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Valecka 2l2 Valecka
184!). Nachdem er die Schulen zu
Klattau besucht hatte, machte er zu
Böhmisch-Budweis den pädagogischen
Curs durch und erhielt 1860 eine Stelle
als Nnterlehrer in seinem Geburtsorte.
Aber nicht lange versah er dieses Amt,
denn schon 1861 ging er zur Fortsetzung
seiner Studien nach Prag. Seine ange-
griffene Gesundheit nöthigte ihn, den
Besuch der Oberrealschule aufzugeben,
und so hörte er später die Vorlesungen
an der philosophischen Facultät der
Prager Universität, danach einen Curs
auf der Hochschule zu Innsbruck. Nun
folgte er einem Rufe nach St. Peters-
burg. Von dort in den Kaukasus geschickt,
bereiste er auch die Küsten des Schwarzen
Meeres. Seine leidende Gesundheit trieb
ihn in die Heimat, kaum aber fühlte er
sich einigermaßen wieder gekräftigt, so
kehrte er zu weiteren Reisen nach Ruß'
land zurück. Das schriftstellerische Feld
betrat er ziemlich früh, so stand schon in
dem von Pauliny-Toth M . XXI,
S. 371^ herausgegebenen Blatte „80-
llol") d. i. Der Falke, im Jahrgange
l861 seine erste Novelle in slovakischer
Sprache. Dann schrieb er für eine statt
liche'Reihe oechischer und slovakischer
Journale, so für den slovakischen
iik", für die Lechischen
oä
„Koäinnä, kro-
u. a. Selbständig im Druck
ließ er zunächst, und zwar unter dem von
seinem Geburtsorte Merklin angenomme-
nen Pseudonym Merklinsky, das
Büchlein: ^Dzvcz Z^s'v?/", d. i. Mädchen-
Lieder (Prag 1863, Kober, 120.) er»
scheinen, welches 230 Lieder enthält;
dann verband er sich mit 8 e 0 i v y»
Sukdo l sky zur Herausgabe des
Werkes: ", d. i. Die Declama»
trice. Sammlung von Vortragsstücken
für das weiblicbe Geschlecht (ebd. 1863,
kl. 8".). Im Juli 1863 übernahm er die
Redaction des belletristischen, im Verfalle
begriffeneu Journals ^uNi r " , welche
er aber nur bis zum 14. Hefte des Jahr-
ganges 1866 führte. Außerdem gab er
noch nachstehende Werke heraus: „ ^ i -
s/o/?/ k /ias/m ciz>^tt//i.'^ d. i. Episteln an
unsere Mädchen (Prag 1866, Petlik,
, d. i. Ein Keil treibt den
anderen. Lustspiel in einem Act nach
Roger, welches im siebenten Hefte des
in Prag von Mikulas und Knapp
verlegten Sammelwerkes: „Neue Theater»
stücke" «Xovu äiv^äeini 1^5) 1868
abgedruckt ist; — „Xve/?/
^ ^ ^ d. i. Blüten
aus dem Orient. Auswahl unterhalten»
der arabischer, persischer und türkischer
Erzählungen (Pilsen 1870, gr. 8".); —
„ (/s^no^o^s^ o^ü,^ A«l^ a2t>t,-, d. i.
Die kaukasische Küste am Schwarzen
Meere" (Prag 1871, 8".). Zu P auliny.
T6th's 7,8tu.i'6 1 iiovv xi65N6 ^oäol-
8^61io", d. i. Alte und neue vodolische
Lieder, schrieb er die Vorrede. Valecka's
Lied: ^^äänickä.-' hat Franz Gregora
in Musik gesetzt. Im Jahre 1869 schrieb
unser Dichter auch eine ausführliche
Genealogie des Grafenhauses Kolo»
wrat, von welchem eine solche übrigens
schon fünf Jahre früher (1864) der Her-
ausgeber dieses Lexikons verfaßt und im
zwölften Bande >^S. 371—39!)^ mit vier
Stammtafeln veröffentlicht hat.
lovnik NKUÜQ)'. ksäkktoki Dr. 5rant.
I.g.ä. Niexsr H ^1. ) Ia1^, d. i. Cow
verjations-Lerikon. Redigirt von Dr. Franz
Lad. Riegcr und I. Mal)- (Prag 1872.
I. 3. Kobcr, 3er.-8c>.) Bd. IX, S. 871.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Ullik-Vassimon, Band 49
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Ullik-Vassimon
- Band
- 49
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1883
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 348
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon