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Taaffe (Genealogie) 298 Taaffe (Genealogie)
m'ster des Innern". — Ueber Land und
Meer. Allgemeine illustrirte Zeitung (Stutt.
gart. Hallbeiger, kl. Fol.) I8S7 (Bd. XVII I )
S. 466; — 1879 (Bd. XLI) S. 443. -
s« slstr^'2o^»1 äis^itstt ^.Idum«, d. i.
Die Heimat, Bilder und Biographien«
Album (Wien 1867, Sommer. 40.) Blatt 25.
— Tagesbote aus Mähren. 1808.
Nr. 2: „Die Männer der neuen Aera"
^diesr Ministerskizzen machten die Runde
durch die meisten Journales. — Fremden«
Blatt . Von Gustav Heine (Wien, 4«.)
1867, Nr. 74: ,Die Familie Taaffe". —
Allgemeine Zeitung (Augsburg, Cotta,
4«.) l9. Februar 1879: Nr. 50. S. 725; -
Nr. 201. 20. Juli. S. 294l: .Korrespondenz
aus Wien l7, Juli"; — Nr. 208, 27. Iul ' .
S. ^3l)4l: „An der Schwelle des neuen
Reichsratbs"; - Nr. 2l4. 2. August:
.Eorrespondenz aus Wien 29. Jul i" ; —
Nr. 224. <2, August: .Taaffe oder Hohen»
warth"; — Nr. 282, 9. Oclober.- ,2orre«
spondenz aus Wien 6. October"; — Nr. 341,
?. December: „Aus Oesterreich 5. Decem,
der"; — 1880. 4. Jänner. Nr. 4. S. 45:
„Correspondenz aus Wien 2. Jänner"; —
Nr. 60. 29. Februar: .Politisch.Kirchliches
aus Oesterreich"; — Nr. 82. 23. März:
,Das . Eoalitionsminisserium Taaffe"; —
Nr. 103, l4. April: ,Die Erfolge des öster.
reichischen Reichsraths".
Porträte, 1) Unterschrift: „Qi-ol ^aaSs
Näuärci ((.'2. k. LslÜF^Mwistel)". Ioh.
M a r a s t 0 n i (lithogr.) 1867 (i».); —
2) Utitrlschrift: „Ed. Graf Taaffe. k. k.
österreichischer Minister des Innern". Origi-
nalzeichnung von Fritz Kr iehuder (in
„Ueber Land und Meer", Band XVI I I ,
Nr. 29); — 3) Unterschrift: „Graf Eduard
Taaffe. k. k. österreichische: Minister des
Innern". Holzschnitt ohne Angabe des
Zeichners und Xylographen (in „Urber Land
und Meer". Bd. XKI, Nr. 23); — 4) Le«
bensgroßes Brustbild, nach dem Leben pho»
tographirt. Wien, bei Oskar Kr am er.
187U. 35 fi.
I. Zur Venealogie der Vrafcn Taasse. Die
Taaf fe. in deren Adern nach einigen
Genealogen normannisches Blut flieĂźen soll,
sind allem Anscheine nach eine aus Wales
nach Irland ĂĽ^ergewanderte Familie, welche
daselbst zu den ältesten Geschlechtern zählt,
da ihre urkundlich festgestellten Stammrrgj. ster bis in das 13. Jahrhundert zurĂĽckreichen,
in welchem ein Sir Nichard Taaffe, zur
Zeit Eduards I., Königs von England,
lebend, im Jahre 1287 starb. DaĂź die
Taaffe zu den begĂĽtertsten Familien des
Landes gehörten, dafür sprechen ihre nicht
selten bedeutenden kirchlichen Stiftungen,
welche in Urkunden aus der zweiten Hälfte
des 13. Jahrhunderts verzeichnet stehen. Wie
sehr sie aber in Ansehen gestanden, bezeugt
ein königlicher Freibrief vom 19. März 1336,
welchem zufolge Richard Taaf fe von
Castelumpnagh fĂĽr seine Lebenszeit von
der Stellung oder Untersuchung vor Jury
und Assisen befreit wurde. Sein Reichthum
aber erhellt aus einer nur ĂĽbersichtlichen
Anführung des Grundbesitzesi. der seiner Ge«
malin gehörte und aus 40 Häusern mit
GrundstĂĽcken, 2 MĂĽhlen. 8 StĂĽck Land,
80 Morgen, 200 Hutwkiden, 200 Waldun»
gen. 500 Morästen und Sümpfen u. s. w.
bestand. Von genanntem Richard setzt sich
das Geschlecht in ununterbrochener Folge
fort, uno wir finden die Sprossen desselben
immer im Dienste ihrer Könige, denselben
in allen Kriegen treu zur Seite stehend und
von ihnen dafür in mancherlei Weise aus«
gezeichnet und mit Schenkungen an Grund»
besitz, Befreiung von Zöllen und Verleihung
wichtiger und einflußreicher Rechte reich de»
dacht. Und zwei Hauptmomente sind es,
welche die Familiekennzeichnen, ihreunerschüt«
terliche Treue ge«en den angestammten König
und ihr Festhalten am katholischen Glauben,
für welche beide sie keinen Augenblick an«
stehen, zuletzt Güter, Rang und Freiheit auf»
zugeben, ja ihr Vaterland zu verlassen, nach»
dem sie erkannt, daĂź sie den Untergang ihrer
FĂĽrsten nicht aufhalten, daĂź sie mit ihrer
Glaubenstreue dein Widerstände der Gegner
nicht mit Erfolg mehr begegnen, daĂź sie.
alleinstehend mit ihrer Treue und ihren
Ueberzeugungen, dem Vaterlande nicht mehr
nützen können. Da wir denn doch ein öster«
reichisches Lerikon schreiben, so gehen wir,
indem wir die Geschirre dieser Familie, so
weit sie mit drren Stammlande auf das
innigste verflochten ist. überspringen, zunächst
auf den Zeitpunkt ĂĽber, in welchem dieselbe
zum Kaiserstaate in Beziehungen tritt, sie
eingehender behandelnd von dem Momente,
da die Taaffe festen FuĂź im Kaiserstaate
fassen und ihre Geschicke mit jenen der Monar-
chie bald mehr bald weniger innig oerwoben
sind. Die Stammtafel beginnen wir mit
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Szedler-Taasse, Band 42
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Szedler-Taasse
- Band
- 42
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1880
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 356
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon