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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Terlago-Thürmer, Band 44
Seite - 140 -
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Thaler (Familie) 140 Thaler (Lieutenant) sehr zu statten. Zum Protestantismus (A. C.) übertretend, vermalte er sich am 28. Februar 4881 mit Adamine von der Becke, geborenen Baumgartner. Brummer (Franz). Deutsches Dichter-Lerikon, Biographische und bibliographische Mitthei, lun^en über deutsche Dichter aller Zeiten. Mi< besonderer Berücksichtigung der Gegenwart. Für Freunde der Literatur zusammengestellt (Eichstätt und Stuttgart 1877. Krüll. schm. 4".) Bd. I l , S. 424. — Bote für T i ro l und Vorarlberg, 1370, Nr. 57. — Kurz (Hcin> rich). Geschichte der neuesten deutschen Litera tur von 183« bis auf die Gegenwart. Mit ausgewählten Stücken (Leipzig 1872, B. G. Teubner, schm. 4".) S. 47. — Laib ach er Zeitung, 1370, Nr. ^39. im Feuilleton: „Literarische Streifzüge. XIV. Karl von Tha ler". Von A. v. Schweiger. — Neue Freie Presse (Wien. Fol.) 1869. Nr. 1895, im Literaturblatt: „Vom jungösterreichischen - Parnaß". Von Rob. Hamerling. — Neueö Wiener Tagblatt. 1870. I I . Beilage zu Nr. 328. — Magazin für Literatur des Auslandes (Leipzig, 4".) 18N4, Nr. 37, S. 580. — Unsere Zeit (Leipzig, Brockhaus, gr. 8".) Neue Folge. XI . Bd. (1876), S. 933. von E. Eckstein. — Wiener Schriftsteller u n d Journalist en. Typen und Silhouetten von Don Spavento (Wien, 1874. Spitzer und Holzwarth. gr. 8".) S. 62. Die Familie Thaler. Den Namen Thaler fübren mehrere Familien in Tirol, und auch jene, welcher Kar l von Thaler angehört, wird tue und da für eine tirolische gehalten, wozu insbesondere der Umstand, daß derselbe mit seinen Eltern lange Jahre, namentlich seine Jugendzeit, in Tirol verlebte, viel dazu bei« getragen haben mag. Seine Familie ist eigent» lich schwäbischen Ursprungs. Der Urgroßvater Fidelis Tdaler diente alä Obrrzollamiö« Gegen schreib er in Biberach,^ . der Großvater Joseph (geb. 1760). welcher zu Freiburg im Breisgau ein eigenes Haus besaß, war eben» falls, Beamter und erhielt im Jahre 1806 von Kaiser Franz den Reichsadel. Als Oester« reich die Vorlande verlor, kam er als Guber« nialsecretär nach Innsbruck, später als Gu« bernialrath nach Wien, wo er im Jahre 1830 starb. Auch dessen Sohn Kar l von Thaler (geb. 1796. gest. 1878) stand im Staatsdienste, und Mar als Hofconcipist in Wien, als Kreis« ratb in Briren und bis zu seinem Tode als ^ Statthaltereisrcretär in Innsbruck. Des Letz- teren Sohn. gleichfalls Kar l mit Vornamen, ist der Publicist, Poet und Schriftsteller, dessen Lebensskizze oben mitgetheilt wurde. Noch lebt ein Onkel Karls. Ludwig von Thaler (geb. 1806) in Wien, welcher drei Tochter, aber keinen männlichen Nachkommen hat. Von Trägern dieses Namens, der in verschiede- nen Schreibweisen, als: Daler, Thaler, Taler, Th aller, ein in Tirol nicht seltener ist, seien noch erwähnt: 1. Franz Thaller, im Jahre 1869 Oberlieutenant iin 4s. In< fanterie-Negimente Erzherzog Ernst, erhielt für sein ausgezeichnetes Perhalten bei der Kriegserpedition in Süddalmatien 1869 das Militär-Perdienstkreuz und aus gleichem An< lasse im bosnischen Occupationsfeldzuge 1878 die allerhöchste Belobung. fSiehe über diesen und den Folgenden: Thür heim (Andreas Graf). Gedenkblätter aus der Kriegsgeschichte der k. k. österreichischen Armee (Wien und Teschen 1880. Karl Prochaska, Ler.-t>o.) Bd. I, S. 84, unter Jahr 1796; S. 487. unter Jahr 1839 und 1866; S. 322. unter Jahr 1869 und S. 323. unter Jahr I878.^l — 2. Johann Thaler, für sein treffliches Verhalten im italienischen Feldzuge 1839 mit dem Militär« Verdienstkreuze decorirt. erkämpfte sich im Kriegsjahre 1866 als Oberlieutenant im Tiroler Iäger-Regimente Kaiser Fran; Joseph in Ita- lien und Sndtirol den Orden der eisernen Krone dritter Classe. Zur Zeit lebt er als Hauptmann im Ruhestände. — 3. Simon Thaler lebte im achtzehnten Jahrhunderte als Bildhauer in Prag. Sein Schüler Jacob Eberle (1720 geb.). welcher mehrere Iabre in Rom weilte, erhielt nach seiner Rückkehr und Niederlassung in Prag den Namen il Nomano. Eberle's Arbeiten in Holz und Stein finden sich noch in Prag und Umgebung. Leider sind wir über die künstlerische Thätig» keit seines Meistors Simon Thaler weniger unterrichtet. sNeue Bibliothek verschönen Wissenschaften und freien Künste. Bd. XX, Stück 2. S. 288.) — 4. Ein Lieutenant Thaler, dessen Taufnamen wir nicht kennen, diente im oberösterreichischen Infanterie-Regi« mente Nr. 14. damals Feldzeugmeister Baron Klebek, heute Großherzog von Hessen, und zeichnete sich im Feldzuge 1796 im Gefechte bei Besenello hervorragend aus. Thaler, Simon, siehe: Thaler, Karl on s^iehe diese Spalte, Qu. Nr. 3^.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Terlago-Thürmer, Band 44
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Terlago-Thürmer
Band
44
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1882
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
360
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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