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) Paul Alexander Andreas
Heimat und kehrte von da nach Italien
zurück, wo er in Padua, als Major dem
General - Quartiermeisterstabe zugetheilt,
verblieb. Bald aber begannen die Feind»
feligkeiten von Neuem. Bei Legnago kam
es am 26. März 1799 zu einem blutigen
Treffen, in welchem die Franzosen
2000 Todte, darunter den General
Vignette, zählten. Außerdem wurden
8 Kanonen, 3 Haubitzen und 32 Muni
tionskarren erbeutet. Wieder hatte sich
NjhHzy im Kampfe so hervorgethan,
daß ihn General Kray im Armeebefehl
hoch belobte. Dann focht er am 30. März
in der siegreichen Schlacht bei Verona
und am 3. April in jener auf den
Feldern von Verona, in der letzteren
aber fand er bei dem Sturme, den (!
neral St. Ju l ien auf das Castel Azan
unternahm, den herrlichen Soldatentod.
Die Nachricht hiervon wurde in der Armee
mit allgemeiner Trauer aufgenommen.
Da Ujhä.zy auf der Wahlstatt gefallen
war, konnte seine Leiche nicht gleich auf-
gefunden werden. Da ließ ein reicher,
ihm befreundeter Veroneser Edelmann,
Namens Valsecchi, das Schlachtfeld
sorgfaltig absuchen, die gefundene Hülle
des Helden in der Kirche San Luca zu
Verona beisetzen und dem Freunde ein
schönes Denkmal mit lateinischen Disti-
chen aufrichten, welche in dem in den
Quellen genannten Werke mitgetheilt
sind. Als im nächstfolgenden Jahre 1800
das Regiment Alvinczy, in welchem
Major Njhä.zy gedient hatte, nach
Verona kam, wo damals das Haupt«
quartier sich befand, veranstaltete das
Officiercorps dem zu früh Hingeschie-
denen Kameraden und Helden eine
Todtenfeier, zu welcher ein Armeebefehl
die Einladung enthält, worin des „mit
Auszeichnung vor dem Feinde gebliebenen
Majors von Ujhäzy" in rühmlichster Weist gedacht wird. Der Mutter und
den Brüdern des Verewigten wurde im
Auftrage des Feldzeugmeisters Barons
Alvinczy durch einen eigens deshalb
abgesandten Hauptmann die Nachricht
von dem ehrenvollen für Ujh 5zy abge-
haltenen Trauerfeste nach Budamör über»
bracht und in der Cavelle daselbst dein
Helden ein Denkmal aus Marmor er-
richtet, welches die Inschrift Valsecchi'K
und darunter die Worte enthält: Veri.
noniinis. Nei-oi. tNio. kratri. ^
Doniini. U
Melz er (Jacob). Biographien berühmter Zipscr
(Kaschau 1833. Minger. 8°.) S. 213—263:
„Paul Alexander UMzy von Budamer".
Noch sind erwähnenswerth.- 1. Andreas
Ujhäzy von Budamer (geb. zu Hollö-
Lomnitz 1781. gest. zu Lemberg im Mai 1813),
ein Sohn Joseph Ujhazy's aus dessen
Ehe mit Theresia geborenen Mariassy.
Seiner Neigung für den Waffendienst folgend,
trat er 1799, 18 Jahre alt, bei einem Reiter»
Regimente in die kaiserliche Armee. Er rückte
rasch vor. wozu sein tapferes Verhalten viel
beitrug, im italienischen Feldzuge 1809 stand
er schon als Rittmeister bei Baron Ott'Huszarcn
Nr. 3. Der 16. April d. I . bei Fontana
Freddll war sein Ehrentag. Der Feind hatte
daselbst feste Position genommen, entschlossen,
die Oesterreicher aus ihrer sicheren Stellung
zu verdrängen. Beiderseits wurde der Kampf
mit großer Erbitterung gefochten, aber die
Uebermacht des Feindes verschaffte diesem
immer mehr und mehr Vortheile, so daß die
Unseren endlich zu weichen begannen. Diesen
verhängnißvollen Moment erkannte Rittmeister
Ujhäzy. Er nahm sofort drei Züge seiner
Escadron und siel mit denselben so erfolg"
reich in die Flanke des Feindes, daß dieser,
noch eben dem Siege so nahe. unter Verlusr
von 200 Todten und Verwundeten zurück»
geworfen wurde. Als die Fliehenden sich wieder
stellten, um mit den von ihnen früher Zurück«
gedrängten, jetzt sie Verfolgenden den Kampf
aufs Neue aufzunehmen, war der Muth der
Unseren so gehoben, daß diese nun nach einem
hartnäckigen Kampfe siegreich aus demselben.
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Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Trzetrzewinsky-Ullepitsch, Band 48"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Trzetrzewinsky-Ullepitsch, Band 48
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Trzetrzewinsky-Ullepitsch
- Band
- 48
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1883
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 346
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon