da drangen Zapolya's Truppen in die Burg. Andreas Sztaray aber schmachtete lange in harter Gefangenschaft, aus der er sich endlich nur mit schwerem Lösegeld befreite. — 5. Anton Graf Sztl i . ray ssiebe den besonderen Artikel S< 238). — 6. Gmerich (geb. 1693, gest. 1769). ein Sohn des Freiherrn Franz aus dessen Ehe mit Barbara Pe rsny i , war k. k. Käm» merer und wirklicher geheimer Rath. Nach Nagy's ,,NlHß5'2r'0i'523F osalääki o2>m«> rekksl 6s nsw.2ski-suäi ta!)1äkkg.1« Bd. X, S. 860 und 866 erlangte er. die Grafen« würde bereits im Jahre 1747; .nach dem „historisch.heraldischen Handbuch zum genea» logischen Taschenbuch der gräflichen Häuser" (Gotha 1833. Just. Perthes. 32°.). S. 982 erst 1797; da er aber um diese Zeit längst nicht mehr am Leben war. so müßten seine Söhne Johann Ph i l i pp . Anton und M i c h a e l die Empfänger des Grafen« diploms gewesen sein, was erwiesenermaßen eben nicht der Fall ist, da diese die Grafenwürde schon von ihrem Vater über« kommen haben. Das „Gothaische genealo» gische Taschenbuch der gräflichen Häuser" aber gibt in den früheren Jahrgängen 4797, in den späteren, seit 1862. 1730 als das Jahr an, in welchem die Familie Sztäray in den Grafenstand erhoben wurde. Ja, nack Ignaz Ritter von Schön- feld't „Adels.Schematismus des österrei. chischen Kaiserstaates" (Wien 1823. Schaum« bürg und Comp., 8",) I I . Jahrgang wird im Ahnenbuch S. 238 bereits Emerichs Großvater Franz, der in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts lebte, als Graf an» geführt. Graf Emerich war zweimal ver» mält, zuerst mit Anna Gräsin Zichu., dann mit Tyerese Du Vois de la Tournesse aus einer ulämischen Familie, welche schon durch Cnierichs Urgroßvater Stephan zu den Ahnen des Sztäray'schen Hauses gehört. Der Familienstand des Grafen Emerich, bestehend aus Kindern seiner zweiten Gattin, ist aus der Stammtafel ersichtlich. — 7. Gsdön, der in der zweiten Hälfte des vierzehnten Jahrhunderts lebte, wird als der einzige Sohn Ernö (oder wie er auch genannt wird: Endre) Sztäray'S an. aeführt. Er stand in König LudwiaS I. Kriegsdiensten und wird als Held gepriesen. I r ist aber auch der Stammvater der Fa»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Szedler-Taasse, Band 42
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Szedler-Taasse
Band
42
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
356
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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