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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Ullik-Vassimon, Band 49
Seite - 213 -
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Seite - 213 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Ullik-Vassimon, Band 49

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Alois 213 ^ Joseph Aalentk. Alois (Arzt und Fach' schriftsteller, geb. zu Wischau in Mähren am 18. Juni 1830). Das Gym- nasium, welches er zu Brunn begonnen, beendete er in Wien und besuchte dann in letzterer Stadt auch die medicinischen Collegien. Wahrend er sich hier für die Rigorosen vorbereitete, versah er durch drei Jahre die Stelle eines ersten Deinonstra» tors der Anatomie bei dem berühmten Anatomen Professor Hyr t l ^Bd. IX, S. 464^. Dann stand er einige Zeit als Erternist, später als Internist im k. k. allgemeinen Krankenhause zu Wien in Verwendung, bis ihn Dr. Chiari , Pro- fessor an der k. k. Iosephsakadenn'e zu seinem Assistenten erwählte. I n Kolge des plötzlichen Todes Chiari's wurde ihm die Substituirung der Professur des' selben vom k. k. Kriegsministerium über» tragen. Nach dreijährigem Assistenten- dienste unter Chiari's Nachfolger Pro- fessor Späth M . XXXVI, S. 48^ erhielt er auf Vorschlag des Wiener medi- cinischen Professoren-Collegiums von dem k. k. Unterrichtsministerium, in Folge ah. kaiserlicher Entschließung vom 28. Juni 1837, die Professur und die Stelle des Primararztes an der Gebär» und Findel- anstatt in Laibach, an welcber er 1882 sein fünfundzwanzigjähriges Jubiläum als Professor beging und zur Stunde noch thätig ist. Auf dem Gebiete der Gynäkologie als Forscher auf experimen- taler Grundlage hat er zahlreiche Auf- sätze in der Wiener „Medicinischen Wochenschrift", d»r Wiener „Medicini- schen Presse", der „Zeitschrift der k. k. Gesellschaft der Aerzte in Wien", im „Jahrbuch für Kinderheilkunde", in der Berliner „Zeitschrift für Geburtshilfe und Gynäkologie" und im „Archiv für Gynäkologie" veröffentlicht. Zugleich ist er Mitherausgeber der unter dem Titel „Memorabilien" unter Redaction von Frd. Betz in Heilbronn bei Scheurlen erscheinenden „Monatsblätter für prak- tische und wissenschaftliche Mittheilungen rationeller Aerzte" und des „Archivs für Gynäkologie". Auch gebührt ihm das Verdienst, die Cauterisation des Uterus als ein sicher und schonend wirkendes, KLehen verminderndes Mittel erfunden zu haben. Ferner zog er den Iaibacher Moor in all den Krankheiten, und zwar mit gleichem Erfolge in Verwendung, in welchen der Franzensbader Moor seine Wirkung äußert. Selbständig sind von ihm im Druck erschienen: ein „Lehrbuch drr GebnrtZHilfe", mit zehn Tafeln lLaibacb 1860, Blasnik, 8".), von welchem auch eine slovenische Uebersetzung unter dem Titel: „koi'oäosiov^'o 23. badice^ im nämlichen Verlage herauskam, und „6^«> ?6)Vsa/?'o «^e lll2 niichrimzrilMdeI und mrhen- llerbrä5rrnbc5 Mittel" (Wien 187!, Brau- müller, gr. 8^.). Dr. Valenta ist auch Mitglied des Landes- und Sanitäts- rathes in Krain, Spitalsdirector an der krainischen Landeskrankenanstalt zu Lai- bach und Mitglied zahlreicher in- und ausländischer gelehrter Gesellschaften. — Bei Voß in Berlin erschien im Jahre 1863 ein Bändchen, betitelt: „Dicktun- gen. Von A. Valenta". Es ist uns nicht bekannt, ob Doctor und Professor A l o i s V a l e n t a und der Lyriker A. V a l e n t a eine und dieselbe Person sind. Der Cursalon. Zeitschrift für Balneologie, Klimatologie u. s. w. (Wicn. gr. 4°.) XVI. Jahrg.. 25. Juni <882. Nr. 12. im Feuilleton: „Galerie berühmter Kliniker und ^ertte". Porträt. HolZsclmitt von Grois im vor- benannten Blatte. Noch ist hier zweier Personen zu gedenken, welche sich. statt mit B , mit W schreiben: l. Joseph Wll lenta (geb. zu Brünn
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Ullik-Vassimon, Band 49
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Ullik-Vassimon
Band
49
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1883
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
348
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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