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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Szedler-Taasse, Band 42
Seite - 304 -
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Seite - 304 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Szedler-Taasse, Band 42

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Lucas 304 Caaffe, Patrick lltaria Vngitta geborenen Gräsin Cyotek ver mält. welche ihm zwei Söhne, Rudolph und Johann, und eine Tochter Mar ia, später vermalte Graf R ind s mau l. gebar. M a r i a s Wiedervermälung, mit ihrem Schwager Franz ^S. 201, Nr. 3). dem jüngeren Bruder ihres verstorbenen Gatten, scheiterte an der Dispensoerweigerung des Papstes. Sie heiratete dann einen Grafen Malaba i la <2anale, dem sie noch einen Sohn und eine Tochter gebar. In hohem Alter dem Tode nahe, vermachte sie ihrem zweiien Gatten, statt ihrem Sohne aus erster Ehe Rudolph Grafen Taaffe, ihr ganzes Vermögen. — 9. Johann (geb. 28. Juni 1?64, gest. 1814). der jüngere Sohn seines gleichnamigen i765 plötzlich verstorbenen Vaters lS. 303. Nr. 8) aus dessen Ehe mit Mar ia geborenen Gräfin Chotek. widmete sich dem Waffendienste in der kaiserlichen Armee. Später trat er aus derselben auS, doch das Jahr 1314 rief ihn neuerdings zu den Fahnen. Als Oberst befehligte er mit Auszeichnung ein Landwehr>Regiment gegen die Franzosen. Noch aber war der letzte Feldzug nicht beendigt, als er in voller Manneskraft durch eine plötzliche Krankheit dahingerafft wurde, nachdem er noch auf dem Sterbebette das Patent eines General» Majors und daS Großkreuz des Leopold« ordens erhalten hatte. Graf Johann ver« malte sich im Jahre 1?89 mit Anna ge« borenen Gräsin Harsch, welche ihm einen Sohn und eine Tochter l^ siehe die Stamm» tafelt gebar. — 10. Kar l Graf Taaffe l^siehe die besondere Biographie S. 307^. — 11. Sucas, der im 17. Jahrhundert lebte, ist ein Sohn Johanns, ersten Barons von Bal lymote und ersten Viscount Taaffe von Corren sS. 303, Nr. 7). Gleich seinem Vater ein treuer Anhänger des Königs, war er zur Zeit der englischen Rebellion Gene« ral'Majoc in Connaught, im October 4649 aber Commandant des festen Platzes Roß, welchen er mit <200 Mann Infanterie wider Cromwel l vertheidigte. Als nach Erobe« rung des Königreichs zu Downmore der Friede geschlossen wurde, ergaben sich den Fliedensartikeln gemäß auch Lucas und sein Bruder Franz. der schon während der Rebellion 1641 als Oberst gedient hatte, sammt ihren Truppen. Lucas. dessen Leben und Vermögen verfallen, mußte sich flüchten. Er diente nun als Oberst in Italien und Spanien, kehrte aber später nach Irland zurück, wo er auch starb. Er wurde zu Ballymote begraben. Aus seiner Ehe mit Elisabeth 5tept)enson, Tochter des Vsquire von Dummolin in der Grafschaft Limwerick, hin terließ er nur eine Tochter Mary . die sich mit Richard Burke von Derrv Mac laughtny vermalte. — 42. Ludwig Graf ssiehe die besondere Biographie S. 30sj. — 13. Nicolaus (gest. l. Juli 1690). ein Sohn des Viscount Theobald Taaffe ^S. 303, Nr. l?) aus dessen erster Ehc mit Mar ia White von Leir l ip. Gleich seinen übrigen Brüdern, von denen zwei. Johann und Wi l l i am, einen frischen fröhlichen Soldatentod fanden, erwählte auch er den. Waffendienst zu seinem Lebensberufe. Bereits in früher Jugend diente er im soa< Nischen Heere, in dessen Fußvolk er durch neun Jahre im Mailändischen stand, worauf sich Kaiser Leopold I. in einem eigen« händigen Schreiben (ääo. Wien 13. März 1666) bei dem Feldherrn der spanischen Truppen Ludwig de Guzmann für drn jungen Taaffe um eine Ofsiciersstelle im Reiterdienfte verwendete. Später sehen wir Nicolaus im geheimen Rathe König Ja« cobs I I . Im Jahre l689 wurde er als Botschafter nach Wien geschickt. Als sich während seines Aufenthaltes daselbst die Nachricht verbreitete, daß König Jacob gezwungen sei, nach Irland zu flüchten, kehrte er unverzüglich in seine Heimat zurück und trat in die irländische Armee, in welcher er, die Garden des Königs befehligend, ein Opfer seiner Vasallentreue, in der Schlacht am Boynefluß siel. Seine Ehe mit Nar^, Tochter des Esquire lvild von Vildhouse, blieb linderlos. Da sein älterer Bruder Wi l l iam schon mehrere Jahre vor ihm im Türkenkriege gefallen war, hatte er die Würden des Viscount und Carls von Ear» l ingford geerbt, welche bei seinem Tode auf seinen jüngeren Bruder, den berühmten Gene- ral undzStaacsmann Franzl^S. 30t. Nr. 4), übergingen. — 14. Nicolaus Graf Taaffe lsiehe die besondere Biographie S. 311). — 1». Patrick Taaffe lebte im 17. Jahr» hundert. Er rvar Geistlicher und Feldcaplan des Obersten But t le r , der in dem tragi» schen Ende Wallenstein'S eine so hervor- ragende Rolle spielt. Ein Geistlicher aus Regensburg schrieb an Pater Pa t r i c ius Taaf fe, ihm mitzutheilen, wie Wallen» stein's Erecution zu Tger vor sich gegangen sei. Dieser Aufforderung kam Pater Pa»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Szedler-Taasse, Band 42
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Szedler-Taasse
Band
42
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
356
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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