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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Ullik-Vassimon, Band 49
Seite - 216 -
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Seite - 216 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Ullik-Vassimon, Band 49

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Valentinelli 216 Valentin eüi gung" ermöglichte ihm auch in der vor« erwähnten Doppelstellung eine so frucht- bare, so anregende und innerlich so befriedigende Thätigkeit, wie eben Va- lentine l l i sie entfaltet hat. Alle seine Forschungen und Studien basirten auf dieser seiner öffentlichen Stellung und bezogen sich, soweit sie auck gingen, wieder auf dieselbe zurück. Er erschloß Anderen Fundgrube auf Fundgrube bei den ihm anvertrauten Sammlungen und brachte von außen durch persönliche Be- kanntschaft und einsammelnden Fleiß Treffliches und Erlesenes nach Hause. Er kannte seine Bibliothek durck und durch bis ins Kleinste und Einzelne, ihr war feine ganze Zeit gewidmet; er kannte aber auä> die Bibliotheken Ita- liens, wie jene von Spanien und Eng- land, von Frankreich und Deutschland in weiterem Umfange. Seine eigentliche litc> rarische Thätigkeit beginnt erst mit der Zeit, als er in Venedig seinen bleibenden Aufenthalt nahm. Nachdem er wiederholt Reisen nach Dalmatien und Montenegro, diesen damals literarisch so wenig ge» kannten Landern, unternommen hatte, bearbeitete er eine Bibliographie der- selben, für welches Werk er auch später immer neues Material sammelte, so daß zu der ersten nahezu vierthalbhundert Seiten starken Publication ein ansehn- licher Nachtrag erscheinen konnte. Auch die Schätze der Marcusbibliothek lieferten ihm im Hinblick auf Dalmatien eine namhafte Ausbeute, die er theils in einer besonderen Schrift, theils, und zwar die Nachträge und Ergänzungen seit 1832, in dem von Chmel redi- girten in die Suite der Schriften, welche die kaiserliche Wiener Akademie der Wissenschaften herausgibt, gehörigen „Notizenblatte" veröffentlichte. Außer vor Bibliographie der genannten Lander waren es Vorarbeiten für die Geschichte Friauls und des Patriarchates von Aqui» leja insbesondere, welche durch längere Zeit den Gelehrten beschäftigten. Seine in dieser Richtung gewonnenen Resultate legte er zuerst auf einer Reise, 1834, der böhmischen Gesellschaft der Wissen« schaften in Prag vor, von welcher sie auch veröffentlicht wurden. Durch seine Verbindung mit Ehmel standen ihm nun auch die Spalten des oberwähnten „Notizenblattes" offen, in welchen denn seit 1854 Regesten aus zwei auf Aquileja bezüglichen Handschriften der Marciana erschienen. I n dem von der Akade.me herausgegebenen „Archiv^, und zwar im 18. Bande, gelangte ein Ver;eichniß der Marcianischen Handschriften, welche auf Friaul Bezug haben, und in den von demselben Institute herausgegebenen ^onte-?" eine Urrundensammlung von Pordenone zum Abdrucks. Auch er- möglichte ihm eine Unterstützung der kaiserlichen Akademie die Herausgab»: seiner Bibliographie Friauls. Im In- teresse der bibliographischen Forschungen, welche er anstellte, um die Schätze wenig gekannter Bibliotheken oder aber wenig gekannte Schätze solcher Institute von Ruf den Gelehrten zu erschließen, unter- nahm er oft und zum Theil große Reisen, auf welchen er dann auch immer persön» liche Verbindungen mit Männern der Wissenschaft oder mit Personen, die ihn in seinen Forschungen fördern konnten, anknüpfte. Von vielen dieser Studien» reisen veröffentlichte er die Ergebnisse seiner Beobachtungen und Forschungen, so brachte er werthvolle Resultate dieser Art über italienische Bibliotheken in I)i-. Adolph S ch m idl's „Oesterreichiscden Blättern für Literatur und Kunst" 1844, 1843, weitere Berichte über Bibliotheken, Denkmale des Alterthums und literarische
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Ullik-Vassimon, Band 49
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Ullik-Vassimon
Band
49
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1883
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
348
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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