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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Terlago-Thürmer, Band 44
Seite - 237 -
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Seite - 237 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Terlago-Thürmer, Band 44

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d) Ferdinand Ios. I^.h. 237 Chinnfeld) Ferdinand Ioi'. Ioh. lichen Beziehungen mit dem Grafen einen Congreß von Vertrauensmännern Stadion und nahm näheren Antheil aller Bergdistricte berief, und wenn auch in den Verhandlungen über die Grund-! die schließliche Sanction erst nach seinem entlastungsfrage. Nachdem Kaiser F er-l Abgänge erfolgte, so ist dock die An- dinand am 7. October Wien verlassen i regung und die Leitung der ganzen Vor« und sich nach Olmütz begeben hatte, ^ arbeiten bis zum vollendeten Entwürfe wurde Thinnfeld als Mitglied einer! sein Verdienst. Er gründete die zur Deputation an Seine Majestät gewählt, weitreichenden Bedeutung gelangte k. k. Er kehrte vo,n dort nicht mehr nach Wien geologische Reichsanstalt, über zurück, sondern begab sich nach Feistritz.! deren Gründung und dafür gewonnenes Er gab in der „Gratzer Zeitung" eine > Personal Haidinger in dem Thinn- öffentliche unumwundene Erklärung seiner! feld gewidmeten Nachrufe Ausfuhr- Beweggründe zu dieser Handlungsweise. ^ licheres mittheilt. Auch rief er zweiBerg- Im November telegraphisch nach Olmütz ! akademien, jene zu Leoben und zu Przi- berufen, wurde er am 21. d. Mts. zum ' bram ins Leben, deren erste, als stän- Minister für Landescultur und Berg- ! difche Privatanstalt zu Vordernberg er- wesen ernannt. Die vorerwähnte Er» ^ richtet, schon in ihrem ersten Entstehen klärung hatte namentlich Veranlassung ! Beziehungen zu ihm hatte, als er noch zur Berufung gegeben. Nicht ohne einiges ! Curator des Ioanneums war. Zur He- Zaudern entschloß er sich zur Uebernahme ^ bung des Staatsbergbaues traf er große der Mission. In seiner Stellung als Anstalten, welche leider in jener Ver- Minister verkannte er die Größe seiner Aufgabe nicht und hinterließ dauernde blendung, welche bei uns das Gute, das bei manchen Einrichtungen seiner Natur Schöpfungen. Aber nur fünf Jahre sollte! nach erst mit der Zeit Früchte tragen er auf diesem wichtigen Posten wirken, kann, wieder vernichtet, wenn es nicht denn sein Ministerium, welches mit einem Male zu kostspielig schien, wurde auf- gelöst, und die Agenden desselben sielen anderen Ministerien zu. Er selbst aber sah sich in den Ruhestand versetzt. So ist er denn der erste und einzige Minister des Bergwesens in Oesterreich gewesen. Aber daß er die kurze Zeit seiner Machtstellung nicht unthätig zugebracht, davon zeugen folgende Hauptmomente seines Wirkens. So brachte er neues Leben in die land- wirthschaftlichen Gesellschaften, mit deren Deputirten er einen Ackerbau - Congreß abhielt, was später nicht wieder geschah. Das Forstwesen hob er auf eine höhere Stufe und ließ die Gesetzgebung dieses Faches einer Revision unterziehen. Er veranlaßte den Entwurf eines neuen Berggesetzes, zu dessen Berathung er sofort die goldenen Eier auszuweisen vermag, auch bald nach seinem Abgänge wieder aufgehoben oder fallen gelassen wurden. Unter ihm wirkten auf dem Ge» biete der Landesculrur und des Berg» wesens Männer wie Feistmantel, Haidinger, Kleyle, Layer, von Scheuchenstuel, Weis, Mosec, Papst, Hauer, Czjzek, Rittinger, Foetterle, vieler Anderen nicht zu ge- denken, denen allen er fördernd und an- regend vorstand. Ja unter dem Schutze seiner Aufmunterung trat auch die österreichische Zeitschrift für Berg- und Hüttenwesen ins Leben, das erste Fach» blatt dieser Art in der Monarchie, dessen erste Nummer durch ein eigenes Zusam- mentreffen von Umständen eben erschien, als das Ministerium für Landescultur
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Terlago-Thürmer, Band 44
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Terlago-Thürmer
Band
44
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1882
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
360
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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