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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Trzetrzewinsky-Ullepitsch, Band 48
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Mfeld, Clirfi; Änwn 290 ) Corfiz Anton Redigirt von August Schmidt (Wien. 4°. Iahrss l84l. S, 460. in den .Geschichtliche! Rückblicken". — Köchel (Ludwig Ritter von) Die kaiserliche Hof.Musikcapelle in Wien vo, <543 bis i367. Nach urkundlichen Forschunge' (Wien !869. Veck. gr. 8«.) S. 93, Nr. t33l S. «8. Nr. l433 ftber Anton Ulbrich^ S. 59. Nr. l2<N. S. 93. Nr. 1277 ^ Anton Ignazi; S. 85». Nr. ii21. S. 9l Nr. t23i süder Iqnciz'l und Nr. 1232 s Johann K. Ulbrich) Nlfeld, auch Ulefeld und Uhlefeld. Corsiz Anton Graf (Staatsmann un Ritter des goldenen Vließes, geb. in Siebenbürgen 13. Juni 4699, gest zu Wien 3l. December 4760). De Sproß eines hochansehnlichen dänischen Geschlechtes, über welches die Quellen S. 293 nähere Nachrichten enthalten, ist ssorfiz oder wie er in alteren Quellen» werken genannt wird, Cornif icius, ein Sohn Leos aus dessen Ehe mit Anna M ar ia geborenen Gräfin S inzen d o r f. I n seiner Jugend Militär, machtl er den Feldzug 1716 gegen die Türken mit. Kaiser Karl VI. erhob in Erinne- rung an seinen treuen Feldmarschall Grafen Leo Ulfeld, der ihn in die spaniscben Erblande begleitet hatte, den Sohn desselben im Jahre 4723 zum k. k. Kämmer, 4724 zum wirklichen Reichshofrath. Zur diplomatischen Lauf- bahn übertretend, wurde Graf Corfiz Anton 4728 Gesandter am savoy'schen Hofe. Am 23. Juni 4730 vermalte er sick mit Maria Anna, einer Tochter Damian Hugos Grafen von Vir- mond, Hofdame der damals regierenden Kaiserin. Er verlor seine Gattin schon nach anderthalbjährigem Ehestande, am 19. December 4731 durch den Tod. Da sie ihm keinen Leibeserben geschenkt, hatte sie ihn zum Universalerben ihres großen Vermögens eingesetzt. 4733 ging Graf Ulfeld als böhmischer Comitial- gesandter nach Regensburg, im folgenden Jahre als Generalbevollmächtigter für die Generalstaaten nach dem Haag: Im Sommer 4739 fanden die Verhand- lungen eines der berüchtigtsten und unglücklichsten Friedensschlüsse statt, jenes von Belgrad, „dieses Ergebnisses", wie Hammer in seiner „Geschichte des osma» nischen Reiches" schreibt, „unglaublicher Eigenmächtigkeiten und Leichtsinnes von Seite der denselben unterhandelnden österreichischen Bevollmächtigten". Da wurde denn im December 1739 Graf Ulefeld zum kaiserlichen Großbotschafter an der ottomanischen Pforte und bei diesem Anlasse zum wirklichen geheimen Rathe ernannt. Nachdem er m dieser Eigenschaft am 28. April 4740 seinen prachtvollen Einzug in Wien gehalten hatte, ging er am 48. Mai mit zahl- reichem Gefolge und großem Pompe an seinen Bestimmungsort ab. Den 4 4. Juni auf der Save unweit Belgrads gegen den türkischen Großbotschafter ausgewechselt, langte er im Juli in Constantinopel an, wo er mit großen Feierlichkeiten am 41. August seinen öffentlichen Einzug hielt und am 44. zur Audienz vor den Großherrn vorgelassen wurde. Hammer gibt in seiner vorerwähnten „Geschichte des osmanischen Reiches" (2. Auflage, Bd. IV, S. 372—386) ein recht an- schauliches Bild von den Anmaßungen and dem erbärmlichen Intriguenspiel, welches die Pforte bei allen Verhand» lungen mit dem Botschafter systematisch urchführte. Nicht ganz ein Jahr blieb N l fe l d auf seinem Posten. Am 8. April 4744 hatte er seine Abschieds- audienz bei dem Großsultan, am folgen« den Tage verabschiedete er sich vom Großvesir, brach am 4. Mai von Con» stantinopel wieder nach Wien auf und vurde am 4 5. Juni zu Gsseg gegen den
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Trzetrzewinsky-Ullepitsch, Band 48
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Trzetrzewinsky-Ullepitsch
Band
48
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1883
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
346
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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