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Themrewk, Joseph 213 Thewremk, Joseph
benen und von Gabriel Szarvas redi-
girten Monatschrift, welche von Thew-
rewk die linguistischen Erörterungen ent-
hält: ,.ta1:in, teien" ^Bd. VII, 1878,
5. Heft^', — ^lrtad" sebd., 6. Heft^j;
— ,^iHtt" sebd., 7. Heft^; — „Das
mit dem Suffir-i gebildete Adjectiv"
>M. VIII, 4879, 8. Heft^. Für Paul
Hunfalvy's „Literarische Berichte aus
Ungarn" schrieb er in dentscker Sprache
die Abhandlung: „Der ^esws k^uli
Ooäex der Corvina", der auch in Hun-
falvy's .,Xv6ivtuäoinHnvi ivö^isNö-
^^-Ek"- sBd. XIV, 1878^, sowie im
Sonderabdrucke erschienen ist. Er zählt
zu den steißigsten Mitgliedern der philo-
logischen Gesellschaft, in welcher er bereits
mehrere Vorträge gehalten hat, so über
die Geschichte des Idylls, über die grie-
chische Anthologie, eine Uebersetzung des
Decimus Laberius, kritische Beiträge zur
lateinischen Anthologie, über griechische
und römische Geldrechnung u. dgl. m.
Thewrewk ist correspondirendes Mit-
glied der sprachwissenschaftlichen Classe
der königlich ungarischen Akademie der
Wissenschaften und Prüfungscommifsär
der Mittelschullehrer - Prüfungscommis-
sion für classische Philologie. Neber Ver>
anlaffung und Inhalt einer von E. Abe l
an Emil Thewrewk gerichteten und
im Druck erschienenen ^pistola" ist
dem Herausgeber dieses Lexikons nichts
Näheres bekannt.
inorokk^I l/3 neinseki-enäi tädläkkal. d. i.
Die Familien Ungarns mit Wappen und
Stammtafeln (Pesth 1860, M. Räth, gr. 8".)
Bd. XI, 2. 143.
Porträt. Unterschrift: Facsimile des Namens«
zugeö „Ponori Tdewrewk Emil". Jod. Son-
nenleiter so. (4".). schöner Stahlstich.
Thewrewk von Ponori, Joseph
(Schriftsteller, geb. zu Deva im! Hunyader Comitate am 20., nach Anderen
24. Februar 1793, Todesjahr unbekannt).
Ein Sohn des Zehenteinnehmers und
Ortsnotars Johann Thewrewk (geb.
1760, gest.) aus dessen Ehe mitBarbara
geborenen Gött fy , besuchte er das
reformirte Gymnasium zu Szäszväros
und erlangte nach beendeten Studien im
Jahre 18t2 daselbst ein Lehramt, welches
er bis 1816 versah. 1817 wurde er Notar
der königlichen Tafel und 1823 erhielt er
ein Advocatendiplom. Der Landtag des
Jahres 1823 brachte ihn nach Preßburg,
wo er während der Sessionsdauer Vor-
t äge über ungarische Sprache und Lite-
ratur hielt. 1830 fungirte er als
Tafelrichter des Barser und Tolnaer,
1834 als solcher des Oedenburger Co-
mitates. Ein vielseitig gebildeter und
unterrichteter Mann, der sich für Litera-
tur sehr interefsirte, schrieb er längere Zeit
für das damals sehr geschätzte Journal
^Ni-äelvi Uu26uin.^ ft. i. Siebenbür-
gisches Museum) und das von Joseph
Orosz 1837 begründete, aber schon
1842 unterdrückte politische Blatt ^Hii-
nök", d. i. Der Bote. Ueberdies lieferte
er zahlreiche Beiträge in gebundener Rede,
sowie in Prosa, meist in ungarischer
Sprache, für die zu jener Zeit in Ungarn
erschienenen Taschenbücher und Journale
v^ d. i.
Nützliche Unterhaltungen, und „I^eä-
vesiceäü", d. i. Der Gefällige. Aber er
gab auch einige selbständige Schriften her-
aus, von denen mehrere literarischen und
sprachwissenschaftlichen Werth besitzen, und
zwar,' „<3/c»ssa7-l'«
(1823—1827); — „
?ai?/ott«?n ^<n,is?2' ^67-aniN" (Preßburg
1834), ein fünfsprachiges Wörterbuch-
d. i. Ueber
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Terlago-Thürmer, Band 44
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Terlago-Thürmer
- Band
- 44
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1882
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 360
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon