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Thalderg, Sigisunmd 130 Sigiömund
Vran i t zky . Orchefterdirector beider Hof«
theater in Wien (geb. 30. December 1756.
gest. 28. September 1808): „^ei-^tto k. Viol.,
Viola, 6 Vicilo.". Außer diesen größeren selbst-
ständigen autographischen Werken enthielt die
Sammlung noch vier starke Volumina mit
kleineren Autographen. Davon brachte das
erste Volumen Autograpbe folgender öster-
reichischer Componisten-. Moriz Graf Die«
trichstein: „An mein Klavier"; Georg Ra-
phael Kiesewetter; Baron Niclas Krufft ;
I . F. v. M osel; Karl Pöltz; Wilbem K l i n--
genbrunner; Franz Schuber t : „Die
Forelle"; Franz S. Kandler; Ioh. v. Me-
boffer; Ios. u. B l u m e n t h a l ; Karl
(5zernn; Ant. Diabel l i ; Joseph Eybler;
Stephan Franz; Em. A. Förster; I . G.
Fröhlich; Johann Fuß; Conradin K reutzer;
Franz Xav. Geb auer; Abb^ Ios. Gelin ek;
Mauro Giu l ian i ; Adalb. Gyrowetz;
Peter Haensel; Ios. Henneberg; I . N.
Hummel; I . B. Arnold; F. A. Kanne;
Ferdinand Kau er; Leop. Kozeluch; Ios.
Kinükn; Franz K r o m m er; M. I . 3 e id e s-
dorf; Ios. Mayseder; Jg. Moscheles;
Hieronym. Paner; Ios. Peter P i r is ; Ios.
Preindl; Franz Roser; Sal ier i ; Ignaz
v. Seyfr ied; Abb<5 Marimilian Stadler;
Matthäus S tegmayer ; S tegmaye r.
Sohn; Mich. Umlauf; Ios. Weigl; Anton
Wranitzky; Johann Gänöbacher; das
zweite Volumen 69 Autograpbe, darunter von
den Oesterreichern: Ign. Ritter v. Senfried;
Fr. Süßmaner; Ios. Strauß; W. A. M o<
zart; F. W. P i ,r i s; Paul M aschek; An ton
Sal ier i : das dritte Volumen ll>2 Autographe,
darunter von den Oesterreichern: Erzberzog
Rudolph: ein „<ün.^i-iccio"; Franz Schu«
bert: „Der Blumen Schmerz"; Ludwig von
Beetdoven: „Aus Schiller's Wilhelm
Tell"; Ioh. Hugo Worzischek; Moriz
Haupt mann; Heinrich Proch; Adalbcrt
Gyrowetz; Seyfried; Ioh. Vcsque von
Pü tt l ingen; Georg H e l l m e Z b e r g e r.
Vater; Leopold Iausa; Ios. Edler u. Blu.
menthal; Ios. Fischhof; Karl Haslingcr;
Wenzel Mül ler; Dessau er; Lcop. Edler
von Sonnleithner; Ios. Gänsbacher;
Stegmayer; Karl Doblhoff-Dier; Ios.
Böhm; A. Reicha; Ignaz Schuster;
Wenzel Plachy; B. Randhartinger;
Ant. Bib l ; Iol. Weigl; Gottf. Preyer;
Ferdinand Schuber t ; Horza lka; Ios.
Benesch; Ed. Fre'ch. v. Zannoy; das vierte
Volumen 47 Autographe, darunter von den Oesterreichern: Tob. Haslinger; Rzeha«
, czek; Gust. B a r t h ; Ludwig Ro t te r ;
I . Fuchs; Alois Taur; Jg. Lewinsky;
Franz S. Hölzl; I. F. Kloß; außerdem
neun Umschläge: i) eigene Handschriften jener
Tonseher, die sich um die Vervollkommnung
der Tonkunst die meisten Verdienste erworben
haben; 2) Autographe von Musik «Schrift«
stellern und Componisten (Briefe), darunter
von dem Kremsmünsterer Prior Placidus
Fir lmüller; 3) eigenhändige Briefe von
Bernard Romber g in Hamburg (33 St.);
4) eigenhändige Briefe von Felir Mendels«
sohn«Barthold o aus den Iahren 1830 bis
1847 (ii> Originalbriefe); 3) Autographe be-
rühmter Personen aus dem sechzehnten, sieb«
zehnten und achtzehnten Jahrhunderte; a) Auto«
graphe hoher Personen; 7) Facsimile der Hand«
schriften berühmter Komponisten; 8) Reliquien
der Familie Mozart, und zwar genaue Ab«
schriften von Originalbriefen Moza r t's
s34 Stück). Documente, die Person Mo«
zart's betreffend (8 St.), Gedichte. Bemer<
kungen, Notizen, die Person Mozart's be>
treffend ( l l St.), vierzehn einzelne Briefe,
drei Originale von Mozart; ,zwei Copien
von Musikstücken, ein Entwurf zu einer Posse,
je ein Brief von Marianne Mozart. Mutter.
Marianne Mozart, Schwerer, von Mo<
zart's Sohn, von Karl Mozart, von Leopold
Mozart, von Constanze Mozart, zwei
Briefe von G. N. Nissen, je ein Brief von
Domenico Guardasoni, Joseph Lange,
Andreas Schachtner. Billet von Schi»
tan cd er, Autograph von Anna Gott lieb.
Die in vorstehender Uebersicht mit einem Stern«
chen (*) bezeichneten Stücke tiielt Thalberg
für Röchst werthuoll.
Thalberg und Liszt in Wien im Jahre 1838.
Aus des langjährigen Redacteurs der „Wiener
Musik-Zeitung" Dr. August Schmidt Hand'
schriftlichen Memoiren. Dieser schreibt: „Am
Virtuosenlummol erglänzte zu jener Zeit ein
Doppelgestirn, das alle anderen Sterne an
Glanz und Schimmer überstrahlte. Es war
das Pianistenpaar Thalberg und Liszt.
Bei der Nebeneinanderstellung dieser beiden
Virtuosen scheint gegenwärtig eine Vergleichung
um so weniger gerechtfertigt, als der Eine
vom Schauplatze seines Wirkens langst abge«
treten und auch in der letzten Periode seines
Lebens und seiner künstlerischen Thätigkeit sich
über den Höhepunkt seiner damaligen Errun«
genschaft in der Kunst nicht erhoben hat,
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Terlago-Thürmer, Band 44
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Terlago-Thürmer
- Band
- 44
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1882
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 360
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon