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) Johann Wilhelm 298 Thürheim, Ios. Ferd. Ign.
der österreichischen Gesandtschaft in Con-
stantinopel, das andere die Audienz der--
selben im Divan beim Großherrn dar-
stellt, befindet sich im Ahnensaale des
Schlosses Weinberg. Graf Johann
Wilhelm Thür heim hatte sich am
28. August 4729 mit Maria Alb er-
tine Gräfin Sprinzen stein vermalt,
welche sich nach seinem Tode 1733 mit
Carlo Conte Molz a verheiratete, aber
schon ein Jahr darauf starb. Der Ehe
Thürheim's entstammen acht Kinder,
vier Söhne: Christoph Wilhelm
der Jüngere ^S. 284^, Maximilian
Joseph ^S. 282, Nr. 32^, Franz
Joseph >^S. 286^> und Anton Nor-
bert (1746 als Zögling der bestandenen
Ritterakademie zu Kremsmünster gestor-
ben) und vier Töchter: Aloisia Fran-
cisca (geb. zu Linz 4732, gest. 1809),
Hofdame der Kaiserin Maria The-
resia vor ihrer am 8. Jänner 1736 er-
folgten Vermälung mit dem k. k. gehei-
men Rath, Kämmerer und Oberstküchen-
meister Joseph Guyard Herrn von
St. Julien, Grafen von Waldsee.
Aloisia Francisca, seit 3. Jänner
1794 Witwe, war Sternkreuzordens- und
Palastdame, Aja der Erzherzogin Eli-
sabeth und erste Assistentin des Stern-
kreuzordens'. — Maria Marimiliana
(geb. zu Linz 1733, gest. 1777) wurde
1733 Stiftsdame des Maria There-
si anischen Damenstiftes am Hradschin;
— Maria Francisca (geb. zu Linz
1736) starb 1774 als Stiftsdame zu Mons
irr den Niederlanden; — Joseph ine
Älbertine (geb. zu Weinberg 6. Fe-
bruar 1742, gest. 1763), Stiftsoame zu
Mons vor ihrer Vermälung mit dem
k. k. Kämmerer und geheimen Rath Mar-
quis Franz Gabriel Chasteller.
Dieser stammte von einem Seitenzweige ^
des Hauses Lothringen, nämlich von! Dietrich, einem jüngeren Sohne des
1206 verstorbenen Herzogs FriedrichI.
aus dessen Ehe mit der polnischen Königs-
tochter Ludmilla. Nach genau und
streng vorgenommener Prüfung erkannte
Kaiserin Maria Theresia in einer
Urkunde ääc>. 28. März 1769 die Ab-
kunft der Chasteller von den Loth-
ringern als echt und erwiesen an. Al-
bert ine war die Mutter des Feldzeug-
meisters Maria Theresien-Ordens-Com-
mandeurs Gabriel Marquis de Cha-
steller ssiehe dieses Lerikon Bd. I I ,
S. 331—334^.
Thürheim, Joseph Ferdinand Ignaz
Graf (k. k. Rit tmeister, geb. am
13. Mai 1794 zu Huy im heutigen
Königreiche Belgien, gest. zu Linz am
8. September 1832), war ein Sohn'
Joseph Wenzels Grafen von Thür-
Heim aus dessen Ehe mit Maria Luise
geborenen Gräsin Berghe de Trips.
Bei dem am 2t. August 1808 erfolgten
! Hinscheiden des Vaters erst fünfzehn
^ Jahre alt, kam er unter Vormundschaft
, der Mutter und seines Oheims Franz
Freiherrn Hager zu A l l e n t st e i g
sBo. VI, S. 90 j^. Er hatte seine juri-
dischen Studien nahe vollendet, als der
kriegerische Patriotismus des Jahres
1813 alle männliche Jugend zu den
Waffen rief. So trat denn Joseph
am 19. Juni als Lieutenant in das
1. Nhlanen-Regiment, damals GrafMer-
veld, ein, in welchem er bereits am
13. December in seiner Rangstour zum
Oberlieutenant vorrückte. In diesen Ofsi-
ciersgraden machte er die Feldzüge 1813
und 1814 in Innerösterreich und Italien
mit, und zwar am 27. August 1813 das
Gefecht am Loiblberge und am 27. jenes
bei FeiftriA das siegreiche Treffen am
8. September bei Krainburg und den
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Terlago-Thürmer, Band 44
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Terlago-Thürmer
- Band
- 44
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1882
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 360
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon