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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Toffoli-Traubenburg, Band 46
Seite - 157 -
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Seite - 157 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Toffoli-Traubenburg, Band 46

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Nicolans Adalbert mens X. hervorging, ausgeübt zu haben. Torosowicz verweilte dieömal so lange in Rom. daß der Papst endlich die Absicht aus« sprach, ihn bleibend um sich zu behalten, aber der Gast erbat sich dringend vom h. Vater die Gnade, „in seinem heimischen Nestchen sterben zu dürfen". Während dieses Aufent' Haltes des Erzbischofs in Nom erscliien aber ungebeten Fedor Wartanowicz, Bischof der nichtunirten Armenier in Lemberg. auf seiner Durchreise zum Patriarchen, von dem er die Weihen empfangen sollte. In einem Schreiben vom 3. Jänner 1672 bat Papst Cle mens X. den König Michael, dem Bischöfe keine Usurpation zu gestatten, lind dieser Umstand vielleicht war es auch, der unseren Toro sowicz zur Rückkehr nach Lemberg ueran laßte. 1673 kehrte er heim. Er wurde festlich empfangen und mit einer Nede des Domi» nicanermönches Thomas B oh d an o wicz begrüßt. Aber die Zeichen des Alters mehrten sich, und er traf Anstalten für den Fall seines Todes. So nahm er sich einen Coadjutor mit dem Rechte der Nachfolge. Seine Wahl siel auf Wart an. Bischof von Episonia. Als seine Körperkräfte schwanden, befiel ihn allmälig eine Geistesschwäche, denn den Einflüsterungen von verschiedenen Seiten nachgebend — nur daraus läßt sich die Handlungsweise de3 Erz» bischofs erklären — bestand er darauf, noch einen Coadjutor der nichtunirten Armenier zu babpn. aus welchem Anlasse Papst Io< hann I I I . am 4. December 1677 ein beson- deres Schreiben an König Johann I I I . richtete. Die gesponnene Intrigue gelang nicht, und die Armenier in Galizien blieben bis heute der Nnion treu. Sein Vermögen ver» schrieb der Erzbischof den drei Kirchen: zur Himmelfahrt Maria, zum heiligen Kreuz und des Klosters St. Jacob. In der Bibliothek des Lemberger armenischen Capitels befindet sich von ihm das handschriftliche Werk: «Xa- xlauLt^vc) ki-uieväkis klbo o ^vioikieH ^aäno» sci kai>1a/iLki,eH, o üarg.cli^6m,u VOtraßbu^cii 1 o i^oosack, Hsniu, 2»>Ica,2g.n?eb.", d. i. Von der königlichen Caplanei, d. i. von der hohen Würde dieses Amtes, von den ihm gebühren« den Einkünften, und ihm untersagten Dingen; es zählt 304 nichtpaginirte Großfolioblätter von Pergament. Torosowicz starb im Alter von ?6 Jahren. Ausführlicheres über ihn und seine Bestrebungen zur Herbeiführung der Union berichten die Quellen. ^Biogra» phic, verfaßt von Thomas Bohdanowicz, in Handschrift aufbewahrt in der Bibliothek des Lemberger Dominicanerklosters. — F«?>a^5 s'IacioH^. X^^ot^ Zlan'n^ek, 0rmig.n n I>ol8cc, d. i. Lebensbeschreibungen denkwür« diger Armenier in Polen (Lemberg 1836, 5".) S. 332—337. — 0 2Hsc»pi8ino Iianko-N-^ linäkit^a, d. i. Ossolinsk?sche Zeitschrift (Lein« berg. 8".) I I . Jahrg., 1542, S 61—1N8.) Torosowicz, Nkolaus, siehe: Torosic- wicz ^S. 133, in den Quellen, Nr. 5^. Torre, Adalbert Della (Typo- graph, geb. in Wien 23. November 4796, gest. ebenda am 34. März 4871). Der Buchdrucker Joseph Della Torre, welcher durch die Gnade des Kaisers Franz I. in der orientalischen Akademie zu Wien ausgebildet, die orien- talischen Sprachen vortrefflich verstand, ertheilte seinem Sohne A d a l b e r t gründlichen Unterricht in denselben, vor- nehmlich im Arabischen, und so wurde es möglich, daß Letzterer nach des Vaters Tode eine langst erstrebte Stelle als Lehrling in der zu jener Zeit (um 1812) in hoher Blüte stehenden orientalischen Buchdruckerei des Anton Edlen von Schmid M . XXX, S. 209, Nr. 6) in Wien erhielt. Dort arbeitete nun Torre als Schriftsetzer viele Jahre an den ge- lehrten arabischen, persischen, griechischen und syrischen Werken, welche die beiden bedeutendsten Orientalisten Oesterreichs, Freiherr von Hammer- Purgstall M . VI I , S. 267^j und Oberleitner ^Bd. XX, S. 433^, drucken ließen. Im Laufe der Jahre wurde er Geschäfts» leiter der Schmid'schen Druckerei und verließ diese erst, nachdem er sich für eine dreijährige Studienreise in die Türkei, nach Kleinasien, Aegypten, Griechenland und Italien die nöthigen Geldmittel erspart hatte. Auf seiner Wanderfahrt erhielt er die Einladung zur Errichtung einer Buchdruckerei in Smyrna, und
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Toffoli-Traubenburg, Band 46
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Toffoli-Traubenburg
Band
46
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1882
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
330
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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