Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Szedler-Taasse, Band 42
Seite - 292 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 292 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Szedler-Taasse, Band 42

Bild der Seite - 292 -

Bild der Seite - 292 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Szedler-Taasse, Band 42

Text der Seite - 292 -

iy, Simon 292 Simon Jahre l86l erfolgte seine Ernennung zum Erzbischof von Lemberg armenischen Ritus, als welcher er Mitglied des galizischen Land. tages und des Herrenhauses im österreichi« schen Reichsrathe wurde. Der Erzbischof war ein Anhänger der Verfassungspartei. — 2. Simon Szymonowicz (geb. in Lem» berg 1557. gest. am 3. Mai 1629). Der Sproß einer alten armenischen Familie, welche in Brzeian, einem vorzugsweise von Armeniern bewohnten Städtchen Galiziens. ansässig war. Einige Genealogen, wie S t a> rowolst i und Paprocki . haben ihn zu einem Ruthenen gemacht, aber spätere For« scher, unter Anderen der verdienstvolle Cho> dynicki, geben ihn seinem armenischen Volksstamme zurück. S imon Szymono« wicz, mit dem Prädicate Bendonski. hie und da, wohl in Erinnerung an den griechischen Dichter Simonides, der 480 vor Christus lebte, auch Simonides ge< nannt, war der Sohn eines Stadtrathes. Zunächst an der Hochschule zu Krakau wid» mete er sich den Wissenschaften, in welchen er sich dann auf auswärtigen, namentlich italienischen Akademien ausbildete. Nach seiner Rückkehr in die Heimat hatte er das Glück, mit dem damaligen Kanzler der Krone Johann Zamoyski bekannt zu werden, der ihn bald so schätzen lernte, daß er ihm anfänglich die Führung seiner Geschäfte, dann die Erziehung seines Sohnes ander» traute. In Würdigung der Verdienste, welche sich Szymonowicz um die Familie seines Gönners erwarb, schenkte ihm dieser ein kleines, bei Hamoso gelegenes Landgut und erwirkte ihm von König S igmund I I I . den Adel, in Folge dessen sich der junge EoelmannBendoüski schrieb. Diese Adels. Verleihung mag um das Jahr 1391 erfolgt sein. Einzelne Berichte melden nun. daß Szymonowicz Vo^ta i^ureatus gewesen, ferner daß Zamoyski ihm den Rittergüitel umgeschnallt habe. endlich daß Simon in den geistlichen Stand getreten sei. Was zu< nächst den i>o6ta. laureatus betrifft, so war Szymonowicz an und für sich Poet. der mit Ehren den Lorbeer trug, daß er aber je zum Dichter gekrönt wurde, welche Cere» monie erst den xosta laureatus äs laoto herstellte, ist nicht nur nirgends ersichtlich, sondern der Dichter erwähnt auch in keiner seiner Schriften dieses Umstandes, den er doch sonst kaum verschwiegen haben würde. Die Ümhängung deb Rittergürtels durch Zamoyski hebt sich einfach durch den Um» stand auf. daß dieselbe ein Vorrecht der Könige war, welches nur diese und nicht Personen des Hofes ausübten. Was endlich die Angabe betrifft, daß er Geistlicher ge« wesen sei. so ergibt sich auch vafür nirgends ein Anhalispunkt, denn weder er selbst nennt sich einen solchen, noch wird er als solcher von irgend einem seiner Zeitgenossen bezeich, net. Was ihm jedoch nicht bestritten werden kann. ist, daß er ein aottbeanaoeter Poet war. der zwar nur in lateinischer Sprache dichtete, aber von einem Iustus Lipsius mit Catu l lus verglichen und von seinen Zeitgenossen der lateinische Pindar genannt wurde. Als Poet gefeiert, lebte er am Hofe Zamoyski's. der viele und gelehrte Män. ner um sich zu versammeln pflegte, und starb daselbst auch im Alter von ?1 Jahren. Was nun seine Dichtungen betrifft, so wird hier von der Aufzählung der einzelnen Ausgaben derselben, welche für den Bibliographen und Sammler Interesse haben, um so leichter Abstand genommen, als erstens die in den Quellen genannten Schriften genauere Muf» schlüsse darüber ertheilen, zweitens aber auch von den Werken des Dichters eine tressliche Gejammtausgabe erschienen ist. Der Titel derselben ist: «simouis 8iiuoniä26 23oQ> äoüski I^sopolitaiii, HläßQi ^oa,n. Zkmoscüi k LsorOtioiilms aousiliig, ?iiiä2.ri latini, oi»el2> oinnia, guks i-s^rir! xotusiunt, oliin sparsiiQ eclita. nrmo w unnm oai- Isotz... xrooui-ünts ^,nFyIo Naria Du- l in i . . . " (Vnrsoviks 1772, W t^-ooFr»^!» All2l6rizna, 4". min., 348 und 47 S.). Eine altere Ausgabe der lateinischen Dich» tungrn des Szymonowicz unter dem Titel: »?osui2t2 aursa" besorgte Joachim Morsyusz zu Leyden in der Druckerei von Iac. Marcus 4619 in 12«. Außer diesen lateinischen Dichtungen von Szymono« wicz find auch einige seiner lyrischen Pro- ducte in polnischer Uebersetzuna heraus» gegeben worden, und zwar zwanzig Idyllen im Geiste Theokrit 's, unter dem Titel: ,8is1kuki" (Zamosc li»l4. Marcin kenski. 40., und noch öfter), und in neuerer Zeit in geschätzter Ausgabe zugleich mit ähnlichen Gedichten von Gawiüsk i und den Hir» tengedichten des Virgil übersetzt von Ios. LiPin Ski unter dem Titel: „8i6ianki xoi«. kio 2 r<52N?Qd piLarsöv zebr^us", h. j . Polnische ländliche Gedichte aus verschiede» nen Schriftstellern gesammelt (Warschau 1803,
zurück zum  Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Szedler-Taasse, Band 42"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Szedler-Taasse, Band 42
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Szedler-Taasse
Band
42
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
356
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich