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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Toffoli-Traubenburg, Band 46
Seite - 165 -
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Torti 465 Tortosa sei. Aus dieser Zeit gingen Parini und sein Schüler Tor t i hervor. Aber auch Foscolo und Manzoni lassen in ihren Dichtungen ziemlich deutlich Pa- rini 's Einfluß erkennen". To r t i , wie obige Uebersicht seiner poetischen Arbeiten zeigt, hat sich in mancherlei Dichtungs- arten versucht. Am meisten Glück hatte er in der poetischen Epistel und in der didaktischen Gattung, für welche auch seine Schreibart sich am meisten eignet, die bisweilen, was bei italienischen Poeten öfter vorkommt, in kunstreichen und gewählten, um nicht zu sagen ver- drehten untz naturwidrigen Wortstellun- gen mehr denn billig und angenehm ein- herschreitet. Tor t i ist kein Dichter von großer Originalität, mit kühnem Fluge und überraschenden Effecten: er war ein Dichter der festen, aber milden Moral- philosophie und des stillen frommen Affects, jieffühlend und zart, ja beinahe scheu im Ausdrucke dieser Gefühle, denen nian es leicht anmerkt, daß sie bei ihm nicht auf der Oberfläche liegen. Noch fei bemerkt, daß Tort i 's sämmtliche im Druck erschienene Dichtungen während feines langjährigen Aufenthaltes in der Lombarden-Hauptstadt entstanden sind. ! Als er, ein Greis, in Genua eine Zu> ! fluchtstatte gefunden, begann er eine I größere Dichtung, deren Held eine Per- sönlichkeit der Zeitgeschichte (Kar l Al- bert?) war, „lavoro") wie Professor! Zoncada schreibt, „äi Frg.vo inipor-^ tan22. 6 6.1 dsils^^a. 8UP61'ioi'6) 00N16 ! äioono HUÄnti 1o NQNN0 Istto") aber der! Tod nahm dem Dicher den Griffel aus ^ Der Hand, ehe das Werk vollendet war. ^ Bald nach Torti 's Hinscheiden ergriff! die Redaction des in Mailand heraus- gegebenen Blattes ^1^'Ita.Iia inusioals" die Initiative — weil kein Anderer in dieser' Angelegenheit das Wort er« greifen wollte, wie es im Aufrufe des Blattes heißt — zur Errichtung eines Denkmals in Mailand au fTor t i ; auch traf man in Genua, wo er gestorben, Vorbereitungen zu einem solchen. Wie weit es mit beiden Projecten gediehen, ob in beiden Städten Denkmäler des Dichters Andenken der Zukunft be- wahren, ist mir nicht bekannt. Auch kann ich nicht sagen, ob unser Poet verwandt mit dem berühmten Modenenser Arzt FranH Tor t i (geb. zu Mo dena 1. De- cember 4638, gest. im März 1741), über den erst in neuerer Zeit eine Mono- graphie erschien unter dem Titel: „ vitli o äsUs 0P61-6 äi i Di8»6rt3.2ion5 i7lg.USur3.Io die 2. Oang.16 (3g.6tg.N0 lii ^.p- piano I>rov. äi (Üonio onä.6 ottsnsre Ia lauläk liottoi-Hls in, Neäioina. 60. so." (Pavia o. I . (1838), Fratelli Fusi, Lei. 80., 49 S.). <Ü0LU10!-2.IQ2. pittoriQü (Mailänder illuftr. Blatt. kl. Fol.) ^.nna I I , 13. KIai-20 l852, Nr. 21. S.82 : „Oiovkuui loi-ti". — Q'It3.1 i 2 m u. sieals. 6-iornkio äsi t62.tri, äi lettera.- tura ocQ. (i>Iii3,uo, kl. Fol.) 1832, Nr. 17: ,.?ro5U Isttei>ll.i-ii krtiütüci". — H5a^ si ^i?i«. s6p^ )6^ . Ltoril», üsila, Isttei-^tura, idaliHn,!», äHiI'oi'i^ine äeNa, lingua, sino H' nustri Kiorni (^lilano 1834, Iooistä. tii)nz;r. äs' l.'lg,«sic:i italiani, 8".) toino IV, ?. 17 und 87. Porträt. Kniestück. Lithographie im «(Üosma- i-Hiua, Mtorioo", 1852, Nr. 21. Tortosll, Franz (gelehrter Jesuit, geb. in Wien 10. Juni 1717, gest. zu Bologna im Jahre 4800). Ueber die Lebensumstände dieses in Wien geborenen Italieners ist nichts Näheres bekannt. Er trat in den Orden der Gesellschaft Jesu ein, wurde, wie dies bei den meisten Mitgliedern derselben vorkommt, im Lehramte verwendet und trug zuerst die h. Schrift, dann Mathematik in Parma vor. Auf dem Felde der Mathe-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Toffoli-Traubenburg, Band 46
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Toffoli-Traubenburg
Band
46
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1882
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
330
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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