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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Terlago-Thürmer, Band 44
Seite - 135 -
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Florian 133 Thaler, Franz (Christian) kaiserlichen Rathes und Conservators A. Camesina, dieses jüngst verstorbe- nen anerkannten Alterthumsforschers und > Kunstkenners, ordnete er die Schatzkammer des Stiftes; ferner überwachte er die male (Wien. 4".) IX. Iabrg. (l8U4), Mär;- und April heft. Thaler, auch Thllller, Franz (Chri stian) (Bildhauer, geb. zu Wörgl Restauration des bekannten Klosterneu-! in Tirol 8. Juli 1739, gest. in Wien burger Stammbaumes und erlebte end- z am 23. April 1847). In seiner Kunst lich auch die Erfüllung seines Lieblings- Wunsches: die bis zu seiner Zeit völlig unbeachtet und unbekannt gebliebenen herangebildet von Franz Sales Nißl >M. XX, S. 371/> in Fügen, ging er 4782 nach Augsburg, wo er unter Gemälde an der Rückseite des Verduner i Verhelft meißelnd, an der Akademie die Altares, welche aus den Jahren 1324! ersten Preise gewann. Hierauf begab er bis 4330 stammen, an das Licht gezogen ! sich nach München, arbeitete daselbst zwei und zweckmäßig hergestellt zu sehen. Ob- wohl man annehmen sollte, daß ein Ge- ^ Jahre bei Johann Prezner und kehrte dann nach Fügen zurück, um seinem frü° lehrter von der Bedeutung F lo r ian > heren Lehrer Nißl bei den Arbeiten für Thaller's seine Thätigkeit nicht blos ^ die Kirche in Viecht hilfreiche Hand zu auf Vorweisen und Erklärung der Kunst- schähe beschränkt, sondern seine Forschun- leisten. Erst im Jahre 1786 kam er nacb Wien, wo er die Bildhauerschule der k. k. gen über die werthvollen Sammlungen! Akademie der bildenden Künste besuchte des Stiftes auch schriftlich aufgezeichnet,! und 1792 den großen akademischen Preis daß er als Professor eines ebenso wich-! erlangte. Am 8. Juli 1802 am k. k. tigen wie anziehenden Gegenstandes, wie! Münz» und Antikencabinet als Cabinets- es die Kirchengeschichte ist, auch eigene! diener mit einem Iahresgehalte von Vorlesehefte niedergeschrieben und über- l 400 st. aufgenommen, erhielt er zwei Haupt manche andere Schriften, wenn sie! Jahre später, am 9. Februar 1804, auf auch nicht in die Oeffentlichkeit drangen,! Vorschlag des Directors Neumann den zurückgelassen habe, so gelang es mir trotz Charakter eines k. k. Antikencabinets- aller Bemühungen doch nicht, Aufschluß Bildhauers. Da er, wie es in einem De- darüber zu erhalten, und ich muß meine! crete heißt, „als Tausendkünstler und sehr Angaben auf die vorstehenden ziemlich i geschickter Bildhauer mit Restaurirung dürftigen Notizen beschränken. Zum! beschädigter Monumente, mit häufigen Schlüsse sei noch angeführt, daß Thal ler! anderen Kunftarbeiten für das Antiken - cabinet alle Hände vollauf zu thun" hatte, so wurde an seiner Statt ein an- corresvondirendes Mitglied der Central commisfion für Erforschung und Erhal tung der Baudenkmale war, und daß in seiner Todesanzeige bemerkt ist: „daß diese Commission an ihm einen tüchtigen Korrespondenten verloren habe", woraus denn auf seine oben erwähnte schriftstel- lerische Thätigkeit mit Recht geschlossen werden kann. Mit thei lungen der k. k. Centralcommission für Erforschung und ssrhaltung der Baudenk« derer Cabinetsdiener beigestellt. Während des Wiener Congresses 1813 modellirte er in Gyps die Büsten des Kaisers F r a n z I., der Kaiserin 3 udovica, des Kaisers von Rußland Alexander I., des Königs von Dänemark Fried- rich VI., des Königs von Preußen Friedrich Wilhelm III., des Königs von Bayern Maximilian Josephe
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Terlago-Thürmer, Band 44
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Terlago-Thürmer
Band
44
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1882
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
360
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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