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Thalherr, Michael Johann 144 Thalherr, Michael I
das Werk: «.^ . kai-idau^i ko^sior. ^ inej>
ron^liil. lsLrv6n7", d. i. Das Karthauser
.Kloster. Das verdorbene Bild (Pesth l860.
Gust. Emich, 8<>.) erschien.
Thalherr, Michael Johann Freiherr
von (k. k. Feldmarschall - Lieute-
nant, geb. in Wien am 6. October
1773, gest. zu Salzburg am 12., nach
Anderen 13. Mai 1856). Ueber die Familie
Michaels vergleiche die Quellen. Von
18 Kindern des k. k. Rathes und Archi-
tekten des Königreichs Ungarn Johann
von Thalherr das jüngste, trat er
nach vollendeten philosophischen Studien
am 17. Juli 1791 als Regimentscadet in
das k. k. 10. Huszarenregiment Baron
Barco, nun König von Preußen. Bei
Ausbruch der französischen Revolution
marschirte dasselbe Ende 1792 aus Po
dolien über Oesterreich und Bayern zur
Armee nach den Niederlanden. I n dem
Gefechte bei Sauteine am 30. April
1793 erhielt der damalige Cadetcorporal
Michael Ritter von Thalherr die
Feuertaufe und bei seiner ersten Attaque
die erste Wunde, einen leichten Säbelhieb
über den Kopf, auch sein Pferd wurde
durch einen Schuß verwundet. I n diesem
Jahre kämpfte er noch in den Schlachten
von Famars und Maubeuge und wurde
zum Unterlieutenant befördert. 1794
wohnte er den Schlachten bei Rouvroy
und Charleroy an der Sambre und
Maas, den Gefechten zwischen Lüttich
und Mastricht bei, im Gefechte bei Henry
Chapelle erhielt er eine leichte Schuß-
wunde am rechten Fuß, 1795 kämpfte er
in mehreren Treffen in den Rheingegen«
den, im Gefechte bei Selters erhielt er
wieder eine leichte Schußwunde und rückte
zum Oberlieutenant auf. 1796 focht er in
den Schlachten von Altenkirchen und
Würzburg, bei ersterer trug er eine
schwere Schußwunde im rechten Fuß» gelenke davon, an welcher er bis an sein
fernes Lebensende zu leiden hatte. 1797
kämpfte er in den größeren Treffen an der
Sieg nnd Lahn und kehrte nach dem
Friedensschlüsse von Campoformio mit
dem Regimente nach Teschen zurück.
1799 bei Wiederausbruch des Krieges
mit Frankreich focht er in den Schlachten
bei Osterach in Bayern, Stockach in
Schwaben und Zürich in der Schweiz,
1800 aber bei Engen und Möskirch in
Schwaben > bei letzterem Orte erhielt er
eine starke Contusion am rechten Oberarm.
Nach dem Rückzüge von Lambach besetzte
er als Arriöregarde das Dorf Asten zwi-
schen der Traun und Enns und rettete
mit seiner 140 Mann starken Escadron,
einem Zuge Schwarzenberg-Uhlanen und
30 Fenner-Jägern durch einige glückliche
Reiterangriffe die von Kremsmünster und
St. Florian nach Enns retirirende Wagen-
burg und den Artilleriepark der Armee.
Seine eigene Habe ging aber bei diesem
Rückzüge zu Grunde, und mit dieser die
durch sieben Feldzüge errungenen Tapfer'
keitszeugnisse, die ihn in die Lage gesetzt
haben würden, für den Maria TheresieN'
Orden in Bewerbung zu treten. I n
diesem Jahre stieg er zum zweiten Ritt»
meister auf. Nach dem Friedensschlüsse zu
Luneville kam das Regiment nach Un»
gärn, wo er 1801 erster Rittmeister
wurde. Im Kriege von 1803 erhielt das
Regiment die Eintheilung bei der italie»
nischen Armee, und er kämpfte in der
Schlacht von Caldiero mit. Im erneuerten
Kriege von 1809 boten sich ihm viele
Gelegenheiten zur Auszeichnung dar. I n
der Schlacht bei Eckmühl rettete er mit
seiner Escadron allein zwei bereits in
Gefangenschaft gerathene Cavalleriebat«
terien. Nach der Schlacht von Aspern
wurde er von seinem Obersten Fröl i ch
vor dem Ofsicierscorps des Regiments
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Terlago-Thürmer, Band 44
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Terlago-Thürmer
- Band
- 44
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1882
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 360
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon