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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Toffoli-Traubenburg, Band 46
Seite - 169 -
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Alice 169 Toscana. Anna Maria am 11. Jänner 1868 ihre Vermalung mit Ferdinand IV. Großherzog von Toscana gefeiert hatte, besuchte sie mit demselben ihre zu Brandeis in Böhmen weilenden Schwiegereltern und den könig' lichen Hof von Dresden. Im Jahre 1877 machte sie,- von ihrer Stieftochter, der Erzherzogin Mar ie Antoinet te, be- gleitet, eine Reise nach Rom, wo sie durch Papst Pius IX. das h. Abendmahl empfing. Auf ihrer Rückkehr über Toscana und Südfrankreich verweilte sie in San Martino bei ihrer seither verstorbenen Großmutter Prinzessin Mar ia The- resia, Tochter Victor Emanuels I. Königs von Sardinien (gest. 10. Jänner 1824) und Zwillingsschwester der Kai- serin Mar ia Anna Pia, seit 29. Juni 1875 Witwe des Kaisers Ferdinand I. von Oesterreich. Auf ihrer ganzen Fahrt durch Toscana aber waren die Huldi» gungen der zahlreichen Anhänger der dort unvergessenen ehemaligen Herrscherfamilie zu Gunsten der jugendlichen, so wohl' wollend freundlichen Großherzogin nur mit schwerer Mühe hintanzuhalten. Ebenso wurde sie, als sie auf dieser Reise im gleichen Winter Florenz besuchte, von den Getreuen des alten Herrscherge- schlechts mit vielfachen Kundgebungen der Liebe und Anhänglichkeit begrüßt. Die Großherzogin A l i c e hat mit > ihrem Gemal, dem Großherzog Fer- dinand IV.) ihren ständigen Aufenthalt! i:'. Zalzburg, weilt aber den Sommer z über abwechselnd in Schlackenwerth und ! in der reizend gelegenen neugebauten Villa Toscana bei Lindau am Bodensee. Die Großherzogin gilt durch ihre Mild- thätigkeit gegen die Armen und durch ihre herablassende Leutseligkeit gegen Jedermann als wahres Ebenbild ihrer seligen Mutter, der von ihren Zeit' genossen so hoch gepriesenen Prinzessin Louise von Bourbon, deren Tod all- gemein tief beklagt wurde und deren liebenswürdige Eigenschaften die Feder eines Grafen Riancey, eines Barons Remusat und Lords Normanby so anziehend und wahrheitsgetreu schildert. Die Kinder der Großherzogin sind in der Lebensskizze des Großherzogs F e r d i- n a n d IV. ^S. 177 j^ aufgezählt und auch aus der Stammtafel ersichtlich. D i e Heim a t. Illustrirte Wochenschrift (Wien. 4".) Jahrg. 1877. Nr. tli. S. 239: „Schloß Schlackenwerth in Böhmen". Geschildert von - Harl Victor von Hansgirg". Mit Abbil- dungen im Holzschnitt: „2chloß Schlacken« wertb, Parkansicht. Garten-.Pavillon". Porträt. Unterschrift: „Alice I kaiserliche Prinzessin und Erzherzogin von Oesterreich, königliche Prinzessin 5 von Ungarn, Böhmen :c. :c. :c. s Großherzogin von Toscana I ge- borene königliche Prinzessin von Parma". Kahler (lith.), k. k. Hof-Kunstdruckerei von Rei ffenst ein in Wien. gr. Fol. Toscana, Anna Maria Großher« zogin, geborene königliche Prinzessin von Sachsen (geb. 4. Jänner 4836, gest. zu Florenz 10. Februar 1839). Eine Tochter des Königs Johann von Sachsen aus deffen Ehe mit Amalie Auguste (geb. 13. November 1801, gest. 8. November 1877), einer Tochter des Königs Maximilian von Bayern, er- hielt sie eine ungemein sorgfältige Erzie- hung und vermalte sich am 24. November 1836 mit Ferdinand IV. Salvator, dem damaligen Erbgroßherzog von Tos? cana. Die zu Dresden abgehaltene Ver» mälungsfeier gab Anlaß zu einer großen Anzahl Festschriften, wie sie unter dem Collectivtitel por 1o 1^02x0 in Italien Sitte sind, und von welchen wir unten eine Auswahl der bedeutenderen im Druck erschienenen bringen, denn uns liegen auch mehrere handschriftlicbe Spenden vor. Nicht volle dritthalb Jahre betrug
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Toffoli-Traubenburg, Band 46
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Toffoli-Traubenburg
Band
46
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1882
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
330
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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