Seite - 284 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Trzetrzewinsky-Ullepitsch, Band 48
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, Paul Alexander 284 ä)y, Paul Alexander
Tages den Unseren zufiel. Für seine
Waffenthat avancirte U j h ä. z y zum
Hauptmann. Als es galt, in den Besitz
der noch von den Franzosen besetzten
Festungen Legnago und Verona zu ge-
langen, erbot er sich aus freien Stücken,
das Terrain des Etschftufses und beide
Festungen aufzunehmen, Lage und Stel-
lung des Feindes auszukundschaften und
dann den Plan zur Erstürmung von
Verona zu entwerfen. I n den letzten
Tagen des December begab er sich in
Verkleidung mitten unter die Feinde und
nahm mit größter Genauigkeit Alles in
Augenschein, was zu seinen Zwecken
diente. Sein Entwurf fand auch die volle
Billigung des Armeecommandos, allein
bald darauf folgende Zwischenfälle ließen
denselben nicht zur Ausführung kommen.
Mit Beginn des Jahres 4797 wurde der >
Uebergang über die Etsck deMojsen. !
Am 8. Jänner kam es an den Ufern der!
Fratta ',u einem heftigen Gefeä'te, in ^
dem die Unseren siegten, welcbe dann!
über letztgenannten Fluß setzten. Und ^
wieder hatte Ujhäzy nicbt unwesentlich,
zu diesem Siege beigetragen. Nun galt ^
es, den zurückgeworfenen Feind aus allen !
Orten, wo er festen Posto gefaßt, zu!
werfen. General Ho henz ol lern be-
fehligte die fünf Bataillons starke Avant-
garde. Sie waren in vier Colonnen ein-
getheilt, mit deren Aufstellung Ujhazy
betraut ward. Die Führung der ersten!
übernahm er selbst. Auf den 9. Jänner
Nachmittag 4 Uhr war der Angriff fest-
gesetzt, und der Feind wurde auf allen
Punkten geschlagen und weit zurück-
geworfen. Die weitere Verfolgung mußte
wegen Einbruchs der Nacht aufgegeben
werden, aber der Feind hatte 3 Ge-
schütze, 18 Officiere und 200 Gefangene
verloren. Nun sollte der Uebergang über
die Etsch ins Werk gesetzt werden, und Ujhazy wurde mit den nöthigen Vor-
bereitungen beauftragt. General Auge-
reau deckte feindlicherseits mit seiner
40.000 Mann starken Division die Ufer
des Etschflusses. Bei Angiari fand
Ujhäzy den einzigen durch einen Damm
geschützten Punkt, wo er die Möglichkeit
sah, seinen Plan durchzuführen. I n
wahrhaft genialer Weise traf er alle An-
ordnungen, und unter heftigem Kampfe,
der aber auf allen Punkten zu unseren
Gunsten ausfiel, ging der Uebergang am
14. Jänner glücklich von Statten. Am
folgenden Tage in der Frühe übersiel er
dann bei Castellano mit einigen Uhlanen
ein feindliches Infanterie- und Kavallerie-
Piquet von etwa 450 Mann und zwang
es, das Gewehr zu strecken, dabei einen
mit wichtigen Papieren beladenen und
dem General Bonaparte gehörigen
Rüstwagen erbeutend. Für diese Waffen-
thaten rückte er zum Major vor. In dem
am 16. Jänner folgenden Treffen bei
San Giorgio, in welchem Feldmarschall-
Lieutenant Provera eine Niederlage
erlitt, gerieth Major UjhHzy, der tapfer
mitgefochten hatte, schwer verwundet in
feindliche Gefangenschaft. I n drei Wochen
wurde er durcb einen französischen Chi-
rurgen so weit hergestellt, daß er dann.
nach Verona gebracht werden konnte.
Drei Pferde hatte er bei diesen Kämpfen
unter dem Leibe verloren, drei andere
waren mit seinem Reitknecht in Gefangen-
schaft gerathen und seine ganze Bagage
war in den Besitz des Feindes gefallen.
Genesen und ausgewechselt begab er sich
über Leoben nach Wien, wo er am
21. April 1798 eintraf. Während seines
Aufenthaltes daselbst bewarb er sich um
den Maria Theresien-Orden, in seiner
Eingabe von den Generalen.Wurmser
und Alvinczy auf das kräftigste unter-
stützt. Von Wien aus besuchte er seine
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Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Trzetrzewinsky-Ullepitsch, Band 48"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Trzetrzewinsky-Ullepitsch, Band 48
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Trzetrzewinsky-Ullepitsch
- Band
- 48
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1883
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 346
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon