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Unschuld, Wenzel 78 Unschuld, Wenzel
fung von Paramenten u. f. w., und
damals betrug sein Einkommen nicht
ganz 2000 fl. ö. W. fürs Jahr. Später
als Prälat mit reicherem Einkommen that
er unendlich viel für Bedürftige, beson
ders für seine verarmten Anverwandten,
überdies aber ließ er Kirchenaltäre reftau
riren, bereicherte die Bibliothek durch
Anschaffung kostbarer Werke u. s. w.
Zum Schlüsse sei noch bemerkt, daß sich
Unkhrechtsberg schon in den Fünf-
ziger»Iahren zur Vornahme correspon»
dirender meteorologischer Beobachtungen
an seiner Sternwarte, um naturwissew
schaftliche Bestrebungen möglichst gemein»
nützig zu machen, bereit erklärte, daß er
eine interessante Suite Petrefacten von
Rittöerg der Wiener geologischen Reichs-
anstalt schenkte, und daß seine Hohen-
bestimmungen für Mähren im Jahrbuch
der k. k. geologischen Reichsanstalt
M . I.X, S. 24^ mitgetheilt sind.
d'Elv ert (Christian). Zur Culturgeschichte Mäh«
rens und Oesterreichisch-Schlesiens ^18. Theil
der Schriften der historisch'statistischen Section
der k. k. mährisch «sä/lesischen Gesellschaft zur
Beförderung des Ackerbaues u. s. w. (Brunn
1868. Ler. 8".) S. 174. 250, 238, 260. 290.
Ein Ludwig Ritter von Unkrechtsberg
(geb. zu Wien ain 27. October 1838) kam
im September 1833 zur militärischen Aus»
bildung in die Wiener-Neustädter Militäraka-
demie, aus welcher er am 20. August 1838
als Lieutenant m. G. zu Erzherzog Karl
Infanterie Nr. 3 ausgemustert wurde; im
Jahre 1839 stieg er zum Oberlieutenant auf,
kam 1863 zu Kaiser Alexander«Infanterie
Nr. 2, in welchem Regimente er 1866 zum
Hauptmann zweiter Classe vorrückte. Er
machte die Feldzüge 1839 in Italien und
1866 gegen Preußen mit und stand durch
längere Zeit im militär«geographischen Insti'
tute in Verwendung. Gegenwärtig dient er
nicht mehr in der k. k. Armee.
Unschuld von Welllsfeld, Wenzel
(k. k. Feldmarschall-Lieutenant,
geb. zu Prag am 9. April 1814). Im October 1823 trat er zur militärischen
Ausbildung in die Wiener-Neustädter
Militärakademie ein und wurde am
3. October 1833 als Fähnrich zu Graf
Latour-Infanterie Nr. 28 ausgemustert.
Im October 1834 kam er als Lieute-
nant in das 1. Jäger»Bataillon, in
gleicher Eigenschaft im December 1843
zu Kaiser-Infanterie Nr. 1, im März
1844 wurde er Oberlieutenant, im August
1848 Hauptmann, im Jänner 1832
Major, im März 1837 Oberstlieutenant,
im Mai 1839 Oberst. I n der Zwischen«
zeit, schon 1842, als Professor des Situa-
tionszeichnens und der Terrainlehre in
der Wiener-Neustädter Akademie ver»
wendet, blieb er daselbst durch vier
Jahre, worauf er, dem General-Quartier-
meisterftabe zugetheilt, bis 1848 bei der
Militärmappirung in Mähren und Schle-
sien, dann in Mittel'Italien, endlich bei
der Landesbeschreibung in Ober» und
Niederösterreich in Verwendung stand.
Er machte die Einschließung und Ein>
nähme von Wien (12. bis 31. October
1848), das Gefecht in der kleinen Schütt
(26. December), die Cernirung von
Komorn (31. December 1848 bis 8. Fe-
bruar 1849), hierbei am 26. Jänner
die Demolirung der Verschanzung unter
dreistündiger Beschießung aus Komorn
leitend, ferner das Scharmützel bei
Uj-Szöny (4. Februar), das Gefecht bei
Waitzen (10. April), die Schlacht bei
Nagy-Sarlo (19. April), die Gefechte
bei Szered-Schintau (13., 13., 17., 19.
und 20. Juni), die Schlacht bei Pered
(21. Juni), die Einnahme von Raab
(28. Juni), die Schlachten bei Komorn
(2. und 11. Juli), die Gefechte bei
Uj-Szegedin (3. 4., 3. August), die Ein»
nähme von Szegedin (3. August), die
Schlacht bei Szöreg (3. August), das
charmützl bei Szt. Andräs, dann die
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Ullik-Vassimon, Band 49
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Ullik-Vassimon
- Band
- 49
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1883
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 348
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon