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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Szedler-Taasse, Band 42
Seite - 308 -
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Seite - 308 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Szedler-Taasse, Band 42

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Taaffe, Ludwig Patrick 308 Ludwig Patrick und von zwei nachfolgenden Zügen unterstützt, dieselbe vollkommen warf In seinem stets bei der leichten Avant» gaidebrigade Simbschen eingetheilten Regiments bewährte er sich durch um sichtige entschlossene Führung seiner ES cadron in den beiden Schlachten von Komorn am 2. und 11. Juli, sowie in den Kämpfen bei Szöreg am 5. und bei TemeSvar am 9. August so hervor» ragend, dah er mit dem Militär« Verdien stkreuze(Kriegsdecoration)ausge« zeichnet wurde. Im italienischen Feldzuge 1839 meldete er sich, obwohl bereits aus der Activität getreten, neuerdings zur Diestleistung vor dem Feinde, doch der schnelle Friede zu Villafranca machte seine schon erfolgte Eintheilung wieder rückgängig. Kurz darauf brach eine sehr schmerzliche Krankheit über ihn herein, welcher er nach zehnjährigem schweren Leiden im Alter von 31 Jahren erlag. Da er unvermält geblieben, ging das Familiengut Ellischau nun in den Besitz seines jüngeren Bruders Eduard, ge« genwartigen Minister-Prasidenten, über. Gras Kar l Taaffe wurde in einem Nachrufe als ritterlicher Charakter, als tapferer Ofsicier, als gebildeter Edel» mann und ausgezeichneter Kamerad gerühmt und sein früher Tod in der Armee allgemein betrauert. lThürheim (Andreas), Die Reiter-Regi, menter der k. k österreichischen Armee (Wien 1863, Geitler. 8«) Bd. I I I : „Die Uhlanen", S. lO2. !07, l l i . Taaffe. Ludwig Patrick Graf (Staatsmann, geb. zuBrünn am 23. Dec. 1791, gest. in Wien 21. De- cembec 1833). Sohn des Grafen Ru« dolph aus dessen Ehe mit Iosepha Gräfin Haugwitz. Nachdem er seine Studien theils am Therestanum (1799 bis 1801). theils an der Universität mit glänzendstem Erfolge zurückgelegt hatte, betrat er im Alter von 20 Jahren die Laufbahn deS öffentlichen Dienstes. 1811 erhielt er in Folge der mit vorzüg« licher Befähigung bestandenen Richter« amtsprüfung eine Auscultantenstelle bei dem niederösterreichischen Landcechte, und schon im nächsten Jahre sah er sich ob seiner ausgezeichneten Verwendbar» keit zum niederösterreichischen Landrechts- Secretär befördert. Noch während er diesen Dienstposten bekleidete, unterzog er sich den strengen Prüfungen zur Er« langung der juridischen Doctorwürde, welche ihm auch nach öffentlicher sud ausriioiis Imperators abgehaltener DiS« putation unter Ueberreichung des mit dem Namenszuge deS Kaisers gezierten Brillantringes feierlich verliehen wurde. In demselben Jahre, 1813, erwarb er sich durch seine bejondere Verdienstlich« keit eine Landrathstelle in Brunn. Auch wurde er durch Verleihung der k. k. Käm« mererwüroe ausgezeichnet und von den Ständen Mährens und Schlesiens in die Landschaft aufgenommen. Gleich« zeitig jungirte er als Beisitzer bei der mährisch«schlesischen Tcbsteuer. Hofcom- mifsion, als Referent bei dem Huäioium. äsIo^Htuin militars mixtum, und als Director bei dem Leihversatz- und Zei« tungSaaue. I n Berücksichtigung der in so verschiedenen Beziehungen bewahrten Leistungen erfolgte 1814 seine Berufung zum Appell.ationSrathe in Venedig, im nächstfolgenden Jahre aber wurde er in gleicher Eigenschaft zu dem neu zu orga« nisirenden Appellationsgerichte in Mai« land übersetzt. Der neue WirkungS« kreis bot ihm Gelegenheit, sein Organi« sirungS. und Verwaltungstalent zu be» thätigen, und in Anerkennung seiner Verdienste wurde er 18l8 zum Prüsi« denten des Mercantil. und Wechsel«
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Szedler-Taasse, Band 42
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Szedler-Taasse
Band
42
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
356
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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