Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Toffoli-Traubenburg, Band 46
Seite - 219 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 219 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Toffoli-Traubenburg, Band 46

Bild der Seite - 219 -

Bild der Seite - 219 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Toffoli-Traubenburg, Band 46

Text der Seite - 219 -

Toscano 2l9 Toscano Den Unterricht in seinem Fache erhielt er von Karl Hut in , Professor ander Kunstakademie in Dresden. Später wurde er selbst Professor der Zeichenkunst an genannter Anstalt, zuletzt akademischer. Inspector. Von seinen Arbeiten ist in Nagler's Lexikon nur mehrerer Copien nach Gemälden der königlichen Galerie in Dresden gedacht. — Cajetans Bruder Zoseph Karl widmete sich gleich- falls der Kunst. Anfangs Schmelzmaler in der Porzellanmanufactur in Meißen, ging er später nach Dänemark und arbeitete in der Porzellanmauufactur in Copenhagen, wo er noch im Jahre 4813 am Leben war. Nagler (G. K. Dr.). Neues allgemeines Kunst- ler-Lerikon (München 4839. G. A. Fleischmann, 8°.) Bd. XIX, 2. 22. Ein Dionigi Toscani (gest. im November 183») war Arzt in der Lombardei, dessen Giovanni Vo lp i in seinem ^r iduta snl ^äk-voro äsi 1)r. tiäico D iou i ^ i los- oani tr2>n5i)ori2,to a. I^a,näri9,uo ii ziarno 2«. >'ovoinwo 183">" (Pavia 4855, Zusi. 8".. i3 2.) aedcnkr. welche Schrift Herausgeber dieses Lerikons leider nicht einsehen konnte, Toscano del Vanner, Joseph Georg (österreichischer Literarhistoriker, geb. zu Wien am 17. Februar 1822, wurde todt gefunden, nachdem er sich durch ge- öffnete Adern verblutet hatte, am 1. Ok- tober 1831). Das dritte Kind aus Jo- hann Toscano's Ehe mit Iosephine geborenen Knab, verlor er die Mutter, als er erst zwei Jahre alt war, und seine , Geschwister bald danach. Der Vater,! welcher aus einer alten, aber herab» i gekommenen italienisch-schweizerischen Fa- i milie stammte, verließ als Knabe seine Heimat, das Misorer Thal <Val di Mi- socco) in Graubündten und wurde in Wien im Jahre 1817 Schornsteinfeger- meister. Daselbst schwang er sich durch Fleiß und Speculationsgeist zu solcher Wohlhabenheit empor, daß er die Herr- schaft Sitzenthal bei Melk ankaufte, Be» scher mehrerer Bergwerke, Ziegeleien, Mühlen und k< k. Privilegien, und end' lich niederösterreichischer Zandstand wurde. Im Jahre 1826 heiratete er zum zweiten Male, und zwar die Tochter des Hof- agenten von Zol l er, die Enkelin jenes Zoller, welcher Hofkanzler dör Kaiserin Maria Theresia und ihres Vaters war und die nach ihm benannte noch be- stehende Hauptschule in Wien stiftete. Des Vaters zweite Frau ward ihrem Stiefsohne eine gute, zärtliche Mutter, die trotz ihrer eigenen neun Kinder ihn sorgfältig und liebevoll pflegte und hielt. Von 1828 bis 1832 besucbte nun Jo- seph, theils als Schüler, theils als Kost- knabe das damals bestempfohlene Kuo- lich'sche Erziehungsinsiitut in Wien und genoß darin den Unterricht für die vier Normalclafsen, über deren Gegenstände er dann jährlich bei St. Anna die Prü» fungen mit bestem Erfolge bestand. Den Sommer bracbte er meist mit den Eltern in Baden oder im Harathof bei Wiener» Neustadt, wohl auck in Tyrnau und Trencsin bei Verwandten zu, und im Herbste macbte er mit dem Vater und einem Freunde desselben Fußpartien ins Gebirge. Im Jahre 1832 starb Ku dlicv, und der Vater übersiedelte nach Sitzen- thal bei Melk. Dorthin nahm derselbe den zehnjährigen Jungen mit, um ihn in der Stiftschule zu Melk studiren zu lassen. In der stillen, etwas düsteren Kloster- schule wollte es aber dem lebhaften Knaben nimmer gefallen, und nachdem er ein paar Male durchgegangen war, wurde er zu seinen Verwandten in Tyrnau gebracht, wo er fünf Jahre im Hause seines nachmaligen Schwieger- vaters verlebte und nach Erlernung der slowakischen Spraye auch die neue Heimat
zurück zum  Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Toffoli-Traubenburg, Band 46"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Toffoli-Traubenburg, Band 46
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Toffoli-Traubenburg
Band
46
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1882
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
330
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich