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Theer, Albert 197 Robert
historischem Noman: „Der Tower zu Lon-
don 1">",3"), Miniaturgemalde (360 ft.);
— „Dir SnrnckKunft dr5 Illltrr5", Oelbild
(400 ft.);— 1855 i „Nroerra und ^adq
Nllmrnll" (nach Walter Scott 's Roman:
„Ivanhoe"), Miniatur (200 fi.). Von
anderen Arbeiten dieses Künstlers sind
mir bekannt: „Ä5llllen2tein'5 lchte Äntrr
retlnnss mi tSrn i " . 1844; — „Partrüt ürs
G^henagL Albrecht". Miniatur auf Elfen-
bein, oval, 9 Centim. hoch, 8 Centim. l
breit, bezeichnet Wien 1876; — „Ner
h. Zllhllnnes". Aquarell, 26 3 Centim.
hoch, 19-3 Centim. breit, bezeichnet 1838; !
— „Pllrtrat des Oraten Nan5 N i l r 5 eK", !
Aquarell auf Papier, 48 Centim. breit, !
38'3 Centim. breit, bezeichnet 1876. Von !
Stichen, die nacd seinen Originalen aus' ,
geführt sind, kenne ick nur sehr wenige!
— gleichfalls Almanachsblatter — und >
zwar: „Nmätliild einer Orientalin", mit einem j
perlenumscbnürten Turban auf dem Kopfe, ^
herabwallenden Locken, Perlen um den >
Hals und einer hermelinverbrämten Jacke
gest. von Ant. Bog neu; — eine „Äta-
lienmn". mit dem weißen, oben plattge-
legten Kopftuche, Perlen um den Hals,
mit weißen Hemdärmeln und einem
dunklen gestickten Wams, gest. von
C. Kot terba; — und ein reitendes
Paar, unterschrieben: „Ginlrtta und Rädert",
gleichfalls gest. uon Kotterba. Was
von den Arbeiten Adolph Theer's
gesagt worden, gilt aucb von jenen
Alberts. Sie sind alle mit einer Fein-
heit und Glätte behandelt, die, wahrend
sie unsere Bewunderung erregen, doch
den eigentlichen Charakter des Bildes
beeinträchtigen. Kenner ziehen Bildnisse
Alberts jenen seines Bruders Adolph
vor, und er war auch als Bildnißmaler ge-
suchter. Ueberdies galt er als vortrefflicher
Copist, und seine Miniaturen nach alten
Meistern sind noch immer sehr geschätzt. Theer, Robert iMin ia turb i ldn iß.
maler, geb. zu Iokannisberg in
Oesterreichiscb-Scklesien am d. November
1808, gest. zu Wien am 13. Juli
1863). Bruder Adolphs und Alberts,
deren Lebensskizzeu vorangingen. Mit
seinem Vater übersiedelte im Jahre l820
der zwölfjährige Knabe nach Wien, wo
sein angeborenes Zeicknentalent bald
immer deutlicher sick entwickelte. Auf der
Akademie der bildenden Künste gewann
er die Theilnahme seiner Lehrer, unter
denen Joseph Klieber Md. XI I , S. 92^
sich besonders wohlwollend gegen ihn
zeigte. Nackdem er einen akademischen
Preis erlangt hatte, eröffnete er als sech-
zehnjähriger Künstler selbständig ein Poi>
trätatelier. Talent und Glück begünstigten
ihn; er war bald ein gesuchter Maler,
und mit seiner Kundschaft wuchsen auck
seine Einnahmen. Dabei ernstlich darauf
bedackt, in seinem Fache sich fortzubilden,
ersah er sich zum Vorbilde Da ffinger
M . I I I , S. 127^>, der um diese Zeit
im Zenith seiner Künstlerschaft stand. Um
aber völlig hinter dessen Malmethode
zu kommen, ließ er sich eines Tages von
ihm malen. Erst nachdem das Bud
vollendet war und er dasselbe bezahlt
hatte, gab er sich dem Künstler zu er-
kennen. Daff inger, dessen Liebens-
würdigkeit Alle, die ihm näher standen,
einstimmig rühmen, nahm Theer's Vor-
gehen nicht nur nicht übel, sondern wen-
dete ihm vielmehr seine volle Theil-
nähme zu, ihn auf das beste mit seinen
in der Kunst gewonnenen Erfahrungen
berathend. Dabei entwickelte Theer
einen staunenswerthen- Fleiß. Die Zahl
seiner Bildnisse geht in die Tausende, die
meisten sind wohl in Miniatur, Pastell
und auf Email ausgeführt, doch manche
auch in Lebensgröße und in Oel gemalt
Daß er sich bei solch rastlosem, für die
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Terlago-Thürmer, Band 44
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Terlago-Thürmer
- Band
- 44
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1882
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 360
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon