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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Terlago-Thürmer, Band 44
Seite - 255 -
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Seite - 255 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Terlago-Thürmer, Band 44

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Thomas, 236 Thomas (M tiscken Standpunkte dargestellt" (Wien 187U. W. Braumüller, 8^.) herausgegeben, welche auch Nr. 33 von Vraumül ler 's ,/Zade- Bibliothek" b'ld.>t. — Ki. Sebastian Wi l - helm Thomas, aus Pesth qebürtig, lebte als Arzt in der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts. Or ist Verfasser der Schrift: i-uin (.-a i^tiä au^eri an iinminui äc'dcQt" (Vieunae 1783, M. A. Schmidl. 8°.). In der „I5ibliotli<.'(,-a ilnng^i'ic'n. iiisroi'ia,^ na.turäN3 et inali!05l.>c>5" von Ios. Sz innyr i Vater und Sohn heißt auf Sp. 782 der in Nede Stehende mit Vornamen: Istuän Vi lmoö, d. i. Stephan Wi lhe lm; auch erscheint daselbst der Titel der Schrift durch die Aus- lassung der Worte ün numarus geradezu unverständlich. — n . Ein Thomas I l l y - ricus, der im ersten Viertel des sechzehnten Jahrhunderts (1525) lebte, wird von Ho» räny i , (Hz wi t t t inger und Anderen unter die ungarischen Schriftsteller aufgenommen. Von ihm sind im Druck erschienen: „3er- moneä äo c>N2i-ltn.w u,Z)U^ 3. >'icc)In.uin 6o xortu" (1525); — ,/I'i-^l.-i:Uu3 6e 1n.uäidu3 2?li/H .^ Hlouioi-ik Ilnu^al-oi-uni ot I'rovin- ciÄ'Iiuu'l »criptiü o6itiii notni'nni <.tc. (Viou- na.0 177«, .^. I.n^^'o. 8".) 'I'oin. I I I , P. 40U.^ l — 12. Tliomaö Spalat inuö (gcb, zu Spalato in Dalmat'en ini Iadre 1200). Nachdem er seine Studien an der zu jener Zeit weltberühmten Universität Bologna ge- macht hatte, kehrte er in seine Heimat zurück, wo er Priester, Notar, ^anonicus und i2:w Erzdiakon wurde. Durch energische Vertdeidi« gung der Rechte und Interessen seines Capitels erwuchs ihm vieles Ungemach, und sein Haupt» «, geaner war Erzbischof Guncel lo von Spa- lato. der an dem sittenstrengen und jeder Ungerechtigkeit sich entschieden widersetzenden Canonicus wenig Freude batte. Thomas, welcher als der einzige Geschichtöschreiber seines Vaterlandes bezeichnet wird, starb im Jahre 1268 zu Spalato. Er schrieb eine „Historik 8zU«nitll.iiornm pontiiicnm a,t<iuo 8p2ia,tEN8iuin", welche Ioannes Lucius in seinem Werke: „Dc liezno I)a1iua.tin.o et ( i^-aatia,o lidri VI " (.^.mstoloäami 166L, I'oi.) I>. 310—370 aufnahm und Scliwandtneu im dritten Vande seiner „3rrii)tore5 rsrnin ^unKHricai-uni vetsre^" (Vinäodona. 1746, I'ol.) wieder abdruckte. I>r. Franz Nacki bringt in seinem zu Agram 1804 heraus» gegebenen „IvnMevnilc^ S. 338—388, eine eingehende Darstellung deö in Rede stehenden Geschichtäwerkes, über welches auch Giuseppe Valent ine l l i tn seiner „üi^i-iiliH <z^iiil Dalm^i^ o äel klonteno^i-o^ '^23al>7ia 18l>ö, 8".) ausführliche bibliographische Auf-- schlüsse gibt, l^o?-u?!,/i ^i/s^i'l/H^, .^lemoi-ia Hungarorum et I>rovwcjg.Iiu,iu 8ci-i^tiä 6äiti3 notai-um (Vionnae 1776, .X. I^ocvc, 8-.) 1'oui. III, p. 401. — ^a/e«ii««3//i, Ic^o ciiaw i>. >^ un^ 6. Nr. 22/a, 22/d, 22/(.- und 22/ä; S. 133. Nr. 845; S. 137. Nr. 85<». - I^ n. >'a.vill.^ (Zeitschrift, Trirst) ^nno IX, Xr. VIII, p. 115—nu: „Lio^raiia äi 'I'om- niaso arciäia.con«') äi spal^to 3ci'iiroi'6 äc-I Üeoolo XIII", ä:U1'.^ dda,t(3 i^-ancezco (!!rr- i-ai-H.) — 13. Den Namen Thomas führen auch mehrere böhmische Glockengießer. So lebte deren einer im fünfzehnten Jahrhundert in der Vrager Neustadt, wo er 1496 die Glocken zu Stnmelke goß; — von einem .zweiten, der, zugleich Zinngießcr. seine Kunst im ersten Viertel des sechzehnten Jal-rhunderts zu Leit- merik betrieb, haben sich niedrere schöne Schloßglocken aus den Ja! reu 1ot2 und 1^18 bis zur Stunde erhalten; — ein dritter Thomas mit dem Zunamen ^ l i ibal lebte in der zweiten Hälfte des sechzehnten Jahr- hunderts; er stammt aus einer Familie, in welcher die ^iunst des Gießens schon längere Zeit hindurch sich von Vater auf Sohn. (5nkcl u. s. w. vererbt l'atte, Äuf srinen (flocken nannte er sich: „Meister Thomas. Glocken- und Zinngießer in Kuttenberg". Er war ein angesehener Bürger dieser Stadt, in welcher er 1601 das Zeitliche segnete. Von seinen Är^ beitcn kannte man zwei Glocken in Kolin auü den Jahren 1ö62 und 1564 und zwei zu Hestinkostel (1362); Glocken in Tolopiök (1563). in Uhlu-, Ianovic (1565). in Za>muk (1568). zu Svetla im Olzaslauer greise (156«»). in Dolna O'hvalina (1571). in O'zaslau (1585), zu ^eliva (1594). zu Vidic und Su- dejow (15i>9); — ein vierter*T homas end- lich lebte als Bürger von Raudnil? seiner Kunst im ersten Viertel des siebzehnten Jahr- hunderts , und eine schöne Glocke seines Gusses, im Auftrage der Ehelcutr Martin und Marianne Lnsa 1616 vollendet, befindet sich noch auf dem Thurme der Decanatskirche zu Kostelei.- an der Elbe. — 14. Noch zweier polnischer und eines böhmischen Malers des Namens Thomas ist zu gedenken. Der eine Pole, der im ersten Viertel des fünfzehnten Jahrhunderts zu Krakau lebte. wa>- daselbst
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Terlago-Thürmer, Band 44
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Terlago-Thürmer
Band
44
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1882
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
360
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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