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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Trzetrzewinsky-Ullepitsch, Band 48
Seite - 280 -
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Seite - 280 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Trzetrzewinsky-Ullepitsch, Band 48

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, Ladislaus 280 LadisllNls Mühe vergebens". Als dann der Krieg zum Allsbruch kam, im September 1848, vertauschte auch Ujhazy die Magnaten» tafel mit dem Werbetisch und schlug letz» teren in derülloerstraße Nr. 814 in Pesth auf. Dorthin berief er alle Kampflustigen, die sich auf seinen Aufruf in ein neues auf eigene Kosten sich ausrüstendes Frei» corps sammeln wollten. Er selbst mit seinen drei Söhnen trat in diese Frei» scbaar. Denselben Aufruf wiederholte er am 3. December in Preßburg, wohin er an der Seite Csänyi's M . I I I , S. 42 j^ gegangen war. Dieser Aufruf war schon insofern verlockender, als die Werbung für ein Iagercorps erfolgte, welckes vom Staate aus mit Ausrüstung, Equipirung und Bewaffnung versehen werden, bis zum Schlüsse des Krieges! dienen und per Mann außer der regle- ^ mentmaßigenBrot- und Fleischration auch ! noch eine tägliche Löhnung von zwölf! Kreuzern erbalten sollte. Als dieses Corps ! dann aufgestellt war, uahm er im Winter- ! feldzuge Görgey's unter Guyon an ^ der Erstürmung des Branyiskopaffes, tbätigen Antheil. Bei der Annäherung! des Feldmacschalls Windischgrätz zog! er mit der revolutionären ungarischen! Regierung nach Debreczin und lebte! daselbst in Dürftigkeit, sah Frau und! Töchter die niedrigsten häuslichen Arbeiten besorgen und hatte als Vater die drückende Sorge um das Loos seiner im Revolu- tionsheere dienenden Söhne. Später wurde er zum Civilgouverneur der Festung Komorn ernannt. Er blieb es bis zur erfolgten Capitulation, in welche er mitinbegriffen war, worauf er dann mit seiner Gattin, drei Söhnen und zwei Töchtern auswanderte. Er ging nach Nordamerika, und zwar nach dem! Staate Iowa, um sich dort im County Decawr anzusiedeln. Die amerikanische Regierung wies ihm und denen, die mit ihm gekommen, in der damals noch völlig brachliegenden Gegend Gründe an, und sie nahmen davon so viel in Beschlag, als sie von einem Punkte aus übersehen konnten, etwa vierzigtausend Morgen Landes. Mit großer Mühe und nach einer langwierigen beschwerlichen Reise waren sie an Ort und Stelle angelangt, und unter furchtbaren Anstrengungen mit an so schwere Arbeit doch nicht gewöhnten Händen brachten sie es dahin, einen Theil des Bodens aufzubrechen und ein paar Blockhütten zu errichten. Bis dahin hatten sie in Zelten gewohnt. Ujhäzy nannte die neue Colonie „New Buda", und die ersten Ansiedler hegten keine geringere Hoffnung, als daß in der neuen Welt eine ungarische Stadt erstehen werde. Die Nachricht von dem neuen ungarischen Heim verbreitete sich, und von sanguinischen Hoffnungen angespornt, kamen aus allen Welttheilen, in welche die ungarischen Verbannten zerstreut waren, Flüchtlinge herbei, um sich in New Buda anzusiedeln, dessen gebirgige waldige Gegend mit dein Heveser und Neograder Comitate einige Aehnlichkeit hat. Mittlerweile aber waren die An- siedler erst auf die Bedingungen auf- merksam gemacht worden, unter welchen die amerikanische Regierung Land ver- theilt. Jeder einzelne Colonist hatte nur auf 160 Morgen Anspruch, und so bildete das durch die ungarischen Pioniers von Horizont zu Horizont in Beschlag ge» nommene Land kein Eigenthum derselben. Die sich schon eine Hütte errichtet und Felder urbar gemacht hatten, blieben, alle Andern zogen wieder fort, um ander- wärts ihr Glück zu versuchen. Auch 3 a> d i s l a u s U jhäzy , der eigentliche Gründer von New Buda verließ die Colonie und siedelte sich später in Texas
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Trzetrzewinsky-Ullepitsch, Band 48
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Trzetrzewinsky-Ullepitsch
Band
48
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1883
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
346
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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