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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Toffoli-Traubenburg, Band 46
Seite - 178 -
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Toscana, Ferdinand IV. Salvator 178 Toscana, Ferdinand IV. Salvator zurückgelegtem einundzwanzigsten Jahre erhielt, ssavaliere Baldasseroni, da» maliger Ministerpräsident, scl>reibtin seiner ^Gescbichte ^ eopolds I I . " : „Vom ersten Tage an, wo der Erbgroßherzog in dem Ministerrath erschien, in den Geschäften gan; neu. besckeiden, aufmerksamer und fleißiger Zuhörer der Berichte und De- batten, zeigte er immer einen ungewöhw liä^en Scharfsinn, eine überaus leichte Auf- fafsungsgabe, großen Hang zum Nach- denken, ein von Natur zum Guten neigendes Gemüth. Wer den Prinzen sah und kennen lernte, konnte sich der Erwartung hingeben, daß derselbe eines Tages, mit Gottes Willen, des Vaters und der Ahnen würdig gewesen wäre". Zur Vervollkommnung seiner Erziehung unternahm Ferdinand auf väterlichen Befehl im Jahre 1336 eine Neise, welche ihm auch Gelegenheit bot, sich eine Lebensgefährtin zu wählen. Nachdem er die größren Höfe Europas besucht hatte, an denen er dieseinerWürde entsprechende Aufnahme erfuhr und überall ein sym- pathisä'es Andenken zurückließ, erkor er sich die hochgebildete und liebenswürdige Prinzessin Anna, Tochter des Köcngä Johann von Sachsen, zur Braut. Die Hochzeitsfeier fand am 24. November 1836 zu Dresden statt, und so wurden zu in dritten Male die Verwandtschaftäbande des königlichen Hauses von Sachsen mit dem großherzoglicben von Toscana enger verknüpft. Im folgenden Monate noch hielt das neuvermälte Paar seinen Einzug in Florenz, wo es, wie in den anderen Städten des Großherzogthums ein Gegenstand herzlichster Huldigungen war. Die Erbgroßherzogin Anna, der Liebling der großherzoglichen Familie, ge> wann sich bald auch die Liebe des Volkes. Am 10. Jänner 1838 gebar die Gcbgroßherzogin eine Prinzessin, welche in der Taufe die Namen Mar ia An toinette ssiehe S. 21 I^ j erhielt. Das ! glückliche Vreigniß wurde von dem er- ^ lauchten Großvater durch zahlreiche Wohl' l thaten gefeiert. Leider waren dem erbgroß- herzoglichen Ehepaare die Tage des haus» ' lichen Glückes zu kurz bemessen, denn ! schon am 10. Februar 1839 starb die Prinzessin Anna in Neapel an einer Krankheit, die man mit allen Mitteln der Heilkunst vergeblich bekämpft hatte, ! und ließ den Gemal, die großherzogliche Familie und Alle, denen es gegönnt war, ihre seltenen Vorzüge zu bewundern, in tiefster Trauer zurück. Dieser Verlust war der erste jener Schicksalsschlage, welche das Jahr 1839 zu einem für Toscana und dessen erlauchtes Herrscherhaus so unglücklichen gestalteten! Am 27. April desselben Jahres verließ Großherzog »Leopold I I . sein geliebtes Toscana, > um sicb den beleidigenden Zumuthungen i zu entziehen, mit denen der schwärzeste ! Verrath an ihn herantrat. Die ganze großherzogliche Familie folgte ihm, dar- unter der Erbgroßherzog, der mit edlem Unmuthe die ihm gemachten hinterlistigen Anträge zurückwies und erklärte, „daß er keinen Thron besteigen wolle, zu welchem der Weg über den Leib seines Vaters führe!". Auf die am 11. Juli 1839 zu Villafranca geschlossenen Präli- minarien entschied sich Leopold I I . , um der Nevolution jeden Vorwand gegen die Rückkehr seines Hauses auf den durch dieselben in keiner Weise berührten recht- mäßigen Thron zu benehmen, am 21. Juli zur Abdankung zu Gunsten seines ältesten Sohnes, der den Titel „Großherzog Ferdinand IV." annahm und als solcher auch von den Fürstenhöfen aner- kannt wurde. Da aber der neue Groß» herzog die durch den Züricher Vertrag vom 18. October 1839 reservirten Rechte
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Toffoli-Traubenburg, Band 46
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Toffoli-Traubenburg
Band
46
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1882
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
330
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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