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Ignaz 291 i ^ Gregor
^ poiLob, d. i. Biographien denkwürdiger
Armenier in Polen (Lemberg l856, 8<>.)
S. 293 u f. — NuvT-Iclopbäi^ z»o»
v 5 2 soIina, d. i. Polnisches Conversations.
Lexikon (Warschau 1865, Orgelbrand, gr. 8°.)
Bd. XXIV, S 463
Szymonowicz, Ignaz Freiherr
(S taa tsmann, geb. zu Wassi low
in der Bukowina im Jahre 1801, gest.
zu Kar lsbad in Böhmen am 3. Jan-
ner 187t). Nachdem er das juridische
Doctorat an der Hochschule zu Lemberg
erlangt hatte, trat er 1827 daselbst bei
der galizischen KammerProcuratur als
Conceptspraktikant seine dienstliche Lauf«
bahn an. Im Jahre 1830 wurde er
Fiscaladjunct. 1838 Rath bei dem Lem«
berger Landrechte. 1849 AppellationS«
Rath des galizischen AppellationsgerichtS,
4851 General-Advocat am Obersten Ge.
richts« und CassationShofe in Wien unter
gleichzeitiger Ernennung zum Hofrathe.
Während der vorgenannten Functionen
in seinem unmittelbaren Berufe amtirte
er zu wiederholten Malen als Dekan der
juridischen Facultät an der Lemberger
Hochschule, wirkte als Regierungscom«
rnissär bei der AuffichtScommisfion über
den galizifchen Creditverein und führte
als Appellationsrath die Zeitung der
galizischen KammerProcuratur. Als Hof»
rath erhielt er die Mission, die neue
Gerichtsorganisation in der serbischen
Wojwodschaft und im Temescher Banat
durchzuführen. Die eigenthümlichen Ver«
hältniffe in den genannten Ländern mach«
ten die Durchführung dieser Ordnung zu
einer sehr schwierigen Aufgabe, welche er
jedoch mit ebenso viel Tact als strenger
Unparteilichkeit löste. Dafür wurde er
denn auch im Jahre 4832 zum Präsiden«
ten des neuerrichteten Serbisch.Banater
Oberlandesgerichtes ernannt und bald
darauf mit kaiserlichem CabinetSschreiben ääo. 22. April 1834 mit dem Orden der
eisernen Krone zweiter Classe ausgezeich.
net. Bei der Auflassung genannter Be«
Horde erfolgte 1863 seine Ernennung
zum Senatspräsidenten des Obersten Ge«
richtshofts in Wien und bei Errichtung
des österreichischen Reichsgerichtes seine
Berufung zum Präsidenten des letzteren.
I n Würdigung der in seinem wich«
tigen Wirkungskreise geleisteten trefflichen
Dienste wurde er von Seiner Majestät
dem Kaiser mit ah. Entschließung vom
20. September 1838 zum wirklichen
geheimen Rathe ernannt und den Sta«
tuten des Ordens der eisernen Krone
gemäß im December 1863 in den erd«
ländischen Freiherrenstand erhoben. Seit
längerer Zeit leidend, suchte er Hilfe in
Karlsbad, fand aber statt dieser daselbst
den Tod im Alter von 70 Jahren.
Freiherrenstands-Diplom ääo. 20. De<
cember 1865.
Wappen. Gevierteter Schild. 1 und 4.- In
dem von Blau und Gold längsgetheilten
Felde ein pfahlartig aufgestellter dreiblätteri»
ger Eichenzweig in gewechselten Tincturen.
2 und 3; In Roth ein silberner Löwe mit
ausgeschlagener rother Zunge. Auf dem
Schilde ruht die Freiherrenkrone mit drei.
Helmen. AuS der Krone des mittleren er»
schwingen sich drei Straußfedern, und zwar
eine goldene zwischen zwei blauen. Aus jeder
Krone der zwei Seitenhelme wächst ein ein«
wärts gekehrter, rothbezungter silberner Löwe
hervor. Helmdecken. Die des mittleren
Helmes sind blau mit Gold; jene der beiden
äußeren roth mit Silber. Schild Halter.
Zwei gegengelehrte, rothbezungte goldene
Löwen, auf einer unter dem Schilde sich ver»
breitenden goldenen Arabeske stehend. De-
vise. Auf rothem Bande in goldener Lapi«
darschrift: »In vor i ta ts Victoria«.
Noch sind folgende Träger des Namens Szymo-
nowicz anzuführen: i. Gregor (geb. l?99.
gest. in Lember« am l4. Juni 187S). Wohl
ein Sproß der armenischen Familie, welcher
die beiden Vorgenannten entstammen. Dem
geistlichen Stande sich widmend, beendete er
die theologischen Studien in Lemberg. Im
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Szedler-Taasse, Band 42
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Szedler-Taasse
- Band
- 42
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1880
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 356
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon