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) Stephan 276 ) Stephan
Blustleiden, verbunden mit apoplektischen
Anfallen, nöthigte ihn zur Rückkehr in
seine Heimat, wo er etliche Monate spä
ter. erst 27 Jahre alt. seine Künftlerseele
aushauchte. I n Rom wurde der junge
Bildhauer von seinen Collegen entspre«
chend gewürdigt; als sich daselbst die
Nachricht von seinem Tode verbreitete,
bildeten die namhaftesten Bildhauer ein
Comitä. welches die Vollendung der von
Szubert zurückgelassenen Gruppe ,Ve
s'öngtlb Flvch" nachUhland's berühr
ter Ballade übernahm und aus dem Tr<
löse des WerkeS ein Denkmal für den
Künstler herzustellen beschloß.
0 2 25, d. i. Die Zeit (Krakauer polit. Blatt.
Fol., i836, Nr. 57, im Feuilleton.- „Tiatna
daräa, r-esd» ^. s-udsrta", d. i. Des
Sängers Fluch. Gruppe von L. Szubert.
Von Emil Maria P.
Szücs. Stephan (ungar. Rechts,
gelehrter und Fachschriftsteller,
geb. zu TiszadorS im Heveser Comi.
täte am 1. Mai 1814). Ob er einer der
vielen in Ungarn vorkommenden Adels«
familien Szücs angehört, ist nicht be,
kannt. Sein Vater war protestantischer
Geistlicher zu Tiszadors. Stephan
studirte in Debreczin, anfänglich die
Rechte, dann die Theologie. Hier«
auf trat er in genannter Stadt das
Lehramt der Poetik an, gab es aber
nach kurzer Zeit wieder auf, um in Me>
zötur, einem ansehnlichen Marktflecken
im Szolnoker Comitate. die Direction
der reformirten Schule zu übernehmen.
Doch sagte ihm diese Thätigkeit auf die
Dauer nicht zu. er widmete sich von nun
ab der Advocatur, arbeitete in EperieS
als RechtSpraktikant und erlangte im
Jahre 1838 das Advocaten« Diplom.
1839 wohnte er dem Preßburger Land.
tage bei und fand noch zu Ende dieses
Jahres eine Anstellung bei der ungari« schen Hofkanzlei in Wien, wo er seine
rechtSwiffenschaftlicben Studien ergänzte.
1840 erhielt er eine Professur der Rechte
am Collegium in Debreczin, später da»
selbst eine Richterstelle am königlichen
Gerichtshofe. Anfangs schuf SzücS
auf schöngeistigem Gebiete, und das De>
brecziner Unterhaltungsblatt „I^ant",
d. i. Die Laute, brachte in den Jahren
1833 bis 1836 mehrere metrische Bei«
träge des jungen Poeten. Dann aber
wendete sich seine schriftstellerische Thä»
tigkeit der ernsten Wissenschaft zu, und
hat er in dieser Richtung herausgegeben:
d. i. Ueber das Verhältniß
des gegenwärtigen Standpunktes der
ungarischen Rechtslehre zur Vergangen»
heit und über den zeitgemäßen Fort»
schritt (Debreczin 1840). mit dieser I n .
augurationsabhandlung eröffnete er seine
Vorträge als Professor der Rechte am
Debrecziner Kollegium; —
d. i. Wissenschaftlicher Führer im ungari«
schen Civilrecht (ebd. 1843) und „H5.5
, d. i. Das kleine Recht oder po«
pulare Rechtswissenschaft (ebd. 1343,
neue Auflage I846j. I n den Jahr-
gangen 1341 und 1842 deS .Athe-
näum" erschienen auch etliche Abhand-
lungen aus seiner Feder, darunter im
letzteren Jahrgang seine Skizzen aus der
rationellen Rechtsgeschichte (Vä.2o1g.tok
1846 wählte ihn die ungarische Akade«
mie der Wissenschaften zum correspon-
direnden Mitgliede ihrer rechtswiffen«
schaftlichen Classe. Er nahm seinen Sitz
in der Akademie mit einem Vortrag ein
über die geschichtliche Entwicklung der
positiven Rechtsphilosophie und über die
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Szedler-Taasse, Band 42
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Szedler-Taasse
- Band
- 42
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1880
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 356
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon