Seite - 134 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Toffoli-Traubenburg, Band 46
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Nopperber, Samuel 134 Toppercher^ Samuel
seinen alten Vater, der nicht mehr im
Stande war, seine Amtsgeschäfte voll
und ganz zu versehen, in der Aus»
fĂĽhrung derselben unterstĂĽtze. 1804
nahm er die Predigerstelle in Groß»
schlagendorf an, 1807 jene in Wallen«
dorf, welche er. auch bis zu seinem im
vollen Mannesalter von 43 Jahren er-
folgten Tode bekleidete. Samuel Top»
pertzer besaĂź grĂĽndliche und gediegene
Kenntnisse in der Philosophie, Geschichte,
Aesthetik und schrieb und sprach ein clas'
sisches Latein. Von seinen Wissenschaft'
lichen Arbeiten erschien nur der geringste
Theil im Drucke, und zwar: „A/sss?-'
1792); — seine
Abschiedspredigt von GroĂźschlagendorf
und seine Antrittspredigt zu Wallendorf,
beide im Jahre i807 gedruckt; — sein
dem Vater gewidmeter Nachruf: „s?<-
8o1lovia>o 1811 < und im zweiten
chen (1796) der von Michael Wagner
in Wien herausgegebenen „Beiträge zur lands"; — 5,Iii8tituti0N68 et
— eine
eine „Anleitung in die Religionslehre"',
— „Ueber Elementar-Philosophie"; —
„Ueber die Erziehung des Menschen";
— „Ueber die Verbindung der Seele mit
dem Körper"; — „Ueber das Gefühls-
vermögen"; — „Anweisungen zur zweck-
mäßigen Einrichtung des Schulunter-
richts"; — „Gedichte", ein Band; —
„Leichenreden und Gebete", drei Bände'
— „Beichtreden", zwei Bände; — eine
deutsche Uebersetzung von Cicero'ö
„Buch über die Freundschaft", der Sa-
tiren des Iuvenal, einiger Reden des Iso-
krates und von Tenophon's „Denkwürdig-
keiten des Sokrates". Auch hinterlieĂź er
ein Tagebuch, welches er vom Jahre
1739 ab bis wenige Wochen vor seinem
Tode mit groĂźer Sorgfalt und Regel-
mäßigkeit geführt hatte. Samuel Top-
pe rtz er war vorherrschend Pädagog und
vertauschte nur ungern sein durch acht
Jahre verwaltetes Lehramt in Leutschau
mit dem geistlichen Berufe. Von seltener
GefĂĽhlstiefe, von einer in unserer Zeit
philosophischen Anthropologie und der! fast abhanden gekommenen Pietät gegen
damit verbundenen Wissenschaften" die ! seine Eltern, denen zu Liebe er, um sich
Abhandlungen: „ Ueber die Sitten und den
Geschmack der Griechen in RĂĽcksicht auf
Freundschaft und Liebe" und „Ueber den
eigennĂĽtzigen und uneigennĂĽtzigen Trieb ausschlieĂźlich ihrer Pflege zu widmen,
dem ehelichen Stande entsagte, wurde er
ein Opfer seines Predigerberufes. Von
dem Besuche eines am Faulfieber da-
der menschlichen Natur", schlieĂźlich ein niederliegenden Kranken holte er sich
Kriegs- und ein Consirmationslied. ! den Todeskeim und erlag dem gleichen
Vieles aber hat er in Handschrift hinter» Leiden,
lassen, darunter eine „Geschichte der
Stadt Ieutschau M kircklicher und poli- Qesterreichische National - Encyklo-
,.^., <^> ->^< c - ^ s > ^ n> pädie von Gräffer und Czikann (Wien
tischer Hm^lcht"; — „ Topographische Be- ^ ^ g«) ^ ^ S. 384 lnach dieser geb.
schreibungen einiger Gegenden und Ort- am 18. August 1770. gest. 14. Juli 1813). -
schaften Ungarns" ; — eine ^OonLcrip- Melzer (Jacob). Biographien berühmter
Zipser (Kaschau und Leipzig 1833. Ellinger.
8<>.) S. 303 luach diesem geb. 13. August
1770. gest. 14. Juli 1815). — Erneuerte
vaterländische Blätter für den öster»
tio omnium looorum terras
3i6U3i8"; — eine „Tabellarische Ueber-
sicht der ältesten Geschichte Griechen-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Toffoli-Traubenburg, Band 46
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Toffoli-Traubenburg
- Band
- 46
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1882
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 330
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon