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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Trzetrzewinsky-Ullepitsch, Band 48
Seite - 278 -
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Seite - 278 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Trzetrzewinsky-Ullepitsch, Band 48

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, Johann Ferdinand 278 ) Ladislaus daraus zu vertreiben. Und er schlug auch den ihm weit Ueberlegenen in die Flucht, wofür er dann neuerdings im Befehle belobt wurde. Ebenso that er sich einige Wochen später, am 10. August in dem bei Roccafredda stattgefundenen blutigen Treffen, welches eilf Stunden dauerte, hervor. Bei einer Recognoscirung, welche er im December g. I . vornahm, schlug und vertrieb er den Feind bei Tra< gigiano, erfocht wieder gleich darauf mit dem Obersten Baranyay einen glän« zenden Sieg und hielt sich auch in allen folgenden Gefechten im Februar 1747 auf das tapferste. Als nach dem Ab- schluffe des Aachener Friedens die kaiser« lichen Truppen Italien verließen, kehrte er mit seinem Regimente nach Olmütz zurück. Daselbst am 9. Februar 1730 im Regimente, das zu dieser Zeit bereits den Namen Eszterhäzy führte, zum Major befördert, wurde er 1732, wahrend eines großen Feldlagers bei Kollin, von den versammelten Generälen der Kaiserin als ein tapferer Ofsicier gerühmt und deren besonderer Gnade empfohlen. Eo stieg er denn 1734 zum Oberstlieutenant auf und kam 1736 als solcher zu Pälffy' Infanterie. Nun aber begann ein schon vorhandenes Leiden sich stark und rasch zu entwickeln. Von Ofen, wo er in letzter Zeit das Commando des Regiments führte, wollte er sich, Linderung seines Uebels suchend, im Mai 1737 nach Kaschau begeben zu seiner Gattin Eli« sabeth geborenen Pulszky, mit welcher er etwas über ein Jahr verheiratet war. Aber er sollte sie nicht wieder sehen. Auf dem Wege verschlimmerte sich sein Zu« stand so sehr, daß er in Aszod zurück- bleiben mußte, wo er denn auch schon wenige Tage nach seiner Ankunft im Hause des Barons Poomanitzky, bei welchem er gastliche Aufnahme gefunden, den Geist aufgab. Mitten aus einer Laufbahn, auf welcher ihm noch eine schöne Zukunft lächelte, wurde er im Alter von erst 34 Jahren durch den Tod gerissen. Melzer (Jacob). Biographien berühmter Zipser (Kaschau ^832), Ellinger. 8".) S. 177—t87: „Johann Ferdinand Ujhäzy von Rozsnyo- bänya". UMzy, Ladislaus (ungarischer I n - surgent, geb. in der Zips im Jahre 1794). Ein Sohn Samuel Ujhäzy'5 aus dessen Ehe mit Polyxena Rad« vanszky, ist er ein Sproß der Familie Ujhäzy von Budamör. Ueber dieselbe, aber nur über sie allein, gibt Ivan Nagy in seinem ungarischen Adelswerke Nachrichten, doch sind dieselben höchst lückenhaft, obwohl gerade dieser Familie mehrere, wie unser Lexikon ausweist, ganz ausgezeichnete Sprossen entstammen. Ladislaus genoß eine sorgfältige Er« ziehung, beendete die juridischen Stu- dien, und mit einem entschiedenen Redner- talente begabt, fand er auf den Comitats- congregationen Gelegenheit genug, das- selbe zu entfalten. Im Säroser Comitate, wo er ansehnlich begütert war und nach eingegangener Ehe mit einer Urenkelin des berühmten Grafen Benjowsky, nach- maligen Königs von Madagaskar sBd. I, S. 272^, seinen Wohnsitz nahm, schwang er sich bald zum Chef der Opposition empor, doch war seine dortige Stellung bei der vorwiegend streng katholischen und conservativen Gesinnung jenes Co- mitates — und er war Protestant und ein ausgesprochener heftiger Gegner der Regierung — eine doppelt schwierige, um so mehr, da ihm 1839 in Folge einer über ihn verhängten iwta inLäeütktis ein Hochverrathsproceß drohte. Dabei war er als Gatte und Vater musterhaft und- in seiner Behausung in echt biblischem
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Trzetrzewinsky-Ullepitsch, Band 48
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Trzetrzewinsky-Ullepitsch
Band
48
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1883
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
346
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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