Seite - 301 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Trzetrzewinsky-Ullepitsch, Band 48
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mente zu Stande gebrachte ansehnliche
Mitgliederzahl zu verdanken. Auch er-
warb er sich Verdienste um den reichen
Besuch und die Ordnung der Vereins-
Versammlungen. Noch hat sich Ulle-
pitsch als Schriftsteller und Dichter be-
merkbar gemacht. Schon 1832 trat er
unter dem Pseudonym Jean Laurent
im „Illyrischen Blatte", welches damals
Professor Heinrich redigirte, mit einem
Gedichte an die Griechen bei Ankunft
ihres Königs Otto, dann mit mehreren
anderen Poesien auf. 1889 übernahm er
die Redaction der „Laibacher Zeitung"
und der mit ihr unter dem Namen „Illy>
risches Blatt" verbundenen Unterhal-
tungsbeilage. Wahrend seiner Redactions'
zeit, bis 1846, veröffentlichte er, nament»
lich im Jahre 1839, eine größere Anzahl
Gedichte, theils Balladen und Romanzen
aus der Geschichte des Landes, theils
didaktische Gedichte. Nun, wenn ihm auch
seine poetischen Ergüsse einen Platz auf
dem österreichischen Parnaß nicht zu
sichern vermögen, so hat er durch seine
Arbeiten in ungebundener Rede um so
verdienstlicher gewirkt, denn seine ge-
schichtlichen Aufsätze erschienen nicht nur
im „Illyrischen Blatte", sondern mehrere
der wichtigeren auch in den Mittheilungen
des historischen Vereines, so im Jahr-
gange 1846 außer einigen literarischen
Anzeigen und dem Verzeichnisse der vom
historischen Provinzialvereine für Krain
erworbenen Gegenstände, welches sich
auch in den späteren Jahrgängen fort»
setzte, eine „Darstellung der Lapidardenk-
male Krains' mit ihren Abbildungen"
(Nr. 3 und 7), im Jahrgang 1847 eine
Fortsetzung derselben (Nr. 2, 4 und 6)
und das „DipioniHtHlium Oa.rnj.oli-
ouin", welches er aus den Archivsmate-
rialien des historischen Vereines für Krain
redigirte (Nr. 3, 4, 3, 6, 10, 11, 12), im Jahre 1848 Fortsetzungen der „Lapidar-
denkmale" (S. 16) und des «i)iplonia-
ta.riuni Oai-niolioun^ (S. 18, 27, 93)
und im Jahrgang 1849 Fortsetzung des
„DipiomatÄi-ium" (S. 48 und 98); mit
diesem Jahre endet seine Betheiligung
am Vereine, sein amtlicher immer wech-
selnder Beruf nimmt ferner seine ganze
Thätigkeit in Anspruch. Außerdem er-
schien selbständig von ihm das „Denkbuch
drr Aime3entirit Ihrer Nllljt2t2trn des Nmsers
Ferdinand I. und der Kllizerin Mur i l l
Anna bei Gelegenheit der innerööterreichischen
Gewerbe- -und Industrieausstellung in Aaibüch
im Jahre IsA^" (Laibach 1844). Und eine
Sammlung seiner Sprüche und Sinn»
gedichte, von denen ein Theil im „Illyri.
schen Blatt" unter der Aufschrift „De-
cimen', weil immer deren zehn auf
einmal zusammengestellt waren, erschienen
ist, gab er unter dem Titel „Aphorismen"
heraus. Mehrere auswärtige historische
Vereine, so die gelehrte esthnische Gesell»
schaft in Dorpat, die Gesellschaft der
Alterthumsfreunde in Bonn u. a. er-
nannten ihn zu ihrem Ehrenmitglieds
Ueber seinen Familienstand siehe unten
die Quellen.
Laibacher Zeitung, 1862. 24. Juli. Nr. 168.
— Dieselbe, 1862, Nr. 186, im Bericht
über die Monatsversammlung des historischen
Vereines für Krain vom 7. August 1862. —
Oesterreichischer Courier (vormals
„Theater'Zeitung" von Adolph Bäuerle)
28. Jänner 1849. Nr. 24, im Leitartikel:
„Wien. den 28. Jänner" von N. M. W.
— Genealogisches Taschenbuch der
Ritter« und Adelsgeschlechter (Vrünn. Buschak
und Irrgang, 32".) IV. Jahrg. (1879).
S. 631.
Kar l Ullepitsch vermalte sich am 6. Februar
1837 mit Varia Auschitz (geb. 21. November
1817), welche ihm folgende Kinder gebar.-
Kar l (geb. 23. Juli 1838, gest. 20. Sep-
tember 1839); — Robert (geb. 2. Mai
1840, gefallen als k. k. Oberlieutenant in der
Schlacht bei Königgrätz am 3. Juli 1866):
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Trzetrzewinsky-Ullepitsch, Band 48
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Trzetrzewinsky-Ullepitsch
- Band
- 48
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1883
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 346
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon