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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Ullik-Vassimon, Band 49
Seite - 232 -
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Vaüery 232 Vallery nen-Regiment. Den Feldzug gegen die Preußen 1866 machte er als General- stabsofficier bei der zweiten leichten Ca- vallerie-Division mit und zeichnete sich bei der Führung eines selbständigen Streifcommandos so aus, daß er in Anerkennung dafür das Militär«Ver- dienstkreuz mit der Kriegsdecoration er- hielt. Im April 1867 trat er zur Central- (5avallerieschule über, und aus dieser im October 1868 als Major zum General- Quartiermeisterstabe versetzt, leitete er als solcker den ihm übertragenen Reit« und Fecht-Nnterricht bis September 1869 mit ausgezeichnetem Erfolge. Später bei dem Generalkommando zu Gratz ver- wendet, rückte er am 28. Mai 1876 zum Obersten im Generalstabe auf und ist zugleich Generalstabschef beim vorbe- nannten Generalkommando. 2 voboda (Johann). Die Zöglinge der Wiener- Neustädter Militär-Akademie von der Grün- dung des Institutes bis auf unsere Tage (Wien 4870, Geitler. Ler.-!»".) Sp. 833. — Thürheim (Andreis Graf). Gedenk« dlätter aus der Krie^ägrschichte der k. k, österreichischen Armee (Wien und Teschen i88<). .v.arl Prockaüka. ^r. 8".) Bd. I I , 2, 293. Jahr 1866. Vallcry, Theodor (Architekt, geb. zu Mark-Schönecken im Trier'schen 23.October 1724, gest. zu Wien 1800). Von seinem Vater für das Tischlerhand - werk bestimmt, kam er 1743 nach den Niederlanden, wo er dasselbe ausübte, nebenbei auch einige Kenntnisse in der Architektur sich aneignend. Hierauf kehrte' er in seine Heimat zurück und arbeitete daselbst als Schreinergesell. 1749 ging er nach Wien, wo er gleichfalls sein Handwerk betrieb, an Sonn- und Feier- tagen aber bei dem Architekten Melchior Hefele ^Vd. VII I , S. 198 j^ Unterricht in der Architectur nahm. 1730 gab er die Tischlerei auf, um sich ganz seiner Lieblingsbeschäftigung zu widmen. An- fangs half er seinem Meister Hefele, so unter Anderem bei der Herstellung des Hochaltars in der Wallfahrtskirche auf dem Sonntagsberg in Niederöfterreich. Später ertheilte er selbst Unterricht in der Architektur und wurde 1738 Mit- glied der k. k. Maler- und Bildhauer- Akademie in Wien, an welcher er 1762 das Lehramt der Architektur erhielt, und 1768 ward er Mitglied der k. k. Zeichen» und Kupferstecher-Akademie. Bei seiner ersten Ernennung war sein Aufnahins- stück ein Palast, bei seiner zweiten ein solcher in pecspectivischer Darstellung. 1764 erfolgte seine Anstellung als Unter- kämmerer der Stadt Wien. Von seinen Arbeiten sind bekannt: „Mc Ehrenpinttr ant' dem Stock im (!-i5rn-Plllhr in Mri: im Jahre Ndö", anläßlich der ersten Ver« mälung des Kaisers Joseph I I . erbaut, von Schnitzer in Kupfer gestochen; — ein „Z:tllr" zu Wellersdorf in Nieder« osterreick im Jahre 1761; — eine „ZtreckinnZchine nnd da5 tinvan lirgrnür Wu52tl- bll35in im NünMubell". Auf der historischen Kunstausstellung in Wien, welche 1877 anläßlich der Eröffnung des neuen Ge- bäudes der Kunstakademie statthatte, waren von seinen Werken zu sehen: „Na5 NaWnn5 in der wipplingrrLtra^l", erbaut 1762—1764, in Kupfer gestochen von I . A. Corvinus (kl. Qu.-Fol.); — „Nir Elircnftt'llrtr, rrrichlrt am 6. it>rtc>brr Nd<)". getuschte Zeichnung und „Nrr >Tnnmph- bllgrn zur Ur'llnnngllteirr Ull lZrr J u s c p h s I I . , reichtet am 2T. Zpril 1769", gleichfalls ge- tuschte Zeichnung. Die drei lehtgenann» ten Blatter sämmtlich im Archiv der Stadt Wien. Die „Oesterreichische Bieder« manns - Chronik" bezeichnet Val lery nicht nur als „ein ungemeines Künstler- talent in der Architektur, sondern auch als einen rechtschaffenen Mann, der noch
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Ullik-Vassimon, Band 49
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Ullik-Vassimon
Band
49
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1883
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
348
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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