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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Ullik-Vassimon, Band 49
Seite - 214 -
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Valentina 214 Valentin« I j . März 1739, Todesjahr unbekannt). In Rede stehender trat 1733 in den Jesuiten« orden, in welchem er, 1767 zum Priester ge- weiht, von 1769 bis 1773 als 3ehrer wirkte. Dann ward er akademischer Festtagsprediaer. Nach Aufhebung des Ordens übernahm er auch die Professur der Rhetorik am Gymnasium zu Brunn und ließ fich 1806, nach ^"jähriger Thätigkeit im Lehramte, in den Ruhestand versetzen. 3cit 1806 lebte er in Nien, kehrte aber 1808 wieder nach Vrünn zurück, wo er 18lö. 76 Jahre alt, noch am Leben war. Im Truct ist ovn ihm erschienen: „Fromme Ge< danken und kur;e Becrachtun^cn rom Leiden und Tode Jesu" (Brunn 1802. gr. 8") ^z ikann (Job. Iae. Heinrick). Tie leben den Tchriftstcllcr Mährens. C'.n l'.terarischer Versuch (Brunn 1812, I . G. Traßler, i>".) T 189.) — 2. Ein ,^weiier Joseph W a-- lenta war zu (5noe der Fünfziger-Jahre k. k. Postmeister zu Melmr in Böhmen. Nebenbei ein eifriger Musicus, erwarb er sich um dic Kirchenluusik dieser Sladt große Vcr< diensic und beirat überdies das Gebier der (Hompojmorl. AlN 2. Februar 1838 wurde in Melnik eine uon ihm componicte Pastorat« incssc unicr Mitwirkung bedeutender Krafce. und zwar mit schönem Erfolge, zur Auf« führung gebracht. ^Vohemia (PraZer p^lii. und belletr. Blatt. 4".) 1868. Nr. 33. 3. 268: „Aus Melnik 3. Februar".) Valentiüll, Sante della (uenetiani- scker gelehrter Priester, geb. zn Ve» nedig im Jahre l?48, gest. ebenda am 28. Februar 1826). C'r widmete sich dem geistlichen Stande und übte als Priester das Predigtamt mit großem Er- folge aus. Etwa ein Jahrzehnt wirkte er als Lehrer an Ginseppe Manzoni's Knabeninstitute, welches lange Jahre hindnrch eines ausgezeichneten Rnfes sich erfreute. Auch bekleidete er in den Jahren, als Venedig unter Oesterreichs Herrschaft stand, die Stelle eines Caplans der St. Rochus'Bruderschaft und jene eines Rectorä an deren gleichnamiger hinter ai Frari gelegener, besonders an Bildern Tintoretto's reicher Kirche. Er war in den Stunden, welche ihm sein geist- licher Beruf übrig ließ, immer wiffen. schaftlich thatig und arbeitete sehr viel, wenn er auch im Ganzen wenig selbst drucken ließ, vielmehr Werke Anderer zum Drucke beförderte. Von seinen eigenen Arbeiten sind anzuführen: „H^. Vo 1 ' / / " / — ferner eine italienische mit zahlreichen gelehrten An- merkungen begleitete Uebersetzung der i- »ervir ö. I/Iii^roir? äu. des Abbe Aug. Bar« ruel, welche in l3 Bändchen bei An» dreola in Venedig erschien; — zu den s s^eon'U" von Iac. Fi l iasi , die 1811 in 3. Auflage in der Seminardruckerei zu Padua in sechs Bänden herauskamen, verfaßte er einen raisonnirenden Inder, welcher für sich einen ganzen Band, den siebenten, bildet', — ebenso ließ er selbst- ständig drucken seine ^/'^se?-^i'o <^'^?/s/?-ia". Von den zahlreichen Hand» schriften, welche sich in seinem Nachlasse fanden und verschiedene Abhandlungen der heimischen Kirchen- und Profan» gescbiä>te enthalten, sei nur genannt: äi äi lettei-o n<-1 ,<eco1<., XVI I I " , wovon das Original in den Besitz des Cavaliere Cicogna gelangte, während eine Ab» schrift in der Bibliothek des Patriarchat- Seminars ;u Venedig niedergelegt ist. Viele dieser handschriftlichen Arbeiten führte er aus eigenem Antriebe in rein wissenschaftlichem Interesse aus, mehrere dagegen entstanden in Folge der für Arbeiten anderer Gelehrten, wie für den Patriarchen Nicola Gamboni, für den
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Ullik-Vassimon, Band 49
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Ullik-Vassimon
Band
49
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1883
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
348
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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