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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Trzetrzewinsky-Ullepitsch, Band 48
Seite - 285 -
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Seite - 285 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Trzetrzewinsky-Ullepitsch, Band 48

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) Paul Alexander Andreas Heimat und kehrte von da nach Italien zurück, wo er in Padua, als Major dem General - Quartiermeisterstabe zugetheilt, verblieb. Bald aber begannen die Feind» feligkeiten von Neuem. Bei Legnago kam es am 26. März 1799 zu einem blutigen Treffen, in welchem die Franzosen 2000 Todte, darunter den General Vignette, zählten. Außerdem wurden 8 Kanonen, 3 Haubitzen und 32 Muni tionskarren erbeutet. Wieder hatte sich NjhHzy im Kampfe so hervorgethan, daß ihn General Kray im Armeebefehl hoch belobte. Dann focht er am 30. März in der siegreichen Schlacht bei Verona und am 3. April in jener auf den Feldern von Verona, in der letzteren aber fand er bei dem Sturme, den (! neral St. Ju l ien auf das Castel Azan unternahm, den herrlichen Soldatentod. Die Nachricht hiervon wurde in der Armee mit allgemeiner Trauer aufgenommen. Da Ujhä.zy auf der Wahlstatt gefallen war, konnte seine Leiche nicht gleich auf- gefunden werden. Da ließ ein reicher, ihm befreundeter Veroneser Edelmann, Namens Valsecchi, das Schlachtfeld sorgfaltig absuchen, die gefundene Hülle des Helden in der Kirche San Luca zu Verona beisetzen und dem Freunde ein schönes Denkmal mit lateinischen Disti- chen aufrichten, welche in dem in den Quellen genannten Werke mitgetheilt sind. Als im nächstfolgenden Jahre 1800 das Regiment Alvinczy, in welchem Major Njhä.zy gedient hatte, nach Verona kam, wo damals das Haupt« quartier sich befand, veranstaltete das Officiercorps dem zu früh Hingeschie- denen Kameraden und Helden eine Todtenfeier, zu welcher ein Armeebefehl die Einladung enthält, worin des „mit Auszeichnung vor dem Feinde gebliebenen Majors von Ujhäzy" in rühmlichster Weist gedacht wird. Der Mutter und den Brüdern des Verewigten wurde im Auftrage des Feldzeugmeisters Barons Alvinczy durch einen eigens deshalb abgesandten Hauptmann die Nachricht von dem ehrenvollen für Ujh 5zy abge- haltenen Trauerfeste nach Budamör über» bracht und in der Cavelle daselbst dein Helden ein Denkmal aus Marmor er- richtet, welches die Inschrift Valsecchi'K und darunter die Worte enthält: Veri. noniinis. Nei-oi. tNio. kratri. ^ Doniini. U Melz er (Jacob). Biographien berühmter Zipscr (Kaschau 1833. Minger. 8°.) S. 213—263: „Paul Alexander UMzy von Budamer". Noch sind erwähnenswerth.- 1. Andreas Ujhäzy von Budamer (geb. zu Hollö- Lomnitz 1781. gest. zu Lemberg im Mai 1813), ein Sohn Joseph Ujhazy's aus dessen Ehe mit Theresia geborenen Mariassy. Seiner Neigung für den Waffendienst folgend, trat er 1799, 18 Jahre alt, bei einem Reiter» Regimente in die kaiserliche Armee. Er rückte rasch vor. wozu sein tapferes Verhalten viel beitrug, im italienischen Feldzuge 1809 stand er schon als Rittmeister bei Baron Ott'Huszarcn Nr. 3. Der 16. April d. I . bei Fontana Freddll war sein Ehrentag. Der Feind hatte daselbst feste Position genommen, entschlossen, die Oesterreicher aus ihrer sicheren Stellung zu verdrängen. Beiderseits wurde der Kampf mit großer Erbitterung gefochten, aber die Uebermacht des Feindes verschaffte diesem immer mehr und mehr Vortheile, so daß die Unseren endlich zu weichen begannen. Diesen verhängnißvollen Moment erkannte Rittmeister Ujhäzy. Er nahm sofort drei Züge seiner Escadron und siel mit denselben so erfolg" reich in die Flanke des Feindes, daß dieser, noch eben dem Siege so nahe. unter Verlusr von 200 Todten und Verwundeten zurück» geworfen wurde. Als die Fliehenden sich wieder stellten, um mit den von ihnen früher Zurück« gedrängten, jetzt sie Verfolgenden den Kampf aufs Neue aufzunehmen, war der Muth der Unseren so gehoben, daß diese nun nach einem hartnäckigen Kampfe siegreich aus demselben.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Trzetrzewinsky-Ullepitsch, Band 48
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Trzetrzewinsky-Ullepitsch
Band
48
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1883
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
346
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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