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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Ullik-Vassimon, Band 49
Seite - 208 -
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Seite - 208 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Ullik-Vassimon, Band 49

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Samuel 208 Stibor indem er zuerst Philosophie, später Theo- < logie im Stifte vortrug. Im Besitze einer - seltenen Rednergabe erhielt er in der ^ Folge ein Predigtamt und erlangte als ungarischer Kanzelredner weit und breit einen Ruf. Als dann Augustin 3«cs, der Abt von Tihany, das Zeitliche! segnete, ward Vajda durch das Ver- trauen seiner Mitbrüder auf den er» ledigten Prälatenstuhl berufen. Auf diesem Posten blieb er bis zum Jahre j?87, in welchem Kaiser Joseph I I . das Kloster Tihany aufheben ließ. Er begab sich nun nach Steinamanger, wo er 1793, 77 Jahre alt, in den Armen des Bischofs von Szili starb. Vajda schrieb in magyarischer und lateinischer Sprache, doch nur das Wenigste von seinen Arbeiten ist im Druck erschienen, darunter: ^4' mi sich selbst streng und von seltener Mäßig, keit. so erzahlt man von ihm, daß er durch vierzig Jahre keinen Wein getrun- ken, kein Fleisch gegessen habe. 492. — ^lag ve, 5".) 'I'om. III, d. i. Leben unseres Herrn Jesu Christi, aus den vier Evangelien zusammen- gestellt und mit vielen heilsamen Be> lehrungen bereichert. 3 Theile (Preßburg 1772—74, 40., I : 698 S.; I I : 436 S.-, I I I : 738 S.); — ^4' ms soH", d. i. Beweise für die Verehrung der Heiligen u. s. w. (Veszprim l?92, 8^.). Außerdem bearbeitete er 1734 in unga- rischer Sprache ein von Parst P ius VI. herausgegebenes Gebetbuch und besorgte auf eigene Kosten im. Jahre 4782 zu Tyrnau eine neue Ausgabe der Lebens» geschichte der heiligen Klosterjungfrau Margaretha. Als Abt seines Klosters that er sehr viel für dasselbe, namentlich ließ er dessen künstlerische Ausschmückung sich angelegen sein. Sonst freigebig und ein Wohlthäter der Armen, war er gegen ^3 van i ^ I i k <I>'^ ä^k, d. i. Ungarisch? Schriftsteller. Tammwng von Lebensbeschrei» bungm. Von Jacob Ferenczn und Ioscfl? Daniel ik (Pesth j84ö. Gustav Vmich. 50.) Vd. I, S. 603. Noch sind anzufübren: 1. Hi lnr ius Vajda (geb. zu Gran j?98, gest. in Siebenl'ürgcil <t>8l). Er trat sebc jung in den Franciscancr> orden. in welchem er mehrere Jahre als Lehrer wirkte, später winde er Hofcaplan, dann Feldsuperior und Generalvicar für das Fürsten» thum Liebenbürgen. 1845 säcularisirt, erhielt er die Pfarre zu Mrudbänna in Hlebenbürgcn und den Titel eineö Ehrendomberrn. Von seinen Schriften kennen wir eine Festrede auf König Mar Joseph von Bayern in ungc.> rischer Sprache aus dcm Jahre 4824. Die» selbe ist zu Wien im Druck erschienen, ^a^-az ^He^ aFH/nttH ^ . sci-^wi-es Orci. )Iiu. 3. ?. Duvo 8. i^Lrill'O (?o8onii 1879, .^ UF r^- in^'or 6t Zctlreidsi').^ —^ . Stibor Vajda, der berüchtigte WojwDde oon Siebenbürgen, die furchtbare Geißel seiner Nnierihanen zu Ende des vierzehnten und Ankanq des fünf» zehnten Jahrhunderts. T:e Grscwchic seines grausenhanen Tooes lebt in der >3age fort. Wegen seiner Verdienste i:u Kriege wurde er von König Sigmuno mit Gütern und Würden überhäuft, dagegen überließ er sich seinen Unterthanen gegenüber haarsträubenden Grausamkeiten, und sein trauriges Andenken als Schrecken der Gegend har sich in Lieo und Sage erhalten. In dem durch Schweiß und Blut seiner Unterthanen auf unzugäng> licher Felsspihe erbauten herrlichen Schlosse mit Thiergarten und Wasserkünsten — vom Volke das Narrenschloß (Volonävui') ge« nannt — lag er eines Tages in Trunkenheit vom Schlafe übermannt im Garten, als ihm eine Schlange die Augen ausbiß. worauf er in wildem Grimme in eben den Abgrund stürzte, in welchen er kurz vorher einen armen Greis hatte schleudern lassen, und welcher
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Ullik-Vassimon, Band 49
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Ullik-Vassimon
Band
49
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1883
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
348
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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