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Thorwächter 3(56 ThürheiM) Andreas Joseph
den wahren Standort der Trajan'schen
Brücke" (Bd. VII, S. 8t bis 93), in der
Gegenwart weit überholt durch Joseph
Asckbach's Abhandlung: „Ueber Tra-
jan's steinerne Donaubrücke" mit zwei
Tafeln und drei Holzschnitten (Wien
1838, 40.), auch im August-Heft des
dritten Jahrganges der „Mittheilungen
der k. k. Centralcommission zur Erfor-
schung und Erhaltung der Baudenk
male"; bei dieser Gelegenheit sei be
merkt, daß Thorwächter das Ver»
dienst der Erhaltung des handschriftlichen
Theiles von F. I . Sulz er's Md. X
S. 306^ „Geschichte des transalpinischen
Daciens" gebührt, welchen dann Engel
in seiner „Geschichte des ungarischen
Reicbes und seiner Nebenländer" bei Be-
arbeitung, der Geschichte der Walachei
und Moldau reichlich be nützt hat; —
in den Sieb enbür Zischen Provin-
zial blättern: „Nachgetragene Züge
zu dem Leben des Joseph Pap Foga-
rasi" (Bd. II, S. 182 u. f.) ergänzt die
in der Quartalschrist (Bd. VI, S. 310
u. f.) mitgetheilten Züge Fogarasi's;
— „Kurze Chronik unitarischer Schul»
rectoren am Alt-Klausenburger Colle-
gium im sechzehnten Jahrhundert"
(Bd. II, S. 228 bis 243); — „Ueber-
sehung einer Rede des Maros-Vasär-
helyer Professors Johann Tompa"
(Bd. I I I , S. 163 bis 187); — „Chro»
nologisches Verzeichniß der sächsischen
Pfarrer des damaligen Bolkatscher, vor-
mals genannten Kukelburger Capitels"
(Bd. IV, S. 192 bis 216). In Hand-
schrift hinterließ er: „DisZert^tiun
super Hua68tion6in: ii.um 3. Ii.ox
rum, 6xp6äition6 in
i'eäeFsrit nee 116?^ T h o r Wachter
war ein fleißiger Forscher und Sammler
auf dem Gebiete seiner heimatlichen Ge- schichte, leider ist Alles nach seinem Tode
in Verlust gerathen. Trausch scbreibt
von ihm: „er war ein unglücklicher Gatte
und Vater".
Trausch (Joseph). Schriftsteller-Lenkoir oder
biographiscb-literarische Denkblätter der Sie-
benbürger Deutschen (Kronstadt jt>?l, Iodann
Gott und Sohn. gr. 8".) Bd. I I I , S. :l!>8.
Thot und Thoth, siehe Toth.
Thürheim, Andreas Joseph Graf
(Geschichtsschreiber, geb. am 17. Mai
1827 im fürstlich S ta rhemberg ' -
schen Schlosse zu Efferding in Ober-
österreich), Sohn Joseph Ferd i -
nands Grafen von Thürheim aus
dessen Ehe mit Leopoldine Gräfin
Starhemberg. Zehn Jahre alt, ver-
ließ er das Vaterhaus, um in die k. k.
Theresianische Ritterakademie einzutreten,
in welcher er seine Erziehung und Aus»
bildung erhielt und 1839 auch k. k. Edel-
knabe wurde. Am 3. October 1844 als
Cadet zum k. k. Pionniercorps ajsentirt,
kam er nach einem zweijährigen Curs an
der Corpsschule ;u Tuln als Lieutenant
zum 40. Linien - Infanterie ° Regiments
Baron Koudelka, aber schon ein Jahr
darauf zum damaligen dritten Chevaur-
legers-Regimente Erzherzog Ferdinand
Maximilian, jetzt 8. Uhlanen-Regimente,
in welchem er mit 9. Februar 1849 in
seiner Rangstour zum Oberlieutenant
vorrückte. Im November 1830 bei der
Mobilisirung gegen Preußen wurde er
als Ordonnanzofsicier zum Comman-
danten der ersten Armee, späteren Feld-
marschall Grafen Wrat is law beordert
und am 1. Juli 183l anläßlich der Auf-
stellung des Uhlanen-Regiments Graf
Wallmoden Nr. 3 zum Rittmeister in
demselben befördert. Am 13. Mai letzt-
genannten Jahres trat er als Rechtsritter
in den Malteserorden ein und wurde mit
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Terlago-Thürmer, Band 44
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Terlago-Thürmer
- Band
- 44
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1882
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 360
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon