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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Terlago-Thürmer, Band 44
Seite - 238 -
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Seite - 238 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Terlago-Thürmer, Band 44

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d) Ferdinand Iaf. Ioh. 238 Thinnfeld) Ferdinand Joseph und Bergwesen ein Ende nahm. Bei seinem Abgänge erhielt Thinnfeld für seine treue und ersprießliche Dienstleistung die geheime Rathswürde und den Orden der eisernen Krone erster Classe, worauf den Statuten gemäß, mit Diplom ääo. 3. October 1833 seine Erhebung in den erblichen Freiherrenstand erfolgte. Nach seiner Rückkehr ins Privatleben hörte er nichtsdestoweniger auf, im engeren Kreise seines Heimatlandes thätig zu sein, und zwar zumeist als Mitglied der Handels- und Gewerbekammer in Gratz. Als aber dann wenige Jahre vor seinem Hinscheiden die Krisis der Eisenindustrie, von welcher Oesterreich so schwer be- troffen wurde, seinen eigenen Werksbesitz erschütterte, nahm er sich diesen Schlag so sehr zu Herzen, daß seine Gesundheit darunter litt. Wohl fand er noch einen Trost in dem glücklichen Umstände, daß sein väterlicher Landsitz in Feistritz, wel- chen er in Folge der Erschütterung seiner Vermögensverhältnifse zum Verkaufe hatte ausbieten muffen, von seinem Schwiegersohne Servaoio erstanden wurde. Aber bald von schmerzlichen Ver- lusten in seiner Familie heimgesucht, er- lag er seinem Unglück im Alter von 73 Jahren auf jenem Landsitze, der ihm nicht mehr gehörte. Am 27. Mai 1820 hatte er sich mit des berühmten Geologen Haidinger Schwester Maria Clara Sidonie (geb. 9. August 1797, gest. 16. März 1843) vermalt, aus welcher Ehe drei Söhne und acht Töchter hervor- gingen; von diesen Kindern starben ein Sohn Karl und eine Tochter Hedwig vor den Eltern. Thinnfeld's eigener, sowie der gegenwärtige' Stand seiner Familie ist aus der Stammtafel er« sichtlich. Haidinger (Wilhelm Ritter von). Zur Er« innerung an Ferdinand Freiherrn von Thinn» feld. Vorgelegt in der Sitzung der k. k. geo< logischen Reichsanstalt am 21. April 1868 (Wien 1868. Staatsdruckerei, Ler.-8".). — Jahrbuch der geologischen Reichsanstalt (Wien. 3er.<8".) 1868, Heft Iuti-September. — O e sterre ich isch e Ze itsch ri ft für Berg' und Hüttenwesen (Wien, 4".) 1868. Nr. 17: „Nekrolog" von O. H. — Oesterreichischer Volks« und Wirthschafts-Kalender für das Jahr 1870. Herausgegeben von dem Vereine zur Verbreitung oon Druckschriften für Volksbildung (Wien, Karl Fromme, gr. 8".) XIX. Jahrg., S. 44. Zur Venealogie der Freiherren von Thinnfeld. Die Vorfahren der Freiherren von Thinn- feld hießen Thinn, und als der Erste, der diesen Namen führte, ist bekannt: 1. Ma t - thias Thinn, Hammergewerk zu Kapfen- berg in Steiermark. Seine Gemalin war Urlnla Nonzcsso, eine Tochter Michael Mon« z ello's (gest. 2. Februar 1672) aus dessen Ehe mit U r s u l a uon Sanbach (gest. 16. Februar 1674). — 2. Matthias Thinn's Sohn Johann Adam verlegte den früher im Lamminggraben gestandenen Hammer nach Feistritz, wo er 1692 das Verweserhaus er« baute; er kaufte zwei Eisenhammerwerke zu Wolkenstein, wirkte bei Instandsetzung des Bergwerkes in Idria mit und versah im Türkenkrieqe die Armee mit Ankern. Stück' kugrln und Schanzzeug. — 3. Johann Adams Bruder, dessen Taufname uns un- bekannt ist, stand anfangs im (Zaprara'schen dann im Darmstädt'schen Negimente als Nitt« meister. Als solcher focht er sehr tapfer bei dem Entsahe von Wien und blieb, an neun» undzwanzig Wunden verblutend, in der Affaire von Dillingen. Wegen seiner Verdienste vor dem Feinde wurde er geadelt — nach dem „Genealogischen Taschenbuche der freiherrlichen Häuser" sogar in den Freiherrenstand erhoben ^1861, S. 841) — und ihm das Prädicat Thinnfe ld verliehen, dessen sich spater die Familie ausschließlich bediente. — 4. Aus Johann Adam Thinn's Ehe mit Anna Mar ia Gressing stammen zwei Söhne: Anton Nalthasar (geb. 1. Jänner 1701), der, mit Nurin Anna von Ganser vermalt, kinderlos starb, und 5. Ferdinand Joseph (geb. 1. Jänner 1706). welcher das Geschlecht fortpflanzte. Dieser studirte die Rechte in Leyden. erlangte mit Diplom ääo. 12. Jänner 1730 zu Padua die Doctorwürde. DemHtaats« dienste sich widmend, wirkte er viele Jahre
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Terlago-Thürmer, Band 44
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Terlago-Thürmer
Band
44
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1882
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
360
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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