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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Szedler-Taasse, Band 42
Seite - 286 -
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Seite - 286 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Szedler-Taasse, Band 42

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i) Joseph 286 «Avorenyi, Joseph Propst von St. Stephan de Castro in (Kran, zuletzt Titularbischof von Novi. Ueberdies bekleidet der Prälat noch daS Amt eines Synodal«Lxaminators und ist pästlicher Ehrenkämmerer. bt 0i>2ü 1879, Norai:, gr. 8<».) S. 39 SzvorbNyi. Joseph (gelehrter Ci« stercienser, geb. im Dorfe Säta- palocz im Borsoder Comitate Un- garns am 3. Juli 1816). Sem Vater Franz, ein naher Verwandter des ge« achteten Schriftstellels Michael Szvo- rönyi ssiehe den Folgenden^, stammt aus dem Abaujvarer Comitate. Als Volksschullehrer zu Sä.tapalocz ul.ter« richtete er seinen Sohn in den Elementar» Zehenständen, dann kam dieser nach Erlau, wo er die Gymnasialclafsin durchmachte, gleichzeitig mit Vorliebe der Lecture der bestcn Werke der heimischen Dichtkunst sich hingebend. 47 Jahre alt, trat er, für den geistlichen Beruf sich entscheidend, in das Erlauererz bisch öf» licke Seminar ein, in welchem er die philosophischen Vortrage borte, aber auch sich selbst schon in kleineren litera- rischen Arbeiten, als Gedichten und der- gleichen, versuchte. Für die Muttersprache ftwärmend. war er einer der Mit« begründer des im Seminar entstandenen Vereines: ^laF^ar ^^or16 iskolH. Als er dann das theologische Stu» dium begann, nahm sein Geist eine ernstere Richtung, religiöse Stimmung durchwehte seine Lyrik und auch in seinen übrigen literarischen Arbeiten sprach sich weihevoller Ernst aus. Um diese Zeit erschien im zweiten Hefte 1838 der kirch- lichen Zeitschrift „^.naLtaLia" seine Ab» Handlung: „H.2 OA^Käsi k2.nAI,82a,t ös Q3.nFS26rekröI", d. i. Von der Kirchen» musik und ihren Instrumenten. Im dritten Jahr der Theologie trat er in der alten Cistercienser Abtei Zircz im Veszprimer Comitate als Novize ein, und nachdem er das Probejahr im Stifte vollendet hatte, wurde er von seinem Abte als Professor am Gymnasium zu Stuhlweißenburg angestellt. Am 10. Au» gust 1840 legte er zu Zircz das Ordens» gelübde ab, kehrte aber wieder auf seinen Lehlvosten zurück. In diese Zeit fallen mehrere seiner Arbeiten, aus denen wir folgende hervorheben: „NsFsieFk- ä68Ünk", d. i. Von dem Grunde unserer Zufriedenheit, im Jahrgange 1839 der sckon erwähnten „^.n28t23ia" abge> druckt; — «Mt tartsunk a puiloso- korätol. g. XVII. 32^2261^", d. i. Was sollen wir von der Philosphie als System betrachtet von der Zeit Plato's bis zum 47. Jahrhundert halten? Im Jahre 1842 wurde er Professor der Rhe. torik und als solcher unterzog er sich in Folge der Preisausschreibung der unga« rischen Akademie der Wissenschaften der Ausarbeitung des Werkes: „HsaFM?« ^Hss SH^Hö^s", d. i. Ungarische Schön« redekunst (Ofen 1846), welches unter fünf zur Bewerbung eingeschickten Werken des Preises von 400 Ducaten und einem silbernen Pocal würdig befunden wurde. 1849 erfolgte seine Ernennung zum Pro« fessor der Dichtkunst am Gymnasium zu Erlau, Neben seinem lehramtlichen Be> rufe war er aber nach dem InSlebentreten deS neuen Schulplanes im Jahre 1852 noch nach anderer nicht minder wichtiger Seite thätig, da er bei völligem Mangel an tauglichen Lehrbüchern in unga» rischer Sprache sich der Abfaffung solcher unterzog. Von diesen sind als Werke seiner Feder bekannt: „^Hs5 <K<5^Hs /ana", ,d. i. Die Lehre von der Rede» kunst (Rhetorik), wovon schon . bis
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Szedler-Taasse, Band 42
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Szedler-Taasse
Band
42
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
356
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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