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Sztattler 270 Johann
in der Mitte und vier Zinnen. Auf jedcr der
mittleren Zinnen steht mit beiden Fü
eine einwärtsaekehrte Tlsier, n. A. je ein
Rabe uon natürlicher Farbe, welche beide zu
sammen einen goldenen Finaerring in ihren
Schnäbeln halten. Auf dem Schilde ruh
die Grafenkrone, auf welcher ein ins Visir
gestellter niir blaugoloenen flatternden Helm
decken versehener «oldgefrönter Turnierhelm
sich erhebt. Auf der Krone des Helmes
stehen die vorbeschriebenen zwei Elstern oder
Raben mit dem Ringe. Schildhalter sind
zwei aufcechtstehende bewaffnete Seressaner,
welche mit beiden Händen den Schild er<
fassen. Ueber tne Verleihung des Wappens
siehe: „ I I . Denkwürdige Sprossen des
Grafenhauseö Sztäray". Ad albert. S. 263.
Nr. 1. im Texte.
Sztarek. Ludwig (Propst, gett. zu
Trencsin im Februar 4863). Ueber
seinen Lebens« und Bildungsgang liegen
nur spärliche Nachrichten vor. Tr wid
mete sich dem geistlichen Stande, wurde
Pfarrer zu Trencsin und zuletzt Propst
daselbst, in welcher Würde er auch starb.
Neben seinem priesterlichen Berufe betrieb
or geschichtliche Forschungen und sam-
melte, ein Freund der Numismatik,
Münzen. In seinem handschriftlichen
Nachlasse fand sich eine vollendete Ge«
schichte der Städte Sillein und TrencSin
vor, an deren Herausgabe er nur durch
den Tod verhindert worden war. In
der Folge wurde der Wunsch ausge-
sprochen, daß die ungarische Akademie
der Wissenschaften die Herausgabe dieses
Werkes übernehmen möchte. Seine Mün-
zensammlungen hat der Verblichene
dem ungarischen Nationalmuseum ver«
macht.
Ungarische Nachrichten (Pesther polit.
Blatt) 1363. Nr. 83.
Sztllttler. So schrieb sich auch der
polnische Maler A l b e r t C o r n e l Statt-
ler und der polnische Bildhauer He in.
rich Anton Stattler, deren Biogra. phien bereits im XXXVII. Bande dieseS
Lexikons auf S. 242 und 243 mitge«
theilt sind. Nachträglich sei hier noch
bemerkt, daß eine Biographie Heinrich
Anton Stattler's die Krakauer
politische Zeitung „0228«, d. i. Die Zeit,
5833. Nr. 108. im Feuilleton brachte.
Sztehlo, Johann (evangelischer
Theolog, geb. zu Petrovacz um
das Jahr 1790). Gr, gehört einer Fa>
milie an. deren Mitglieder seit mehr
denn 200 Jahren in der evangelischen
Kirche Ungarns geistliche Würden beklei-
den. Sein Vater Andreas (geb. 1758,
gcst. 18t 8), nach Erlaß des Toleranz.
Edictes der erste evangelische Geistliche
in der Bä.eSer Gegend, wirkte zunächst
als Seelsorger der Gemeinde zu Petro«
vacz. einem Graf Brunswick'schen
Dorfe unweit der slavonischen Grenze,
zugleich aber als solcher auch in allen
benachbarten evangelischen Gemeinden,
weiche in dieser durch die Türkenkriege
entvölkerten Gegend mit slavischen und
deutschen Colonisten angesiedelt wurden.
Bis 1796 Bäcser Consenior, wurde er
bei der Theilung des großen Seniorates
in drei Seniorate Senior von Bä,cs«
Syrmien, als welcher er im Alter von
66 Jahren das Zeitliche segnete. Ganz
in seiner Kirche, seiner Gemeinde, seiner
Familie aufgehend, war er dc»S Muster«
bild eines evangelischen Geistlichen. —
Sein Sohn Johann erhielt im Eltern«
hause, später zu Raab und Preßburg,
wo Männer wie 3ad. von N6meth,
Fabry. Stani s laid eS. Groß,
Superindendent Crudy auf den an«
gehenden Theologen wohlthatig einwirk»
ten, seine vorbereitende Erziehung, welche
an der Hochschule zu Wittenberg (1809).
an der zu jener Zeit H äubner.Nitzsch,
Schleußner. Schott, Weber lehr-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Szedler-Taasse, Band 42
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Szedler-Taasse
- Band
- 42
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1880
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 356
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon