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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Terlago-Thürmer, Band 44
Seite - 127 -
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Seite - 127 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Terlago-Thürmer, Band 44

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Thalderg. Slgismuild 127 Thalberg, den ..Einzelnheiten" ihrem Wort laute nach mitgetheilt. Im Uebrigen beschränken wir uns ! nur auf Angade eines Akrostichons in der z Theater «Zeitung. Ned. und herausgegeben ! von Aoolph Bäuerle (Wien, 4".) 184«), S. l366: „Impromptu nach Thalberg'5 Con- certe in München". Von Mielach. Die An fangsduchstaben dieser Verse, in welchen der Virtuos mit dem hundertbändigen Niesen Briareus der Muthe verblichen wird. bilden! ' den Flamen Thalberg. V. Eiu)ell)eiteu. Ei« Schüler Thalbcrg's. Im traditionellen Schnlsinne hatte THal- derg in Neapel nur einen einzigen Schüler, der nach dem Tode des Meisters dessen künst- lerische Erbschaft mit Fug und Recht antreten konnte: Benjamin» Cesi. Dieser gründete im Jahre l«?6 eine Gesellschaft, nach ihm (5irl.-olo Cesi benannt, welche sich die Pflege edler Hausmusik zur Aufgabe stellte. Am ?. Jänner 1877 inaugurirte sie ihre biographischen Abende mit einer tonkünstlerischen und oratorischen Huldigung Th alber g's. Die Festrede auf denselben hielt Abbate Lustro, der in schwung vollen Linien die künstlerische Vaufbahn des Meisters zeichnete und durch sorgsam gewählte Einzelheiten das Bild des Menschen, wie des Künstlers zu lebendiger Wirkung gestaltete. Diese Rede ist auch im Druck erschienen, doch kann Heransgeber den genauen Titel der Schrift, da er sie nicht zu Gesicht bekommen, nicht angeben. — Thalberg in Mailand. Es war zu Ende der Dreißicler«Iahre. als sich Thalberg zugleich mit Liszt in Mai- land befand, um daselbst zu concertiren. (5s gelang, die beiden Heroen des Piano zu be< wegen, im kleinen Saale der Scala vereint em Concert zu geben. Und da sich an dem selben noch Morier, Franz Tchoberlech- ner, Ouiggi vmd Pedroni beteiligten, geschah es, daß die Ouvertüre der „Zauber- flöte" von sechs Meistern auf drei Pracht- flügeln zugleich gespielt und so den Zuhörern ein Schauspiel geboten wnrde. das in den Annalen der ausübenden Kunst wohl einzig bleiben dürfte. I n Mailand hieß man diese Production das „Sechzig-Finger'(5otu-ert". das unter dem Titel ^eoncei-to 2 vesäHNta. ditu^ noch heute daselbst in Erinnerung ist. Die Kritik machte damals mit Bezug auf Thal- berg und Liszt Parallelen, wie solche auch Dante und Petrarca. Michael Angelo und Naphael Sanzio, sogar Goethe und Schiller über sich haben ergehen- lassen müssen-. am nächsten kam der Charakter istit des Spiels folgender Ausspruck eines Kri- tikers: „THalderg repräsentire in seinem Gauierspiele die Anmuth, die sieghafr? Grazie. L iö ; t die Alles überwältigende Macht der Harmonie". — Zedlitz an Thalberg. Die „Iris" »om, Jahre 185» bringt folgende Distichen des berühmten Sängers der „Tod:en kränze" an den damals ssefeierten Tonheros: „Donner rollen, es kracht urewigrs Eis in den kolken, j Blitze zucken und wild st.'cr<i sich vom Felsen der Bach! ^ Aber die riesigen Kulmen vergoldet die Sonne, es flöten j Nach. tigallen, es zirpt sorglos das Heimchen umher! Nuhig schaffend, das Größte, sowie das Kleinste bestellend, ^ (bleichestdu G oethen, nein, mehr — gleichst du der hehren Natur!" — Thal« berg's Leiche. Im Jahre l873 meldeten d:^ Journale, daß der Witwe Th al berg's, dessen Leichnam sich durch d'inbalsamirung vollständig lebenüähnlich rr^ülccn habe, gestattet worden sei, denselben aus dein Grabmale herausnehmen und in einem Glat'sarge in il'rer Villa anl Pausilippo aufstellen ;u lassen. (5'ine Widcr legung dieser Nachr'cht ist nicht erfolgt — Thalbcrg und andere zeitgenössische 35ir» tuoscn. Die Pariser,,1^ l'r^l>«o"- charakte risirt die damaligen zeitgenössischen Virtuosen in folgender Weise.- „Thalberg ist ein König; !ziiszt ein Prophet; Chopin ein Dichter; Her,z e^n Advurai; K a l k b r e n n e r e^n Minstrel; Döhler ein Pianist und Madame Pleuel eine Sibnllc. VI. Zur Diograpl)ic und Aritik Thalberg's al« Virtuos und Componift. A l l g e m r i n e r musika l ischer A nzeiger (Wien, Tob. Haslinger, !,".) 1. Iahr,q. (l82!>), S, lt> lüder (>i>. ^^; — v i . Jahrg. lüber Oi>. l-^; — V11I. S. :>7. 69, k:;. lul und l:;:i l^ üder Qp. i^. l:;, <<:, l? und l!^; — Xl l . Jahrg. (l84<». S. l8o l.über (izernn's Arrangements der Thalbcrg'schen Oi'crll l2, l4. l7 und :;'.»j. — A l lge in eine Ze i tung (Augäb urg, (^'otta, 4".) l84o. S. ^779: „Ferdinand <?) Thalberg" sder Virtuos bekommt hier den unrichtigen Taufnainen F erdinand, da er doch Sig ismund heißt^. — Frankl (Lud wig August). Sonntagsblätter (Wien,, gr, 8") I I . Jahrg. <«84:j). S. <',?ö: „Thalberg". .-- Der F r e i ni ü t h i g c (Berlin, schm. 4",) XXXVi. Jahrg. (l8:l!>), i4. Jänner, Nr. i>^: „Thalberg". Von H. I . — Freniden' B l att. Von Gustav H e: n e (Wien. 4".) i87l. Nr. 1 i8:
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Terlago-Thürmer, Band 44
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Terlago-Thürmer
Band
44
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1882
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
360
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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