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Thaler, Joseph 138 Thaler, Karl
gelegt, und zwar in der Volks- und
SchützeN'Zeitung: „Ueber die unter-
irdische Stadt Maja an der Stelle des
heutigen Meran" ^1839, Nr. 33, 37 und
38^, wovon auch ein Sonderabdruck er-
schien; — „Alterthümliches aus Kains"
^1838, Nr. 30^-, — in der Vereins-
gabe des Meraner Lesevereins:
„Der heilige Corbinian mit besonderer
Rücksicht auf Tirol" ^IV. Jahrg. (1862),
S. 32, und V. Jahrg. (1864), S. 62^;
— „Historisch-kritische und andere Be-
merkungen zu Aribo's Vjtg. 8. Oor-
dwiani" >^1V. und V. Iahrg.^; — in
der Ostergabe des Meraner Lese-
Vereins: „Die uralte Pfarre und Kirche
zu St. Peter bei Tirol" ft839, S. 3 u. f.,
vergleiche darüber die „BozenerZeitung",
1839, Nr. 30^j. Seine letzte größere und
verdienstlichste Arbeit war das Werk:
„Ner deutsche Antheil üe5 Nisthnms Trient.
Tllpll8laM5ch-.hi5tllri5ch-2tlltl2ti2ch null archälllll-
ssizch beschrieben uan Mehreren nnll Hrran5grgrbeii
nun den Bcreinen für christliche NunZt und Archäa-
logie in Nuzen nud Nlrran" (Briren 1866,
A. Weger, 8".), dessen erster Band, den
Thaler selbst redigirt hat, die Dar-
stellung des Bisrhumä Trient im Allge^
meinen und der vier oberen Decanate des
deutschen Antheils: Schlanders, Meran,
Paffeyer und Üana nebst den Seelsorgs-
stationen der deutschen Gemeinden am
Nonsberg insbesondere enthalt. T h a l er,
der das hohe Alter von 78 Jahren er-
reichte, stand mit vielen deutschen und
italienischen Gelehrten im Verkehr und hat
sich durch sein harmloses, wohlwollendes
Wesen viele Freunde erworben. „Er war",
wie Ludwig Steub, der gründlichste Dar-
steller tirolischer Zustände, schreibt, den
wir unter dem S. des kurzen Nach»
rufes, welchen die „Allgemeine Zeitung"
Thaler widmet, vermuthen, „einerjener
guten alten Herren, die unter dein kriege» rischen Clerus unserer Tage immer seltener
werden".
Als Joseph Thaler's Geburtsort wird bald»
Ulten, bald St. Pan^raz, wieder von Anderen
Pendere;. was offenbar eine durch Druckfehler
heroorgegangene Entstellung des St. Panfraz
ist, bezeichnet. — I l lustr i r te Zeitung
(Leipzig. I . I . Weber. tl. Fol.) Bd. I I
(Januar —Juni 1844). Nr. 44. S. 34«:
„Literaturzustande in Tirol". — O e
st e r-
reichisch es Mor genb l at t (Prag. 4°.)
1858. Nr. 3. S. 32: „Poetische Literatur in
Tirol". Von Walther von Metz. — All«
gemeine Zeitung (Augsburg, (5otta. 4°.)
l877. Beilage 4: „Aus Tirol". Von S.(teuv?)
Ein anderer Joseph Thaler (gest. zu Serten
am 20. November 18<»4). Gutsbesitzer und
Standesschütz in Tirol, stand als tapferer
Landesvertheidiger im Jahre l848 auf der
Grenze am Kreuzberge. sNiener Zeitung,
1864. Nr. 287, S. 6<i4 ) — Ueber einen Joseph
Mar ia Thaler (gest. im Februar 1872).
Propst in Bozen. berichtet die „Neue Freie
Presse", 1872, Nr. 2707, in einer (5orresuon-
denz aus genannter Stadt: „Der vor Kurzem
dahingegangene Propst von BoM Joseph
Mar ia Thaler war ein Mtramontaner von
reinstem Wasser. Er berief wiederholt die
Jesuiten zu Missionen, unterhielt eine wohl-
geordnete geistliche Polizei, die ihn in alle, auch
die geheimsten Familien< und persönlichen Ver-
bältnisse seiner Schäflein einweihte. Daneben
besaß er aber eine so feine Gabe deö Umgangs
und wußte sich so tlug zu benehmen, daß er
insgemein als der Liebling des frommen Ge-
schlechtes galt. dem er sich auch stets als treuer
Hirte erwies.
Thaler, Karl von (Schriftsteller,
geb. in Wien am 30. September 1836).
Der Sohn des Statthaltereisecretärs
Karl von Thaler aus dessen Ehe mit
Anna A n t o n i a geborenen N i b a ,
deren Lebensskizze S. 1— mitgetheilt
wurde, verlebte er den größten Theil
seiner Jugend zu Innsbruck. Daselbst
besuchte er von 1847 bis !8">0, sowie
von 1831 bis 1854, in der Zwischenzeit
1850—1831 aber zu Brixen das Gym-
nasium. Eine Zeit lang trug er sich mit
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Terlago-Thürmer, Band 44
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Terlago-Thürmer
- Band
- 44
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1882
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 360
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon