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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Ullik-Vassimon, Band 49
Seite - 215 -
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Seite - 215 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Ullik-Vassimon, Band 49

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Valentineili 21 ä ValentineUi Bischof von Chioggia, spater von Vin- cenza Giuseppe Maria Peruzzi, für Leop. Cicognara, Maria Petret t in i , angestellten Nachforschungen. Auch sei bemerkt, daß er in der Bibliothek des Conte Francesco C a l b o - C r o t t a , welche nach dessen Tode der erz- bischöflichen Seminarbibliothek einver» leibt wurde, die <,Oron^g. doll'^rw- nimo ^.Itiiiatö" entdeckte, die für For- scher der venetianischen Geschichte von großer Wichtigkeit ist und später auch im „^.rckivio storic-o Ita.Iia,nc>" erschien. Noch sei zum Schlüsse des Vorwortes ge- dacht, welches er dem Werke „H«??s??w- . l818, ?1ootti< voranschickte, und in welchem er tiefe Kenntnisse dieses Zweiges der Ge- schichte bekundet. MdbUoa. äi, Vene^ia eä 1 äuoi ultimi Valentinelli, Giuseppe (B ib l i o - thekar an der St. Marcus-Bibliothek in Venedig und Bib l iograph, geb. zu Ferrara am 22. Mai 1803, gest. auf seinem Landgute in V i l l a Estense am 17. December 1874). Nachdem er zu Padua die theologischen Studien beendet hatte, wurde ihm 1833 einem an der Universität daselbst bestehenden Braucke gemäß der Posten eines Assistenten der philosophischen Lehrkanzel verliehen, und in dieser Stellung erwarb er die Doctor» grade der Philosophie und Theologie. 1833 folgte er einem Rufe an das in Belluno, der Vaterstadt des damaligen Papstes (Gregor XVI., Capellari), errichtete, nach demselben benannte Se- minar zur Uebernahme der Professur der Philosophie. Aber weder dieses Amt, noch der Gegenstand seiner Lehrthätigkeit entspracken seinen inneren Neigungen. Seine Lieblingsbeschäftigung gewahrte er in einem rationellen Bibliotheksdienfte und in den damit verbundenen bibliogra- phis'ben Arbeiten, welcve, wie wenig dankbar sie einerseits sind, doch anderer- seits, wenn sie in ebenso umsichtiger als eracter Weise ausgeführt werden, dem Gelehrten wesentlicke Dienste leisten, viele Zeit nutzlosen Suckens ersparen und die Wissenschaft in hohem Grade fördern. Im Alter von 33 Jahren erreichte er das ersehnte Ziel, als man ihm 1838 die Direction der Seminarbibliothek in Padua übertrug. Nach dreijähriger Thätigkeit daselbst wurde er 184l zum Vicebiblio- thekar und 1847 zum Präfecten der be- rühmten Marciana (Marcusbibliothek) in Venedig ernannt. I n letzterer Eigen» schaft lag ihm zugleich die Aufsicht über das archäologische Museum des Dogen» Palastes ob, und in dieser Doppelstellung wirkte er bis an seinen im 70. Lebens- jahre erfolgten Tod. V a l e n t i n e l l i war, wie einer seiner Freunde schreibt, zum Bibliothekar wie geschaffen. Anf den Schulen von Padua herangebildet, trug er, ein Freund und Kenner der alien Literaturen, den classischen und schönen Geist durch sein ganzes Leben und Wirken' die lateinischen Dichter, unter diesen namentlich Virg i l in dessen Eklogen, Catul l und Proper), waren ihm ins Blut gegangen, nicht minder die italienischen Dichter der miw leren Zeit und so viele der neueren durch Form und Inhalt jenen Mustern nach- ahmten oder in gewissem Sinne gleich- kamen. Der seltene Verein strengen schul- mäßigen, zum Theile trockenen Wissens mit lebhaftem künstlerisch asthetifcben Urtheil, diese .nur unter italienischem Himmel verliehene und von venetiani- scher Grazie taglich neu gereizte Befahl-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Ullik-Vassimon, Band 49
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Ullik-Vassimon
Band
49
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1883
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
348
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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