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Thainas 166 Chan hofer, Joseph
losen Weibes sehr zu Gemüthe. Er wurde
immer tiefsinniger und verlor selbst seinen
verzweifelten Humor. Plötzlich — es war
im Jahre 1813 oder 18l6 — verließ er
die Krones'sche Gesellschaft und ging zu
Fuß nach Galizien, das Grab seines eni>
flohenen Weibes aufzusuchen. Kaum aber
hatte er sein Ziel erreicht, so erlöste ihn
der Tod von allem weiteren Elende.
Magazin für Literatur des Auslandes. Von
Or. I . Lehm ann (Leipzig, 4".) 1864. S. 896.
— liocNnna Icrouika. lioänctoi' ^an
^er^äa,, d. i. Vaterländische lFhronik. Ne-
digirt oon Job. Neruda, 1863. Nr. 84.
T. 70, im Artikel: ,.I>rol)Utt8N Ili^iai-ie^^.
dellotri.^^cics, a, Utsriii-ni-, d. i. Historische,
belletristische und literarische Kleinigkeiten. —
Außerdem die bei seinem Bruder K a r l
I g n a ; erwädnien Quellen.
3hllmas, Franz (Bildnißmaler,
lebte zu Beginn des laufenden Jahr-
hunderts). Ueber seine Geburtsstätte,
sowie über seinen Lebens- und Bildungs-
gang fehlen uns alle Nachrichten. Kein
Künstler-Ler.ko'.i, kein Künstlerverzeichniß
enthält seinen Namen. I n der Ausstel»
lung der österreichischen kaiserlichen Aka-
demie der bildenden Künste bei St. Anna
in Wien im Jahre 1820 erscheint er zum
ersten und letzten Male in der Abtheilung
der Oelgemälde mit zwei Bildnissen. Das
ist Alles, was wir von ihm zu berichten
haben. — Nicht viel mehr wissen wir von
einem gleichnamigen Tiroler Bildhauer
Andreas Thamasch, welcher in der
zweiten Hälfte des siebzehnten Jahr-
hunderts lebte. Bekannt ist von ihm nur,
daß er im Jahre 1684 die hölzernen
Statuen der in der Grabstatte zu Stams
in Tirol ruhenden tirolischen Landes-
fürsten und Prinzen verfertigt hat.
Tirolisches Künstler-Lerikon u. s. w.
(Innsbruck 18:j<i, Felic. Rauch. 8".) S 250.
Thaner. Die Träger dieses Namens
schreiben sich bald mit, bald ohne h, dann entweder mit einem oder zwei n: Tlttler,
^ Tllnner, Thaner und Thanner. Sie
werden daher in diesem Lerikon sämmtlich
S. 172 u. f. unter Thanner, in alpha^
bethischer Ordnung ihrer Taufnamen und
mit Beibehalt der Schreibweise ihres
Namens, aufgeführt.
Thanhofer, Joseph (k. k. Huszaren-
Major, Geburtsjahr unbekannt, gest.
am 17. December 1812). Der Sproß
einer ungarischen Familie, in welcher
Franz Thanhofer am 13. Mai 1727
von Kaiser Kar l VI. geadelt wurde, trat
Joseph in das 1t). Huszaren-Regiment
und brachte es 1799 zum Oberlieutenant
in demselben. Im Feldzuge letztgenanw
ten Jahres kam sein Regiment zur Armee
in Deutschland, wo es mit Auszeichnung
in den Schlachten bei Osterach und
Stockach kämpfte, und in der Relation
über letztere wird er unter den Helden
des Tages aufgeführt. Am 24. Mai d. I .
fand ein heftiges Gefecht bei Andelsingen
statt, und wurde General Baron Kien»
mayer nebst seinem Adjutanten Than-
hofer und etwa achzig Huszaren ourcb
französische Cavallerie von jenem Orte
abgeschnitten. Der General suchte nun die
Thür, an deren Gestade Andelsingen ge-
legen, zn erreichen. Die nachsetzenden sshas
seurs umzingelten den wegen seiner Bra»
vour auch im Feindeslager wohlbekannten
General in dem Augenblicke, als er im
! Begriffe stand, in die Thür zu springen,
um schwimmend ans andere Ufer sich zu
retten. Der Huszar Fekete parirte den
gegen Kienmayer gerichteten Säbel-
hieb, verwundete mehrere Franzosen und
befreite so den General sammt dessen
! Adjutanten. Vom hohen Felsen stürzten
>
sich nun Letztere in die Thür, während die
, Huszaren an minder gefährlichen Stellen
! des steilen Flußufers dem Beispiele ihrer
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Terlago-Thürmer, Band 44
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Terlago-Thürmer
- Band
- 44
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1882
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 360
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon