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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Toffoli-Traubenburg, Band 46
Seite - 243 -
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Seite - 243 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Toffoli-Traubenburg, Band 46

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Mh, Lorenz 243 ^ Wilhelm -stück (kl. Iol.). — 2) Narn,8toni ^623. <lith>). 1863 in «H.2 o^82liF tiikrs", l865. Nr. 7. — 3) In „Vasili-uHpi uM^" , 22. März <837. Nr. 12. Holzschnitt ohne Angabe des Zeichners und Xylographen. — 4) Auf dem ersten der zwei von Ba rabäs 1856 litho- graphirten Gruppenbilder ungarischer Schrift- steller: „Hlaz/Hr irok a.roskepcZg.i'nokg.". 5äkay entwirft folgende Charakteristik von Lorenz Toth: „Lorenz T6th ist bei etwa 23 wohlthätigen patriotischen oder auch nur Speculations-Anstalten Rechtsconsulent, bei 22 Notar, bei 12 Cassier. Malitiöser als seine Schrecker'sche Photographie ist daher, was ein großer Patriot (welcher, verrathe ich nicht) über ihn gesagt hat: „Wenn nur zwei Laib-Brot im Lande wären, so würde das «inesicherlich Lorenz Toth erhalten". Dieser eine große rechtswissenschaftliche Belesenheit besitzende und die Theorie in dcr Praris so geschickt verwerthende ssommentarsckreider und Kduocat ließ übrigens einst die zarten Gefühle t>er Brust auf den Saiten der Lener ertönen imd hofirte auch dem jungen, doch armen Fräulein Thalia, bevor er der schon etwas gealterten, aber vermüglichen Matrone Themis sich in die Arme warf. Um sich jedoch nicht den Vorwurf machen zu müssen, irgend ein -Zeld vernachlässigt zu haben, auf dem die poetische Literatur Blumen pflücken kann. trat er auch. und zwar nickt als Veteran des Lebens, in das Unterhaus ein, wo man indeß seinen Beruf vor vielen Zeitgenossen aner» kennen muß; denn wenn auch nicht Origi- nalität, so besitzt er doch viele juridische Kennt« . nisse und ist wenn auch ein süßlich affectirter -und im veralteten Novellenstnl sprechender, doch ein nicht unwirksamer Redner, von dem mein Nachbar auf der Galerie, der ein böses Maul hat. sagte: „Um recht süß zu sprechen, bestreicht sich Toth Lenczi vorher die Lippen mit Snrup". Seine neuliche Rede muß in der That aus einer sehr erotischen Stimmung her« vorgegangen sein. Die nur principielle An- erkennung der Gesetze stellte er in Parallele nüt dem angeblich nicht selten vorkommenden Fall, daß man sich eine Frau nur principiell ihrem Gatten treu denke, nicht aber zugleich -in der Praris. Dann aber erklärte er, daß er die Rechtscontinuität nicht castriren lasse. Solche sinnliche Redeblumen sind einem Jüng- ling ssinp6rftoi-6Q2 und immergrün wie Lorenz Toth zu verzeihen, obwohl damals, als die Rede gehalten wurde, auf der Galerie auch wißbegierige Mädchen und Damen in schöner Anzahl im Saale der „Gesetzgebung" anwesend waren. (3s wäre endlich ungerecht, nicht zu erwähnen, daß Lorenz Toth im Rufe eines humanen, gutmüthigen und herz- lich zuvorkommenden Menschen steht". Toth, Michael, siehe: Toth, Wolf- gang ^S. 249, in den Quellen, Nr. 41, 42 und 13^. Toth, Samuel, siehe: Toth, Wolf- gang j^S. 249, in den Quellen, Nr. 14^. Toth, Stephan, siehe: Toth, Wolf- gang ^S. 249, in den Quellen, Nr. 13 und 16^. Toth, Theodor, siehe: Toth, Wolf- gang ^S. 239, in den Quellen, Nr. 17^. Toth, Wilhelm von (ungarischer Staatsmann, Ort und Jahr seiner Geburt unbekannt), Zeitgenoß. 1861, etwa 30 Jahre alt, von der Stadt Neutra in den ungarischen Reichstag, den ersten nach Niederwerfung der Revolution 1848/49, gewählt, trat er zuerst in den Vordergrund. In der 28. Sitzung des Repräsentantenhauses vom 24. Mai, in welcher Ivkai »Vd. X, S. 246^, Pod- manitzky M . XXIII . S. 8^> für den Beschluß svracben ^vergleiche zum Ver- ständniß der politischen Sachlage die Bio- graphie des Abgeordneten Paul I am- bor, Bd.X, S.60^, erhob sich Wilhelm Toth für die Adresse. Seine kurze, aber maßvolle, die heiklichsten Punkte in schonendster Weise berührende Rede machte auf die Zuhörer einen wohlthuenden Ein< druck. Ohne den Reckten seiner in ge- drücktester Jage besindlichen Nation etwas zu vergeben, hielt er doch das Banner der Loyalität hoch aufrecht und war ebenso patriotisch als treu königlich ge- sinnt. Die Einwendung Jener, welche für den Beschluß stimmten, indem sie
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Toffoli-Traubenburg, Band 46
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Toffoli-Traubenburg
Band
46
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1882
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
330
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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